Bischof

550 Jahre Pfarrei Thurmansbang

Redaktion am 28.05.2026

Info Icon Foto: Hermann Scheuer

Die Pfarrei Thurmansbang feierte mit Bischof Stefan Oster SDB bei Kaiserwetter ihr 550-jähriges Bestehen in der festlich geschmückten Pfarrkirche Sankt Markus. 

Zur Begrü­ßung des Bischofs hat­ten sich die Kin­der­gar­ten­kin­der bei der Schu­le ver­sam­melt, san­gen zwei Lie­der und schwenk­ten dazu gelb-wei­ße Fähn­chen. Der Bischof sang mit, schwenk­te auch sein Fähn­chen und es gelang ihm schnell, die Kin­der­her­zen zu erobern. Im Anschluss seg­ne­te er jedes Kind. Anschlie­ßend zog der Fest­zug unter der Lei­tung von Tho­mas Thurn­rei­ter und den Blas­mu­sik­klän­gen des Musik­ver­eins Thur­mans­bang durch die mit Bir­ken und Fah­nen geschmück­ten Stra­ßen zur Kir­che. Dort begrüß­te Kir­chen­pfle­ger Kon­rad Pfo­ser Bischof Ste­fan Oster, Pfar­rer Xavier, Pater Josef, Dekan Fabi­an Feucht­in­ger und vie­le wei­te­re Ehren­gäs­te. Kon­rad Pfo­ser brach­te sei­ne Freu­de zum Aus­druck, so vie­le Gäs­te in der schö­nen baro­cken Kir­che begrü­ßen zu dürfen. 

Bischof Ste­fan Oster stell­te in der Pre­digt Gott und Jesus als ​„Die Mit­te“ ins Zen­trum: ​„Ach­tet auf eure Mit­te und hal­tet wie­der mehr zusam­men in der Gemein­schaft, satt aus­ein­an­der und gegen­ein­an­der zu agie­ren, wie es so vie­le Men­schen heu­te machen. Die Kir­che war nicht umsonst jahr­hun­der­te­lang der Mit­tel­punkt eines Ortes, um Ori­en­tie­rung und Gemein­schaft zu haben“. Die Besin­nung auf Jesus sei alter­na­tiv­los, gera­de in einer Zeit, wo die Volks­kir­che ihre Mit­te zu ver­lie­ren dro­he: ​„Ach­ten wir wie­der mehr auf unse­re Mit­te, damit wir die Stim­me des Herrn wie­der hören im lau­ten Getö­se der Welt.“ Zum Schluss der Pre­digt bedank­te sich der Bischof bei allen, die sich 550 Jah­re um die Pfar­rei geküm­mert haben: ​„Es ist schön, zu sehen, dass eine Pfar­rei so leben­dig ist wie in Thur­mans­bang. Bit­te küm­mern Sie sich wei­ter so lie­be­voll um ihre Pfar­rei. Gott seg­ne die­sen Pfarrverband“.

In sei­nem Gruß­wort beton­te der evan­ge­li­sche Pfar­rer Tho­mas Plesch, wie wich­tig es sei ange­sichts der vie­len Men­schen, die die Kir­chen ver­las­sen, ​„den Gläu­bi­gen gemein­sam zei­gen, dass sie bei uns die Mit­te fin­den kön­nen, in einer star­ken christ­li­chen Glau­bens­ge­mein­schaft.“ Stell­ver­tre­ten­de Land­rä­tin Hil­de Grei­ne wünsch­te der Pfar­rei Thur­mans­bang für die Zukunft, dass sie wei­ter­hin ein Ort der Begeg­nung und des Zusam­men­halts bleibt. Bür­ger­meis­ter Ste­fan Wag­ner sag­te, er sei ​„unend­lich stolz, das unse­re Pfar­rei, mit der Kir­che in der Mit­te des Dor­fes den Men­schen Halt, Ori­en­tie­rung und Mit­te gibt. Seit Jahr­hun­der­ten sor­ge die Alli­anz von Gemein­de und Kir­che für Sta­bi­li­tät, gera­de auch in her­aus­for­dern­den Zei­ten, wie wir sie gera­de erleben“. 

Im Anschluss gab Kir­chen­pfle­ger Kon­rad Pfo­ser noch einen kur­zen Ein­blick in die 550-jäh­ri­ge Geschich­te der Pfar­rei. Sein Dank galt auch Ger­hard Hei­nin­ger, der auf 312 Sei­ten Geschich­ten, Men­schen und Ent­wick­lun­gen aus 550 Jah­ren Pfar­rei Thur­mans­bang fest­ge­hal­ten hat, die sonst viel­leicht ver­ges­sen wor­den wären. Kon­rad Pfo­ser erin­ner­te an die vie­len Errun­gen­schaf­ten der Pfar­rei, die heu­te so selbst­ver­ständ­lich hin­ge­nom­men wer­den: ​„Unse­re Kir­chen, Kapel­len und Weg­kreu­ze, sind alles Aus­druck eines leben­di­gen Glau­bens.“ Er erin­ner­te auch an die Grün­dung des Kin­der­gar­ten St. Eli­sa­beth oder des Senio­ren­clubs oder die Mit­in­itia­ti­ve der Rumä­ni­en­hil­fe. 49 Pries­ter haben bis­her in Thur­mans­bang gewirkt, im Lau­fe der Jahr­hun­der­te gin­gen ins­ge­samt 19 Pries­ter und drei Ordens­leu­te aus der Pfar­rei her­vor. ​„In die­sem Sin­ne emp­feh­le ich Ihnen die­ses wert­vol­le Buch sehr, dass im Pfarr­hof zum Preis von 25 Euro erhält­lich ist“. Als Gast­ge­schenk über­reich­te er dem Bischof ein Exemplar. 

Mit dem Jubel­lied ​„Sin­get froh, wir haben Grund zum Dan­ken“ been­de­te der Pfarr­ver­band­schor unter der Lei­tung von Josef Ponigl den fei­er­li­chen Teil des Got­tes­diens­tes und der Bischof erteil­te den Segen für die Gläu­bi­gen. Mit dem gemein­sa­men Lied ​„Gro­ßer Gott wir loben dich“ ging der Fest­got­tes­dienst zu Ende. Am Dorf­platz emp­fin­gen die Böl­ler­schüt­zen aus Solla die Gläu­bi­gen mit Böl­ler­schüs­sen. Wäh­rend des Got­tes­diens­tes wur­de zur Fei­er des Tages der Dorf­platz mit Bull­dog- und Auto Old­ti­mern geschmückt. In der Fest­hal­le dank­te Kir­chen­pfle­ger Kon­rad Pfo­ser allen flei­ßi­gen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer der Pfarr­ge­mein­de­rä­te aus Thur­mans­bang, Sal­den­burg und Solla, die für eine rei­bungs­lo­se und flot­te Bewir­tung der Gäs­te gesorgt hat­ten. Vie­le Gläu­bi­ge nutz­ten die Gele­gen­heit mit dem Bischof ins Gespräch zu kom­men und im Lau­fe des Nach­mit­tags ging ein schö­nes Pfarr­ju­bi­lä­um zu Ende.

Text: Her­mann Scheuer 

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