Bistum

Glaube als Grundlage

Tamina Friedl am 28.12.2025

Info Icon Foto: Tamina Friedl / pbp

Bei einem gemeinsamen Gottesdienst im Passauer Stephansdom am Fest der Heiligen Familie hat Bischof Stefan Oster den Abschluss des Heiligen Jahres gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen gefeiert. Domchor und Dombläser begleiteten den Gottesdienst mit der „Missa brevis pro anno sancto“, eigens komponiert von Domkapellmeister Andreas Unterguggenberger. 

Bischof Ste­fan Oster sprach in sei­ner Pre­digt über den Zusam­men­hang zwi­schen Glau­be und Hoff­nung. So sei Glau­be zunächst die Grund­la­ge des­sen, was man hof­fe. Aber: Wie ver­tieft sich der Glau­be, bis er zu die­ser Grund­la­ge wird?“ Der Glau­be sei zum einen etwas, was sich im Den­ken erschlie­ße. Zum ande­ren äuße­re er sich auch im Gefühls­aus­druck. Weder Den­ken noch Gefühl ist schon auto­ma­tisch Über­zeu­gung“, gibt Bischof Oster jedoch zu den­ken. Über­zeu­gung sei letzt­lich mit dem Han­deln ver­bun­den und kom­me mit dem inne­ren Ja“, einer inne­ren Ent­schie­den­heit. In die­sem Moment begin­ne auch so etwas wie die Grund­la­ge, aus der her­aus man sein Leben gestal­te. Ein Bei­spiel dafür gebe auch die Hei­li­ge Fami­lie. Maria habe Jesus erkannt. Das sei ein Erken­nen, das mit Ver­trau­en und Lie­be zusam­men­hän­ge und Hoff­nung bringe.

Die Hoff­nung des Chris­ten ist immer über die Umstän­de hinaus.”

Bischof Stefan Oster

Bischof Ste­fan habe in die­sem Hei­li­gen Jahr gelernt, dass es einen Unter­schied gebe zwi­schen Opti­mis­mus und Hoff­nung. Der Opti­mist glau­be, dass die Umstän­de bes­ser wer­den. Der Christ der die­se Grund­la­ge hat, dass der Herr mit ihm geht, der hofft auch dann noch, wenn die Umstän­de sich nicht bes­sern“, so der Bischof. Eben weil er als Grund­la­ge des­sen, was er hofft, die Gegen­wart des Herrn habe.

Vor genau einem Jahr hat Bischof Ste­fan Oster den Beginn des Hei­li­gen Jah­res im Bis­tum Pas­sau ein­ge­läu­tet. Damals seg­ne­te er die Gläu­bi­gen beim Ein­zug mit dem Kreuz des Jubi­lä­ums­jah­res. Ein Jahr spä­ter am Ende des Got­tes­diens­tes wur­de das Kreuz nun wie­der durch das bekann­te Fal­ler-Kreuz ersetzt und das Hei­li­ge Jahr auch auf die­se Wei­se beendet.

Im Anschluss an den Got­tes­dienst tra­fen sich die Gläu­bi­gen zuletzt am UNHCR-Zelt im Dom­hof. Das Zelt hat­te dort im Hei­li­gen Jahr einen dau­er­haf­ten Platz und infor­mier­te über die Situa­ti­on von Flücht­lin­gen auf der gan­zen Welt. Dia­kon Gün­ther Jäger, der die Akti­on ins Leben geru­fen und sich selbst auch in die­sem Jahr wie­der auf der Insel Les­bos für Geflo­he­ne enga­giert hat, dankt allen Betei­lig­ten. Das Zelt bleibt dem Bis­tum als Dau­er­leih­ga­be erhal­ten. Möge die­ses Zelt wei­ter in unse­ren Her­zen und Gedan­ken blei­ben“, so Jäger. Hoff­nung schöp­fen und Per­spek­ti­ven geben: Das ist es, was wir tun kön­nen.“ Das, was Ein­zel­ne wie Gün­ther Jäger tun, sei kein Trop­fen auf dem hei­ßen Stein, so auch Bischof Ste­fan. Er brin­ge den Men­schen etwas davon ent­ge­gen, was er glaubt. Und damit viel­leicht auch neue Hoffnung.

Hoff­nung schöp­fen und Per­spek­ti­ven geben: Das ist es, was wir tun können.”

Diakon Günther Jäger

Die musi­ka­li­sche Gestal­tung des Got­tes­diens­tes lag erneut in den Hän­den des Dom­chors und der Dom­blä­ser unter der Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger, die die Fei­er mit Unter­gug­gen­ber­gers Mis­sa bre­vis pro anno sanc­to“ ein­drucks­voll mit­ge­stal­te­ten. An der Orgel waren Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel und Dom­kan­tor Maxi­mi­li­an Jäger zu hören.

Die Predigt von Bischof Stefan Oster hier zum Nachhören:

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