Foto: Bayer / pbp
Die herzlichsten Glück- und Segenswünsche konnte Bischof Stefan Oster heute Morgen am Gedenktag Johannes des Täufers bei einer Dankmesse im Dom von Domkapitularen, Mitarbeitenden und langjährigen Wegbegleitern anlässlich seines 25. Priesterjubiläums entgegennehmen. Die Predigt hielt der Salesianerpater Claudius Amann, der vor 25 Jahren bereits Osters Primizprediger war.
Die Kirche feiert am 24. Juni das Hochfest der Geburt Johannes des Täufers, darüber hinaus gedenkt der Salesianerorden an jedem 24. eines Monats „Maria, Hilfe der Christen“. In seiner Predigt zeigte Pater Claudius auf, wofür sowohl Johannes der Täufer als auch die Gottesmutter Maria stehen. „Johannes ist der Vorläufer, der sein Leben lang unermüdlich auf Jesus Christus hinweist“, so Amann. Maria ist die Mutter, die auf vielen Bildern den Betrachtenden ihr Kind zärtlich hinhält.
Sie ist auch die Schutzmantelfrau, die alles beschützt und sie ist für die Salesianer in besonderer Weise die „Helferin der Christen“, die den Menschen hilft ihre Nöte durchzustehen. „Ihre zentrale Aufgabe ist es, ihren Sohn in die Welt hineinzutragen“, so Amann weiter. Mit Blick auf die beiden großen Heiligen dieses Tages stellte Amann die Frage, was die Aufgabe eines Priesters ist? „Die zentrale Aufgabe ist dieses Hinweisen und den Herrn immer wieder in die Welt tragen.
Auf Christus hinweisen heißt: auf DEN hinweisen, von dem wirkliche Befreiung ausgeht. Er bietet uns eine tiefe Freundschaft und will uns hineinhelfen ins Leben. IHN in die Welt hinaustragen heißt: immer wieder von dem erzählen, der durch und durch liebt und heilt“, erläutert Amann. „Lieber Stefan, ich bin mir sicher, dass Du genau das als Priester und Bischof verwirklichst. Ich durfte deine Jahre des Wirkens erleben. Dein Suchen und Ringen um die Form wie wir junge Menschen mit Christus in Berührung führen und wie wir sie an das Sprechen mit Christus hinführen können.“
Hier können Sie sich die Predigt von Pater Claudius ansehen:
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Als Priester habe der junge Salesianerpater Stefan Oster eine tiefe Verbundenheit zu jungen Menschen aufgebaut und bei ihnen etwas geweckt, so dass sie wachsen und Christus entdecken konnten. „Du hast dich als Stefan gleich Johannes erwiesen, der Christus in die Welt hineinträgt. Energisch – wir kennen den Stefan — und doch auch zärtlich.“ Für die Zukunft wünschte Pater Amann Bischof Stefan, „dass Dein Herz groß und stark sei, denn was weiß man, was Gott mit Dir vorhat?“
Das Hinweisen auf Christus und das in die Welt hineinbringen sei nicht zum Nulltarif zu haben. Es kostest auch was. Wie schon Generalvikar Josef Ederer zuvor in seiner Ansprache, wünschte auch Amann seinem Mitbruder, dass ihn „die barmherzige Dreifaltigkeit von allen Seiten umgibt mit nichts als Liebe. „Wir wünschen Dir die Gnade, dass Du auch in den weiteren Jahren von der barmherzigen Dreieinigkeit immer wieder angeführt wirst und aus dieser Berührung lebst und wirkst.“
Bischof Stefan Oster bedankte sich am Ende der Messe bei allen Anwesenden. „Danke, dass Sie alle diesen Moment heute mit mir geteilt haben. Als der Herrgott in mein Leben eingegriffen hat, war meine erste Berufung: ich bin ein Salesianer.“ Er dankte von Herzen Pater Claudius. „Ich kenne niemanden, der so leidenschaftlich eintritt für junge Menschen wie Claudius.“ Bischof Stefan erinnerte sich an seine Worte, die er seinem damaligen Novizenmeister sagte, der ihn fragte, wo die Reise nun hingeht: „Ich will die Kommunion austeilen, Menschen helfen Anteil zu bekommen an DEM, der unser Leben trägt und in die Freiheit führt. Und ich bin dankbar, dass ich das bis heute tun darf. Ich bin dankbar, dass Ihr diesen Weg mit uns geht.“

