Bischof

Wichtiger Schritt auf dem Weg zum Diakon

Redaktion am 17.11.2025

Info Icon Foto: Uschi Friedenberger
Bischof Stefan Oster nach der Feier der Lektoren – und Akolythenbeauftragung mit Sebastian Albert (links) und Korbinian Zelger.

Sebastian Albert und Korbinian Zelger wurden von Bischof Dr. Stefan Oster SDB für den Lektoren- und Akolythendienst beauftragt.

Am Anfang kommt das Herz­klop­fen – und dann viel­leicht die Beru­fung. So wie die Men­schen ver­schie­den sind, gibt es auch nicht den einen Weg zu einem Amt im kirch­li­chen Dienst. Zwei, die auf ihrem Weg zum Dia­kon einen wich­ti­gen Schritt getan haben, sind Sebas­ti­an Albert (Pfar­rei Maria Him­mel­fahrt, Hart­kir­chen) und Kor­bi­ni­an Zel­ger (Pfar­rei St. Niko­laus, Neuötting).

Ihre Beauf­tra­gung zum Lek­to­ren- und Akoly­then­dienst durch Bischof Ste­fan Oster in der fei­er­li­chen Atmo­sphä­re der Andre­as­ka­pel­le am Dom wur­de nicht nur für die bei­den Män­ner zu einer unver­gess­li­chen Sache. Ihre Fami­li­en und die Weg­be­glei­ter aus den Hei­mat- und Prak­ti­kums­pfar­rei­en erleb­ten einen stim­mungs­vol­len Got­tes­dienst, getra­gen von beein­dru­cken­den Riten und gro­ßer Sym­bol­kraft. Herr du bist mein Leben, Herr du bist mein Weg“, hieß es pas­send im Eingangslied. 

In der Pre­digt sprach Bischof Ste­fan Oster über den Dienst des Lek­tors und des Akoly­then und stell­te vier Begrif­fe vor­an, anhand derer er dar­über nach­dach­te: Erken­nen, Ver­in­ner­li­chen, Erin­nern, Ver­ge­gen­wär­ti­gen. Der Bischof zum Dienst des Lek­tors: Man kann die Lesung auch vor­tra­gen im Sinn von: Ich tei­le euch jetzt wirk­lich etwas mit, wo ich ein­la­de, das inner­lich mit­zu­den­ken.‘“ Zum zwei­ten Dienst mein­te er: Akoly­then tei­len die Lie­be Got­tes aus und hof­fen, dass die Men­schen das nicht ein­fach nur als äuße­ren Voll­zug, son­dern als etwas, das ihnen inner­lich gewor­den ist, dank­bar wahr­neh­men.“ Der Bischof zusam­men­fas­send: Im Grun­de kann man sagen, unser gan­zes Chris­ten­le­ben zielt dar­auf ab, auf den Herrn vor­be­rei­tet zu sein, auf sei­ne Wie­der­kunft. Des­we­gen: Ich freue mich, dass ich euch hin­ein­neh­men darf in die­se bei­den Diens­te zum Lek­tor und zum Akoly­then. Ich wün­sche euch Erken­nen, Erin­nern, Ver­in­ner­li­chung und Ver­ge­gen­wär­ti­gung — so dass die Men­schen mit euch die Erfah­rung machen dür­fen, der Herr ist da und er liebt die Men­schen und er will euch ein­la­den in sei­ne Gegenwart.

Dia­kon Dr. Anton Cuf­fa­ri, Bischöf­lich Beauf­trag­ter und Fach­be­reichs­lei­ter für den Stän­di­gen Dia­ko­nat, rief die Kan­di­da­ten auf, vor den Bischof zu tre­ten. Sie ant­wor­te­ten mit Hier bin ich!“ Höhe­punk­te des Got­tes­diens­tes waren, als der Bischof den bei­den Kan­di­da­ten das Lek­tio­nar sowie Hos­ti­en­scha­le und Wein­ge­fäß über­reich­te. In den Für­bit­ten hieß es unter ande­rem: Bit­ten wir Gott, dass unse­re Brü­der sich immer enger mit Chris­tus ver­bin­den und sei­ne Zeu­gen unter den Men­schen werden.“

Am Altar stan­den neben dem Bischof Spi­ri­tu­al Dr. Alo­is Grei­ler sowie Dia­kon Dr. Anton Cuf­fa­ri. Die Minis­tran­tin hat­te der Kan­di­dat Sebas­ti­an Albert gleich selbst mit­ge­bracht: sei­ne Toch­ter Isa­bel­la! Der Got­tes­dienst wur­de von Dom­kan­tor Maxi­mi­li­an Jäger musi­ka­lisch gestal­tet. Unter­stützt wur­de er dabei von Ste­pha­nie Zel­ger (Gesang), der Ehe­frau eines Kandidaten.

Die bei­den neu Beauf­trag­ten ste­hen auch im welt­li­chen Leben ihren Mann: Sebas­ti­an Albert arbei­tet als Ser­vice­tech­ni­ker im Bereich Was­ser­wirt­schaft, ist ver­hei­ra­tet und hat zwei Kin­der. Kor­bi­ni­an Zel­ger ist Leh­rer für Wirt­schaft und Katho­li­sche Reli­gi­on am Beruf­li­chen Schul­zen­trum Pfarr­kir­chen, ist eben­falls ver­hei­ra­tet und hat eine klei­ne Tochter.

Bei­de Beauf­trag­ten erzähl­ten im Bis­tums­blatt-Gespräch, dass sie sich ihre Ent­schei­dung für das Amt des Dia­kons nicht leicht­ge­macht hät­ten. Es sei eher ein Pro­zess gewe­sen und gin­ge sowie­so nur unter der Vor­aus­set­zung, dass auch die Ehe­frau­en voll dahin­ter stün­den. Die bei­den Kan­di­da­ten haben auf ihrem Weg noch eini­ge Etap­pen vor sich. Gera­de hat für die bei­den das Gemein­de­prak­ti­kum begon­nen. In etwa zwei Jah­ren wer­den sie dann – so Gott will – zum Dia­kon geweiht. 

Text und Fotos: Uschi Friedenberger

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