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Exerzitien im Alltag – begleitende Übungen
Hier findest Du begleitende Übungen als Download und zum Anhören: Achtsamkeitsübungen, Tagesrückblick, Gebete …
Gebetszeiten - Zeit für Dich und Gott
Morgengebet
Nach dem Aufwachen kannst du ein Kreuzzeichen machen und dir drei Minuten Zeit für ein kurzes Gebet nehmen. Zum Beispiel so:
Ich wache auf. Ich mache mir bewusst: Jetzt beginnt ein neuer Tag – geschenkte Lebenszeit!
Ich danke für den Schlaf der Nacht und lege alles, was war, in Gottes Hände.
Ich schaue auf das, was mich heute erwartet, und bitte um Hilfe, Kraft oder Geduld für das, was kommt.
Dann bete ich mit diesen oder eigenen Worten:
Gott, ich will diesen Tag leben – auch wenn ich oft nicht an Dich denke. Geh Du mit mir meinen Weg. Amen
Persönliche Gebetszeit mit Impuls
1. Sich bereiten
Eine Kerze anzünden, das Kreuzzeichen machen, sich verneigen – ein äußeres Zeichen, dass ich vor Gott trete.
Dann einen Moment der Achtsamkeit: Atem spüren, den Körper wahrnehmen, ruhig werden.
Ich finde mich vor Gott ein, etwa mit einem Gebet:
Hier bin ich, Gott, vor Dir – so, wie ich bin: mit meiner Sehnsucht, meiner Hoffnung, meiner Freude, meinem Ärger, meiner Müdigkeit … (ergänzen).
Hilf mir zu sehen, was Du mir heute zeigen willst, zu hören, was Du mir sagen möchtest, zu spüren, dass Du bei mir bist und mich begleitest.
So bin ich jetzt hier vor Dir. Amen.
2. Bitten: Ich sage Gott, was ich mir wünsche – zum Beispiel Klarheit, Vertrauen, Trost, Freude oder Kraft.
3. Impuls betrachten: Ich lese oder höre den Gebets- bzw. Schriftimpuls. Ich verweile bei dem, was mich anspricht oder berührt, und lasse es in mir wirken.
4. Mit Jesus ins Gespräch kommen: Ich spreche mit ihm über das, was mich bewegt – offen, ehrlich, so wie mit einem Freund/Freundin.
5. Abschließen: Zum Beispiel mit einer Verneigung, dem Kreuzzeichen oder dem „Vater unser“. Danken für das, was in dieser Zeit geschehen ist.
6. Rückblick und Mitnehmen: Einen Moment nachspüren: Was bleibt in mir? Einen Gedanken, ein Wort oder ein Gefühl mit in den Alltag nehmen.
Tagesrückblick
Einmal am Tag, vielleicht am Abend, nehme ich mir Zeit, um auf meinen Tag zurückzuschauen. Alles, was ich erlebt, gehört, getan und erfahren habe, bringe ich vor Gott und darf es zusammen mit seinem liebenden Blick anschauen.
Innehalten
Durch- und Aufatmen: Ich habe Zeit!
Ich bin da.
Gott, Du bist bei mir. Ich vertraue Dir.
Wahrnehmen
Ich schaue auf den Tag: Was nehme ich wahr?
Ich lasse kommen, was an Erinnerungen, Ereignissen, Gedanken, Empfindungen da ist.
Ich verweile, wo mich etwas berührt, beschäftigt, aufwühlt.
Danken
Was hat mir gutgetan?
Wo habe ich Ermutigung, Trost, Hoffnung gespürt?
Wo bin ich beschenkt?
Versöhnen
Wo habe ich Misstrauen, Angst, Entmutigung gespürt?
Was will sich in mir ordnen, versöhnen, befreien?
Ich bitte Gott um seinen Beistand.
Bitten — danken — klagen — loben ….
Ich bringe vor Gott, was jetzt in mir da ist.
Wie mit einem guten Freund, einer guten Freundin, darf ich mit ihm reden.
Vorausschauen
Ich schaue auf das, was (morgen) vor mir liegt und bitte Gott um Kraft, Mut, Beistand, seine Begleitung.
Beenden
Mit einer Geste, dem Vaterunser oder Kreuzzeichen beende ich den Tagesrückblick.
Ihnen entgeht ein toller Beitrag!
Achtsamkeitsübungen
Niemand kann von jetzt auf gleich zu innerer Ruhe finden. Zu Beginn jeder Gebetszeit kann Dir eine Achtsamkeitsübung helfen. Setz Dich bewusst hin, zünde die Kerze an und nimm erst einmal wahr, wie es Dir geht. Hier findest Du einige Achtsamkeitsübungen zum Anhören: