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Heiliger Petrus
Der Heilige Paulus war einer der ersten Juden in der Nachfolge Jesu Christi und der erste Bischof von Rom. Daher gilt ein Papst in der katholischen Kirche als „Nachfolger Petri“. Der Gedenktag der beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus ist am 29. Juni.
Einer der ersten Nachfolger Christi
Wie Jesus stammte Simon Petrus aus Galiläa. Wann genau er geboren wurde, ist nicht belegt. Gestorben ist er ca. 64 – 67 n. Chr., vermutlich in Rom. Doch wird ein (längerer) Aufenthalt in Rom in der Bibel nicht erwähnt. Überhaupt ist wenig von Simon Petrus‘ Leben belegt. Das Neue Testament überliefert nur wenige als zuverlässig betrachtete biografische Details über ihn. Doch sind in den frühesten Textbestandteilen der Evangelien übereinstimmende Angaben vorhanden.
„Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen.”
Petrus, ein verheirateter Fischer aus Galiläa, war dem Neuen Testament zufolge einer der ersten Juden, die Jesus in seine Nachfolge berief. Ihm wurde auf dem Apostelkonzil in Jerusalem die Verkündigung unter den Juden – und zugleich Paulus die Verkündigung unter den Heiden – übertragen. Petrus hatte insofern eine besondere Stellung, weil er Sprecher der Apostel, erster Bekenner und zugleich Verleugner Christi, Augenzeuge des Auferstandenen und einer der Leiter der Urgemeinde Jerusalems war. Notizen belegen zudem, dass Petrus der erste Bischof von Antiochia sowie Gründer und Haupt der Gemeinde von Rom war.
Nachfolger Petri – Das Papsttum
Der Primatsanspruch des Papsttums über die Gesamtkirche wird darauf zurückgeführt, Petrus sei der erste Bischof von Rom gewesen und Christus habe ihm als Leiter aller Christen Vorrang gegeben. Daher werden die Päpste in der katholischen Kirche – nicht aber in den übrigen Kirchen – auch als „Nachfolger Petri“ bezeichnet. Zwar gab es im 1. Jahrhundert noch keinen Monepiskopat. Weder wurden damals christliche Gemeinden von einem einzelnen Bischof geleitet noch gab es eine innerkirchliche Vorrangstellung eines Bischofs von Rom. Dennoch gilt Petrus als erster Bischof von Rom und als Heiliger und wird nicht nur in der katholischen Kirche, sondern auch in der altorientalischen, orthodoxen, sowie in der anglikanischen Kirche verehrt. Und auch die evangelische Kirche erinnern mit einem Gedenktag an ihn.
Petrus, die Wallfahrt und das Internet - Predigt von Bischof Oster
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Gedenktag 29. Juni
Der Gedenktag der beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus ist der 29. Juni. Dieses Datum geht auf die Überlieferung zurück, dass zur Zeit der Valerianischen Verfolgungen in Rom die Reliquien der beiden Apostel am 29. Juni in die Sebastians-Katakomben an der Via Appia übertragen wurden. Petrus wird dabei von allen bedeutenden christlichen Kirchen – der römisch-katholischen, der evangelischen, der anglikanischen, der orthodoxen, der armenischen und der koptischen – geehrt. Petrus ist Patron:
- der Päpste
- der Städte Rom, Trier, Regensburg, Worms, Bremen und Posen
- der Metzger, Glaser, Schreiner, Schlosser, Schmiede, Gießer, Uhrmacher, Töpfer, Maurer, Ziegelbrenner, Steinhauer, Netzweber, Tuchweber, Walker, Fischer, Fischhändler, Schiffer
- gegen Besessenheit, Fallsucht, Tollwut, Fieber, Schlangenbiss, Fußleiden und Diebstahl
Ikonografie
Dargestellt wird Petrus meist als alter Mann mit lockigem Haar und Bart mit den Attributen Schlüssel, Schiff, Buch, Hahn oder umgedrehtem Kreuz. Besonders der oder die Schlüssel Petri sind sein Hauptattribut und erscheinen häufig als Symbol im Papstwappen, dem Wappen der Vatikanstadt wie auch zahlreicher kirchlicher Institutionen mit Petruspatrozinium. In der Kirchenkunst wird Petrus oft als Papst mit der dreifachen Tiara auf seinem Haupt gezeigt, mit einem Kreuzstab in der einen und einem aufgeschlagenen Evangelium in der anderen Hand.
Quellen: katholisch.de, Wikipedia
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