Mit einem großen Festgottesdienst im Passauer Dom und einer anschließenden Bootsfahrt auf der Donau hat der Diözesanverband der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Passau ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Mehrere Hundert Mitglieder und Gäste aus der gesamten Diözese Passau nahmen an den Feierlichkeiten teil.
Mit einer lebendigen und warmherzigen Predigt hat Jugendpfarrer Hubertus Kerscher beim 75-jährigen Jubiläum der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Bistum Passau die zentrale Botschaft der christlichen Hoffnung in den Mittelpunkt gestellt: Jeder Mensch hat Würde – unabhängig von Leistung, Zahl oder äußeren Kriterien.
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Ausgehend vom Evangelium sprach Kerscher über das Gleichnis vom verlorenen Schaf. „Ökonomisch macht das überhaupt keinen Sinn – 99 Schafe in der Wüste zurücklassen, um einem einzigen nachzugehen“, erklärte er. Und doch zeige Jesus mit diesem Bild: In Gottes Augen ist jeder Einzelne unendlich wertvoll. Mit einem Schmunzeln erzählte er von einem Gespräch mit einem KLJB-Landwirt, der ihm den Wert eines Tieres anhand von Gewicht und äußeren Merkmalen erklärte. „Das sind die Kriterien, nach denen wir gewohnt sind, Wert zu bestimmen. Doch im Evangelium gilt ein anderer Maßstab.“
Kerscher schlug den Bogen zur KLJB, die seit 75 Jahren in der Diözese aktiv ist: „Von Sonntagsschutz und Umweltschutz bis hin zu Projekten in der ‘Einen Welt’ und klaren Positionen gegen Rechtsextremismus – immer wieder habt ihr gezeigt, dass ihr diesen besonderen Blick auf den Menschen lebt.“
Auch Stimmen aus dem Vorstand ließ er in die Predigt einfließen. Geschäftsführerin Antonia Kölbl habe gesagt: „Du kannst bei uns kommen, mitmachen und dich einbringen, so wie du bist.“ Vorstandskollege Raphael Brandstetter habe ergänzt: „Man kommt vielleicht wegen der Schnitzel, aber man bleibt wegen der Gemeinschaft.“ Und die geistliche Leiterin Isabella Jaufmann habe es mit dem Bild des Herzens zusammengefasst: „Man ist mit dem Herzen bei der Landjugend dabei – mit seinem ganzen Sein.“
Nach dem Gottesdienst, der live aus dem Dom übertragen wurde, zogen rund 470 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem feierlichen Festzug durch die Altstadt zur Donaulände. Angeführt von der Blaskapelle Malgersdorf präsentierten zahlreiche Ortsgruppen und Kreise ihre Fahnen. Hinter dem Diözesanvorstand mit der neu geweihten Fahne reihten sich die Ehrengäste und ehemaligen Diözesanvorsitzenden ein. Auf dem Schiff begrüßte der Diözesanvorstand die Festgesellschaft und überreichte allen Teilnehmenden ein Erinnerungsgeschenk. Vor der Kulisse der Passauer Altstadt bot sich Gelegenheit für Erinnerungsfotos und den Blick auf den Sonnenuntergang, während die Fahrt in Richtung Österreich führte.
Auf dem Schiff begrüßte der Diözesanvorstand die Festgesellschaft und überreichte allen Teilnehmenden ein Erinnerungsgeschenk. Vor der Kulisse der Passauer Altstadt bot sich Gelegenheit für Erinnerungsfotos und den Blick auf den Sonnenuntergang, während die Fahrt in Richtung Österreich führte. Begleitet von Blasmusik wurde den Gästen ein Drei-Gänge-Menü serviert, bevor DJ Light Signal die Bootsparty eröffnete. Bis zur Rückkehr des Schiffs nach Passau gegen 23 Uhr wurde ausgelassen gefeiert. Ein besonderer Dank galt den Helferinnen und Helfern der KLJB München und Freising, dem Malteser Hilfsdienst sowie der Polizeiinspektion Passau, die zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beitrugen.
Text: Redaktion / Isabella Jaufmann

