Kirche vor Ort

20 Jahre Moses-Bibelgarten

Redaktion am 09.07.2025

Info Icon Foto: Prof. Dr. Hans Mendl

Im Land, in dem Milch und Honig fließen

„Eine Idee ist wich­tig, sie umzu­set­zen ist mög­lich, aber weit anstren­gen­der ist es, ein Pro­jekt über so vie­le Jah­re hin­weg am Leben zu hal­ten“, so eröff­ne­te der Fürs­ten­zel­ler Bür­ger­meis­ter Man­fred Ham­mer den Ver­an­stal­tungs­rei­gen anläss­lich des 20jährigen Jubi­lä­ums des Bibel­gar­tens in Jäger­wirth. Im Jah­re 2005 hat­ten enga­gier­te Män­ner und Frau­en par­al­lel zur Urauf­füh­rung des Musi­cals Moses in der Pfarr­kir­che von Jäger­wirth im Pfarr­gar­ten einen Bibel­gar­ten ein­ge­rich­tet, der seit­dem mit gro­ßem Auf­wand gehegt und gepflegt wird. Der Bür­ger­meis­ter dank­te den Ver­ant­wort­li­chen und sag­te auch wei­ter­hin die Unter­stüt­zung der Gemein­de zu; nicht umsonst steht auf der Home­page der Markt­ge­mein­de der Bibel­gar­ten unter ​„Sehens­wer­tes“ an ers­ter Stelle. 

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Der Fest­tag begann bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren mit einem ​„Markt der Mög­lich­kei­ten“ im Bibel­gar­ten, zu dem Kin­der und ihre Eltern ein­ge­la­den wur­den: Die Kin­der durf­ten aus Natur­ma­te­ria­li­en Gra­s­her­zen bas­teln, Sal­ben her­stel­len, Lese­zei­chen mit dem eige­nen Namen in hebräi­scher Schrift gestal­ten, Laven­del­säck­chen bedru­cken und befül­len, Kräu­ter­salz pro­du­zie­ren und in Glä­ser fül­len, Wind­lich­ter mit getrock­ne­ten Blu­men bekle­ben oder ein­fach nur vom Frau­en­bund geba­cke­ne Waf­feln genie­ßen. Ange­bo­ten wur­de auch ein Moses-Bibel­gar­ten-Quiz: Wer die Fra­gen erfolg­reich beant­wor­tet hat­te, bekam eine Urkun­de als Bibel­gar­ten-Exper­te überreicht.

Im Anschluss boten Her­mann Nie­der­ho­fer und Hans Mendl für Inter­es­sier­te eine Füh­rung durch den Bibel­gar­ten an und erläu­ter­te dabei das Gesamt­kon­zept sowie die sechs Sta­tio­nen, mit denen Ereig­nis­se aus dem Buch Exodus mit bota­ni­schen Mit­teln erläu­tert werden.

Es folg­te ein Fest­got­tes­dienst in der Pfarr­kir­che Jäger­wirth, der vom Rhyth­mochor und vom Kin­der­chor musi­ka­lisch gestal­tet wur­de. Nach der Lesung aus dem Buch Deu­te­ro­no­ni­um, wo auf die sie­ben Früch­te des gelob­ten Lan­des hin­ge­wie­sen wird, die von Gott geschenkt wur­den, brach­ten die Kin­der die­se Früch­te auch vor den Altar: Getrei­de, Dat­teln und Fei­gen, Gra­nat­äp­fel, Oli­ven, Honig und Weintrauben. 

Pfar­rer Wolf­gang de Jong brach­te in sei­nen Dan­kes­wor­ten sei­ne Wert­schät­zung für die enga­gier­ten Mit­ar­bei­ter des Bibel­gar­ten­teams zum Aus­druck. Der Lei­ter des Bibel­gar­ten­teams, Hans Mendl, schloss sich in sei­nem Wor­ten zum Evan­ge­li­um­text, dem Senf­korn­gleich­nis, dem Dank an, den er über das Bibel­gar­ten­team auch auf die akti­ven Mit­glie­der der Kir­chen­ver­wal­tung und des Pfarr­ge­mein­de­rats sowie auf alle Grup­pen der Pfar­rei aus­wei­te­te, ohne die es kein Pfarr­le­ben gäbe. Bei den Für­bit­ten wur­de auch der ver­stor­be­nen Team­mit­glie­der Gerd Nie­der­ho­fer und Alo­is Preiss gedacht.

Die Fei­er wur­de dann im Frei­en fort­ge­setzt. Vie­le musi­ka­li­sche Dar­bie­tun­gen ver­lie­hen der Ver­an­stal­tung einen fest­li­chen Rah­men: Der Kin­der­gar­ten gab ein Schmet­ter­lings-Lied zum Bes­ten. Der neu gegrün­de­te Frau­en­chor ​„Alma“ („jun­ge Frau“) prä­sen­tier­te meh­re­re gekonnt vor­ge­tra­ge­ne Lie­der. Der Rhyth­mochor trug das Lob­lied von John Rut­ter auf die Schöp­fung ​„Schau auf die Welt“ vor. Es folg­ten Lie­der aus den Musi­cal Joseph (Träu­mer­kleid) und Moses (Tafeln aus Ton, Milch und Honig), das ja bekannt­lich eine Jäger­wir­ther Eigen­pro­duk­ti­on war. Den Abschluss bil­de­ten die Sän­ge­rin­nen und Sän­ger des aktu­el­len Musi­cal­pro­jekts des Jäger­wir­ther Musi­cal­ver­eins, die auf ful­mi­nan­te Wei­se Lie­der aus ​„Sis­ter Act“ sangen.

Dass Essen und Trin­ken nicht zu kurz kom­men, dafür sorg­te wie gewohnt Kir­chen­pfle­ger Alo­is Wim­mer mit sei­nem Team, die ​„Lab­sal im Wein- und Oli­ven­hain“ vor­be­rei­tet hat­ten: da durf­ten neben vie­len wei­te­ren ori­en­ta­li­schen Gerich­ten Tau­ben und Wach­teln und Hüh­ner­flü­gel mit Feu­er­scho­ten und Lamm­ke­bab nicht feh­len. Bis in die Nacht hin­ein saß die Fest­ge­mein­schaft bei­ein­an­der bei guten Gesprä­chen und Gesängen.

Text: Prof. Dr. Hans Mendl

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