Bild: Pater Thomas
„Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas.“ Unter diesem Motto rufen auch die deutschen Bischöfe am kommenden dritten Adventssonntag zur Unterstützung der bundesweiten Adveniat-Weihnachtsaktion der katholischen Kirche auf. Bischof Vicente Ferreira von Livramento de Nossa Senhora war im Bistum Passau zu Gast.
Im Jahr der Weltklimakonferenz in Belém an der Amazonas-Mündung und zehn Jahre nach der Umwelt- und Sozial-Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus rückt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die Situation der indigenen Völker und die Ausbeutung der Regenwälder in den Mittelpunkt.
„Der weltweite Hunger nach Rohstoffen, Holz und Fleisch, frisst die Lebengrundlage der indigenen Völker am Amazonas auf und erstickt die Lunge der Welt“, erklärt Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier. Deshalb unterstütze Adveniat die indigenen Gemeinschaften dabei, die Menschenrechte, Landrechte und das Recht auf sauberes Wasser zu schützen und sich der Ausbeutung durch nationale, multinationale Konzerne und Regierungen entgegenzustellen.
Zu Gast im Bistum Passau war der brasilianische Bischof Dom Vicente Ferreira, um über die Herausforderungen in seinem Land zu berichten. Hierzu nahm er u.a. an einem politischen Nachtgebet in der Votivkirche Passau teil. Im Anschluss hielt er vor Ort einen Vortrag. In Neukirchen v. Wald feierte der Bischof Gottesdienst mit der Gemeinde und hielt auch hier einen Vortrag, um dann mit den Gästen über sein Land ins Gespräch zu kommen. Er besuchte außerdem das Mentorat der Abteilung Schulen und Hochschule im Bistum Passau und tauschte sich mit den Studentinnen und Studenten aus, dort kam dann auch spontan Bischof Nikolaus vorbei, um den Bischofs-Kollegen aus Brasilien zu begrüßen (Bilderglaerie siehe unten). Darüber hinaus stand auch noch ein Treffen mit Passaus Oberhirte Bischof Stefan Oster auf dem Programm, wo im Gespräch die Herausforderungen der Kirche heute im Mittelpunkt standen.
Interview mit Bischof Vicente Ferreira aus Brasilien:
Ihnen entgeht ein toller Beitrag!
Mit Schwester Elis dos Santos von der Casa Amazônica in Manaus und Bischof Vicente Ferreira von Livramento de Nossa Senhora konnten dieses Jahr zwei Teilnehmer der Weltklimakonferenz als Gäste der Adveniat-Weihnachtsaktion begrüßt werden. Beide gelten als Vorbilder, die – wie von Papst Franziskus vor zehn Jahren in seiner Sozial- und Umwelt-Enzyklika Laudato si‘ gefordert – den Schrei der Mutter Erde und den Schrei der Armen hören. Sie waren zu Gast bei der offiziellen Eröffnung der Adveniat Aktion Ende November im Bistum Mainz.
Die Weihnachtskollekte in den Gottesdiensten am 24. und 25. Dezember 2025 ist deutschlandweit für Adveniat bestimmt. Die deutschen Bischöfe schreiben in ihrem Spendenaufruf: Die diesjährige Weihnachtsaktion des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat „hilft indigenen Gemeinschaften, ihre Rechte zu schützen und zerstörerischen Eingriffen entgegenzuwirken. Dies ist wichtig für uns alle. Denn die Regenwälder mit ihrer Vielfalt an Tieren und Pflanzen sind für die ganze Menschheit unverzichtbar. Mit Ihrer Spende bei der Weihnachtskollekte, die den Projekten von Adveniat zugutekommt, tragen Sie gemeinsam mit den indigenen Völkern zur Bewahrung der Schöpfung und zur Rettung unserer Welt bei. Bitte zeigen Sie Ihre Verbundenheit mit den Menschen in Lateinamerika durch Ihre großherzige Spende und Ihr Gebet.“
Text: Adveniat / pbp


