Foto: Bayer / pbp
Mit der Priesterweihe von Mathias Eder darf sich das Bistum Passau über einen neuen Seelsorger freuen. Am Samstagvormittag spendete Bischof Stefan dem Weihekandidaten im Rahmen eines feierlichen Pontifikalgottesdienstes im Passauer Stephansdom das Sakrament der Priesterweihe. Für den Neupriester beginnt damit ein ganz neuer und anspruchsvoller Lebensabschnitt im Dienste Gottes und der Menschen.
Die Priesterweihe zähle so Bischof Oster zu eine der schönsten Aufgaben im Leben eines Bischofs und sie zählt darüber hinaus zu den bedeutendsten liturgischen Feiern im Leben aller Gläubigen eines Bistums. Aus diesem Grund kamen zahlreiche Gläubige, Angehörige, Wegbegleiter sowie viele Priester und Diakone in den Hohen Dom zu Passau, um Mathias Eder an diesem besonderen Tag zu begleiten und gemeinsam mit ihm diesen wichtigen Schritt seiner Berufung zu feiern.Bereits zu Beginn der Weiheliturgie dankte Bischof Stefan Oster dem Weihekandidaten für seine Bereitschaft, den Ruf Gottes anzunehmen und sich in den Dienst der Kirche stellen zu lassen. Die Entscheidung, Priester zu werden, sei gerade in der heutigen Zeit ein starkes Zeugnis des Glaubens und der Hoffnung.
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Bereits zu Beginn der Weiheliturgie dankte Bischof Stefan Oster dem Weihekandidaten für seine Bereitschaft, den Ruf Gottes anzunehmen und sich in den Dienst der Kirche stellen zu lassen. Die Entscheidung, Priester zu werden, sei gerade in der heutigen Zeit ein starkes Zeugnis des Glaubens und der Hoffnung.
Der christliche Glaube sei geprägt von der Selbsthingabe Gottes in Jesus Christus. Mit den Worten des Philipperbriefes erinnerte der Bischof daran, dass Christus „nicht daran festhielt, wie Gott zu sein, sondern sich entäußerte“. Diese „Kenosis“, die Selbstentäußerung Gottes, zeige sich nicht nur am Kreuz, sondern bereits in der Menschwerdung. Maria sei deshalb „die Mutter der sich verschenkenden Liebe Gottes“.
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An den Weihekandidaten gewandt sagte Oster, diese Liebe habe ihn schon früh im Herzen berührt. Die Sehnsucht des Menschen könne letztlich nur von Gott gestillt werden. Gleichzeitig verwies der Bischof auf die Widersprüchlichkeit des menschlichen Herzens, das oft von Verwundung, Neid, Angst oder Ehrgeiz geprägt sei. Gerade dort wolle Gott den Menschen begegnen und Frieden schenken. Menschen, die dieser Liebe Raum gäben, würden „wie von selbst Salz der Erde und Licht der Welt“.
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Der künftige Priester sei deshalb berufen, „ein Diener des Geheimnisses der Anwesenheit der Liebe in unseren Herzen“ zu werden. Er solle dieses Geheimnis bewahren und schützen. Dabei griff Oster das Wort aus den Sprichwörtern auf: „Mehr als alles hüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.“ Dieses Wort sei zugleich Auftrag für jeden Priester.
Ein guter Seelsorger müsse die Menschen kennen und sie lieben – auch mit ihren Schwächen. Die Liebe Christi sei immer eine vergebende Liebe, die besonders an die Ränder gehe. Wer anderen Gottes Barmherzigkeit verkünden wolle, müsse sich seiner eigenen Grenzen bewusst sein. Anhand eines Mitbruders, der nach einer Alkoholabhängigkeit zu großer Demut gefunden habe, machte Oster deutlich: Priesterlicher Dienst gelinge niemals allein aus eigener Kraft, sondern bleibe immer Geschenk Gottes. Deshalb brauche es die Bereitschaft zu ehrlicher Selbstprüfung und regelmäßiger Beichte.
Nur so könnten die Sakramente zu „heilenden, nährenden, verbindenden und befreienden Zeichen der wirklichen Gegenwart des herunter gekommenen Gottes“ werden. Mit Blick auf das Primizwort des Neupriesters aus dem Römerbrief – „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis und beharrlich im Gebet“ – ermutigte Oster den Weihekandidaten, seine Freude aus der lebendigen Beziehung zu Christus zu schöpfen. Diese Freude könne man nicht machen, sondern nur als Geschenk empfangen.
Zugleich verschwieg der Bischof nicht die Herausforderungen des priesterlichen Lebens. „Die Bedrängnisse werden kommen“, sagte er offen. Verleumdungen, Widerstände und Anfeindungen gehörten dazu. Umso wichtiger sei es, „geduldig in der Verbindung mit Ihm zu bleiben“, treu weiterzugehen und „beharrlich im Gebet“ zu leben.
Höhepunkt des Pontifikalgottesdienstes waren die feierlichen Weihehandlungen nach der Predigt: das Versprechen des Gehorsams gegenüber dem Bischof, die Allerheiligenlitanei, die Handauflegung, das Weihegebet sowie die Salbung der Hände mit Chrisam. Mit der Übergabe von Kelch und Hostienschale erhielt Mathias Eder schließlich den Auftrag, die Eucharistie zu feiern und den Menschen die Sakramente zu spenden.
Musikalisch umrahmt wurde die Priesterweihe von dem Vokalensemble Cappella Cathedralis und den Dombläsern unter Leitung von Domkapellmeister Andreas Unterguggenberger. Domorganist Ludwig Ruckdeschel war an der Orgel zu hören und Domkantor Maximilian Jäger spielte an der Truhenorgel.
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Zum Ende des festlichen umrahmten Gottesdienstes spendete der Mathias Eder erstmals den Primizsegen. Viele Gläubige nahmen diesen besonderen Segen erwartungsvoll entgegen und brachten damit ihre Verbundenheit mit dem neuen Priester zum Ausdruck.
Mit der Priesterweihe beginnt für Mathias Eder nun sein priesterlicher Dienst im Pastoralen Raum Waldkirchen. Bischof Stefan Oster wünschte ihm Gottes reichen Segen und viel Freude in seiner Sendung, den Menschen das Evangelium zu verkünden und ihnen als Seelsorger zur Seite zu stehen.
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Jede anderweitige Verwendung ist nur in Rücksprache mit der Pressestelle des Bistums Passau zulässig.

