Soziales

Ich hatte einen Traum

Redaktion am 29.09.2025

Info Icon Foto: Birgit Kölbl-Grantner
Für die musikalische Umrahmung sorgten der Diözesanchor des KDFB mit Walburga Wieland (Mitte), Chorleiter Roland Rimbeck (links), Stefan Metzger (hinten links; Klavierbegleitung) und Georg Rembold (rechts) an der Posaune.

Doppeljubiläum des Katholischen Frauenbundes für 30 Jahre Bildungsfahrten und Diözesanchor gefeiert

Alles begann mit einem Traum der dama­li­gen Frau­en­bund­vor­sit­zen­den Wal­bur­ga Wie­land. Sie woll­te Men­schen zusam­men­zu­brin­gen. Ihr Traum wur­de Rea­li­tät. Seit nun­mehr drei­ßig Jah­ren berei­chern die Bil­dungs­fahr­ten und der Diö­ze­sanchor das Gemein­schafts­le­ben des Katho­li­schen Deut­schen Frau­en­bun­des der Diö­ze­se Pas­sau, kurz KDFB. In der voll­be­setz­ten Pas­sau­er Redou­te wur­de die­se Erfolgs­ge­schich­te gefei­ert, musi­ka­lisch umrahmt vom Diö­ze­sanchor unter Lei­tung von Roland Rim­beck sowie Ste­fan Metz­ger am Kla­vier und Georg Rem­bold an der Posau­ne. Clau­dia Sei­bold, die Diö­ze­san­vor­sit­zen­de konn­te zu die­sem freu­di­gen Anlass zahl­rei­che Ehren­gäs­te begrüßen. 

Sin­gen sei gesund, stär­ke die Mus­ku­la­tur, das Immun­sys­tem und baue das Stress­hor­mon Cor­ti­sol ab, so Clau­dia Sei­bold in ihrer Anspra­che. Des­halb sei der Chor jung geblie­ben, was noch auf vie­le Jah­re Diö­ze­sanchor hof­fen lasse. 

Nach einer beschwing­ten Ein­stim­mung mit Con­gra­tu­la­ti­ons“ star­te­te Wal­bur­ga Wie­land mit ihrem Rück­blick. Ich hat­te einen Traum,“ so die jung geblie­be­ne Initia­to­rin, vor drei­ßig Jah­ren, als ich zur Vor­sit­zen­den gewählt wur­de.“ Man lebe in einer wun­der­schö­nen Welt. Wenigs­ten klei­ne Tei­le davon soll­te man sich eröff­nen. Und auch aus den Sing­krei­sen in den Frau­en­bund-Zweig­ver­ei­nen könn­te man etwas Umfas­sen­de­res ent­ste­hen las­sen. Dies ist mehr als gelun­gen. Aus 17 Zweig­ver­ei­nen und einem Umkreis von 80 Kilo­me­tern kom­men heu­te die Sän­ge­rin­nen jede Woche zur Pro­be nach Pas­sau“, so Bur­gi“ Wie­land. Gemein­sam bil­den sie den Diö­ze­sanchor, der in sei­ner Zusam­men­set­zung so der ein­zi­ge in ganz Deutsch­land sei.

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Domprobst em. Hans Striedl überreichte ein Geschenk an Walburga Wieland.

Erich Kopp, der sich selbst scherz­haft als Mann im Frau­en­bund bezeich­net, nahm als enga­gier­ter Mit­or­ga­ni­sa­tor der Bil­dungs­fahr­ten die anwe­sen­den Fest­gäs­te mit auf einen visu­el­len Streif­zug durch die letz­ten drei­ßig Jah­re. Drei­ßig Jah­re“, so Kopp, das bedeu­tet 40 Fahr­ten, 80 Bus­se und sage und schrei­be rund 4000 Teilnehmer.“ 

Die ers­te Fahrt im Jah­re 1995 führ­te die Rei­sen­den, wie soll­te es anders sein, nach Rom. In beson­de­rer Erin­ne­rung sei auch die Rei­se nach Polen geblie­ben, weil eine Teil­neh­me­rin wegen Taschen­dieb­stahls eine Nacht im Arrest ver­brin­gen muss­te. Es sei wohl unklar gewe­sen, so Kopp, wer Täter oder Opfer sei. Sie sei nicht die gan­ze Nacht, son­dern nur nach­mit­tags in Arrest gewe­sen, lenk­te Bur­gi Wie­land etwas spä­ter ein. 

Eine lus­ti­ge Bege­ben­heit ereig­ne­te sich auch bei der Irland-Rei­se: Wäh­rend der Fahrt durch den Ring of Ker­ry hät­ten ihnen alle Anwe­sen­den, selbst die Poli­zei, zuge­wun­ken. Am Ende wuss­ten sie wie­so. Sie sei­en durch eine Ein­bahn­stra­ße für Bus­se in fal­scher Rich­tung gefah­ren, so Kopp schmun­zelnd. Als wei­te­re High­lights sei­en im noch ein schmerz­haf­ter Mücken­über­fall in der Pro­vence, das schwin­gen­de Weih­rauch­fass von Sant­ia­go de Com­pos­te­la und der Got­tes­dienst auf einem Fels­vor­sprung über Loch Ness in Erin­ne­rung geblie­ben. Falsch abge­bo­gen, so Kopp, sind sie dann noch ein zwei­tes Mal. In Sar­di­ni­en sei­en sie ver­bo­te­ner­wei­se durch ein Natur­schutz­ge­biet gefah­ren. Doch auch hier sei, Gott sei Dank, alles gut aus­ge­gan­gen. Ganz zum Schluss gab Erich Kopp noch das Rei­se­ziel für das kom­men­de Jahr bekannt: Das Dreiländereck.

In sei­nen Gruß­wor­ten bezeich­ne­te der em. Dom­probst Hans Striedl den Frau­en­bund als Brü­cken­pfei­ler. Ein Pfar­rer ohne Frau­en­bund ist ein armer Hund.“, so Striedl. Als Mit­bring­sel über­reich­te er Mozart­ku­geln an Chor­lei­ter Roland Rim­beck und ein Buch an Bur­gi Wie­land. Die Grü­ße für Stadt und Land­kreis Pas­sau über­brach­te der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter Armin Dickl. Frau­en­bund und Bil­dungs­fahr­ten, das sei Süden, Son­ne, aber nicht Essig­gur­ken,“ so Dickl, der damit auf unter­halt­sa­me Wei­se den Bogen spann­te von der ers­ten Rom­fahrt im Jahr 1995 bis zur dies­jäh­ri­gen Fahrt in den Spreewald. 

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Ein Herz für „Frauen in Not“ hatte Martin Wimmer vom Busunternehmen Kohl, der eine Spende an die Diözesanvorsitzende des Frauenbundes Claudia Seibold überreichte.

Nach einer kurz­wei­li­gen, musi­ka­lisch umrahm­ten Rei­se durch 30 Jah­re Bil­dungs­fahr­ten rich­te­te Wal­bur­ga Wie­land ihren Dank an lang­jäh­ri­ge Weg­be­glei­ter und Unter­stüt­zer. Ohne die Fir­ma Kohl Rei­sen, Erich Kopp und Hel­ga Hahn als gute See­le und Bus­be­glei­tung hät­ten die Bil­dungs­fahr­ten in die­ser Qua­li­tät nie durch­ge­führt wer­den kön­nen, so Wie­land. Zur Erhei­te­rung der Fest­gäs­te konn­te auch sie noch eine lus­ti­ge Geschich­te bei­steu­ern. So sei ihr noch in Erin­ne­rung, dass bei einer Fahrt eine Mit­rei­sen­de plötz­lich aus­rief: Wir müs­sen noch­mals umkeh­ren!“. War­um sol­len wir umkeh­ren? Das geht nicht, schließ­lich sind wir bereits auf der Auto­bahn!“, so Wie­land. Die betref­fen­de Per­son erwi­der­te: Wir müs­sen umkeh­ren. Ich habe die Zäh­ne zu Hau­se im Bad ver­ges­sen.“ Letzt­end­lich sei­en sie dann noch­mals umge­kehrt und hät­ten die Rei­se mit Ver­spä­tung angetreten. 

Auch bezüg­lich des Diö­ze­san­chors sprach Bur­gi Wie­land Wor­te des Dan­kes. Sie dank­te der Stadt Pas­sau für die gute Zusam­men­ar­beit hin­sicht­lich der Räum­lich­kei­ten und Bri­git­te Fruth, der stell­ver­tre­ten­den Dom­ka­pell­meis­te­rin für 8 Jah­re gute Füh­rung. Ein beson­de­res Lob gab es für Roland Rim­beck, den amtie­ren­den Chor­lei­ter, der die Sän­ge­rin­nen nach einem Absturz wie­der aus dem Tief geholt habe und nun­mehr seit 10 Jah­ren erfolg­reich die, manch­mal bereits krat­zen­den, Senio­rin­nen­stim­men zum Schwin­gen brin­ge. Eine Über­ra­schung hat­te Mar­tin Wim­mer von der Fir­ma Kohl Rei­sen im Gepäck: Er über­reich­te an die Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Clau­dia Sei­bold eine Spen­de für Frau­en in Not. 

Mit einem schwung­vol­len Kein schö­ner Land in die­ser Zeit“, gesun­gen vom Diö­ze­sanchor unter Betei­li­gung aller Anwe­sen­den, neig­te sich ein stim­mungs­vol­ler Nach­mit­tag sei­nem Ende zu.

Text: Bir­git Kölbl-Grantner

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