Foto: Andrew Otto
Mit 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren die Stadt-Pilgerbegleiter Georg Handwerker (PV Straßkirchen) , Jochen Jarzombek (PV St. Anton) und Andrew Otto (PV Altstadt-PA) am Sonntag, 1. Februar bei winterlichen Außentemperaturen unterwegs. Das Motto war dem Kirchenjahr angepasst und hieß am Vortag von Maria Lichtmess „dem Licht entgegen“ und so durften die Pilger Jesus, dem Licht der Welt, entgegen pilgern.
Die Gruppe traf sich in der Pfarrkirche St. Anton, alle erhielten eine Pilgerkerze und die Teilnehmenden hingen einander einen Pilgerkreuzanhänger mit Segenswunsch um.
Sodann ging es in die Kapelle des Klinikums Passau. Der Aufenthalt im Klinikum ist für viele eine dunkle Zeit – umso wichtiger sind lichte Augenblicke des Besuchs oder des Zuspruchs. Das „Nunc Dimitis“ des alten Simeon, dem die weise Prophetin Hanna zur Seite gestellt wurde, wurde meditiert. Als Impuls wurde das „Nunc Dimitis“ des alten Simeon, dem die weise Prophetin Hanna zur Seite gestellt wurde, von Andrew Otto vorgetragen. Wir finden diese Stelle im Lukasevangelium: Lukas, der Arzt, passend zum Thema Klinikum.
Am Ufer des Inn wurde nochmals auf die Person des Simeon eingegangen und mit gregorianischem Gesang stimmte sich die Gruppe auf die nächste Etappe, der Strecke des Schweigens, ein. Über das Wasserkraftwerk führte der Weg zum Wegkreuz bei Ingling, wo das Schweigen gebrochen wurde.
Auf der nächsten Passage bis zum Innstadtfriedhof waren die Pilgerinnen und Pilger angehalten, sich über ihre Inspirationen, Empfindungen und Gefühle beim Schweigen auszutauschen – und zwar mit einem bis dahin unbekannten Mitpilgerndem. Am Friedhof selbst wurde für die Toten des vergangenen Jahres sowie für alle Kriegsopfer gebetet.
Schließlich ging es über den Fünferlsteg zur Votivkirche, wo Pater Alois die Gruppe hoffnungsfroh erwartete und mit persönlichen Worten bei den Passauer Maristen herzlich begrüßte. In einer Abschlussrunde fand jede und jeder Worte der Reflexion und des Danks für die gemeinsame Zeit mit der Gruppe und mit Gott. Den Abschluss bildete ein gesungenes Magnificat und der Segen Gottes.
Nach der Pilgerwanderung erfolgte die bei den Stadtpilgern zur Tradition gewachsene Einkehr im Wirtshaus. Der Austausch bei Kräutertee, Bier, Suppe und Schnitzel war erquickend, wertschätzend, besinnlich, froh und motivierend. Der Beweis ist gelungen, daß Pilgern auch im Winter geht. Alle sind aber schon auf die Stadtpilgerwanderung im Sommer gespannt! Veranstalter waren die KEB Passau und die STADTPILGER.
Text: Andrew Otto


