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Heiliger Florian
Der Heilige Florian von Lorch ist der Schutzheilige der Feuerwehr. Wir gedenken dem Heiligen am 5. Mai, der sowohl in der katholischen als auch orthodoxen Kirche verehrt wird.
„Passio Floriani“
Vom Leben des Heiligen Florian von Lorch gibt es sowohl historische Belege als auch Legenden. Viele geschichtliche Tatsachen – wie beispielsweise sein Martyrium – werden in der sogenannten „Passio Floriani“ beschrieben, die im späten 8. oder frühen 9. Jahrhundert verfasst wurde. So war Florian ein ehemaliger hoher Verwaltungsbeamter der römischen Provinz Noricum und lebte nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst in Aelium Cetium (dem heutigen St. Pölten). Historische Untersuchungen bestätigen zentrale Angaben der Überlieferung, insbesondere seinen Namen, seine hohe Stellung im römischen Dienst sowie Ort, Zeit und Art seines Martyriums.
Leben und Wirken des Heiligen Florian
Geboren wurde der Heilige Florian von Lorch im 3. Jahrhundert. Zu Beginn des Jahres 304 verschärfte Kaiser Diokletian die Christenverfolgung durch mehrere Edikte. In Lauriacum (heute Lorch an der Enns) ließ der Statthalter Aquilinus zahlreiche Christen verhaften und misshandeln. Als Florian davon erfuhr und dorthin eilte, um den Gefangenen beizustehen, wurde er erkannt, verhaftet und vor den Statthalter geführt. Florian bekannte sich offen zu seinem Glauben und weigerte sich, Christus zu verleugnen, woraufhin er schwer gefoltert und schließlich zum Tod verurteilt wurde. Nach dem ursprünglichen Plan, ihn zu verbrennen, wurde er stattdessen am 4. Mai 304 mit einem schweren Stein um den Hals von einer Brücke in die Enns gestürzt. Einer Überlieferung zufolge soll Florian vor seiner Hinrichtung lange gebetet und damit selbst bei den Soldaten Ehrfurcht ausgelöst haben. Nachdem diese zurückhaltend reagierten, stieß ihn schließlich ein junger Mann in den Fluss. Sein Leichnam sollte auf diese Weise verschwinden, um eine spätere Verehrung zu verhindern. Dennoch entstand über dem Grab des Heiligen später das Stift St. Florian in Oberösterreich, das sich im Mittelalter zum Wallfahrtort entwickelte. Seine Reliquien wurden 1184 in die Stadt Krakau übertragen.
Schutzpatron der Feuerwehr
Ursprünglich wurde der Heilige Florian gegen Wassergefahr angerufen. Daraus erst entwickelte sich das Feuer-Patronat. Heute wird er als Schutzpatron der Feuerwehr und gegen Feuersgefahr verehrt. Daher kommt auch die Bezeichnung „Florianijünger“ oder „Floriansjünger“ für Feuerwehrleute sowie der Funkrufname „Florian“ in Kombination mit dem Ortsnamen der jeweiligen Feuerwehr. Auch gehört es vielerorts zur Tradition, an seinem Gedenktag eine „Florianimesse“ zu feiern, zu der die Feuerwehrleute in Uniform kommen.
Gedenktag 4. Mai
Der Gedenktag des Heiligen Florian ist der 4. Mai. Verehrt wird er als Schutzpatron der Feuerwehr und zudem als Patron u.a. verschiedener Berufsgruppen, Naturkatastrophen und Verletzungen. Florian ist Schutzpatron:
- der Bäcker, Schornsteinfeger, Bierbrauer, Gärtner, Böttcher, Töpfer, Schmiede, Seifensieder
- gegen Feuer- und Brandgefahren sowie bei Brandwunden
- gegen Hochwasser, Stürme, Dürre und Unfruchtbarkeit der Felder
- von Oberösterreich und Linz
Interessant: Florian bedeutet so viel wie „der Blühende“ oder „der Prächtige“ und gehört zu den beliebtesten Vornamen. In den 90er Jahren führte er lange die Namenslisten an. Insbesondere in Österreich, der Schweiz und Rumänien sind auch die Kurzformen „Flori“, „Floris“ oder „Florin“ beliebt.
Ikonografie
Dargestellt wird Florian äußerst unterschiedlich. Oft wird er als römischer Legionär mit Fahne, Lanze oder Schwert und Schild gezeigt – oder auch mit Wasserkübel oder Krug und einem brennenden Haus. Der Wasserkübel war ursprünglich ein Zeichen für das Martyrium des Ertränkens, wurde aber durch das Hinzufügen des Hauses zum Symbol der Patronanz. Eher selten wird der Heilige Florian mit einem Mühlstein um den Hals als Marterwerkzeug dargestellt.
Quellen: katholisch.de, Wikipedia
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