Das glauben wir

„Fasst neue Hoffnung!“ – Adventsimpulse 2025

Stefanie Hintermayr am 23.12.2025

Info Icon Foto: Simona Kehl

Mit Gedanken Bernhards von Clairvaux (1090-1153), interpretiert von Dozent Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner, Leiter von Spectrum Kirche Passau, begleiten wir Sie durch den Advent 2025. „Fasst neue Hoffnung!“ Unter diesem Titel laden wir Sie ein, sich jeden Tag vom 1. Advent bis Heiligabend mit einem kurzen geistlichen Impuls inspirieren zu lassen. Gesegneten Advent mit den Adventsimpulsen!

Adventsimpuls zum Heiligabend

Cur Deus homo? War­um wird Gott Mensch. So frag­te Anselm von Can­ter­bu­ry und Abt Bern­hard von Clairvaux mit ihm. War­um tut er sich das über­haupt an? Die Ant­wort des honig­flie­ßen­den Leh­rers Bern­hard von Clairvaux lau­tet: ​„Er ist ja in die Welt gekom­men, um sei­ne Woh­nung in den Men­schen mit den Men­schen und für die Men­schen auf­zu­schla­gen, um unse­re Fins­ter­nis zu erleuch­ten, unse­re Mühen zu erleich­tern und die Gefah­ren abzu­wen­den.“ Seit der Christ­nacht sind wir Men­schen nicht mehr unbe­haust, denn nun lebt Gott in uns!

Ihnen entgeht ein toller Beitrag!

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Adventsimpuls zum 23. Dezember

„Am mor­gi­gen Tag also wer­den wir die Majes­tät Got­tes sehen, aber in uns, nicht in ihm selbst: wir wer­den die Majes­tät in der Nied­rig­keit sehen, die Kraft in der Schwä­che, Gott im Men­schen.“ Ist das nicht groß­ar­tig: Gott in uns, der Gro­ße in uns Klei­nen, der Star­ke in uns Schwachen.

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Adventsimpuls zum 22. Dezember

Nach der Rede von der ers­ten und zwei­ten Got­tes­ge­burt folgt die drit­te Got­tes­ge­burt: ​„Könn­ten wir uns doch als ein Bet­le­hem im Lan­de Juda erwei­sen, so dass er uns die Gna­de schenkt, in uns gebo­ren zu wer­den, und wir zu hören ver­die­nen: Euch wird die Son­ne der Gerech­tig­keit auf­ge­hen, wenn ihr Gott fürch­tet! Das ist die ent­schei­den­de Got­tes­ge­burt, die Geburt Jesu in unse­ren, in mei­nem Herzen.

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Adventsimpuls zum 21. Dezember

Von der ers­ten Got­tes­ge­burt, aller Zeit vor­aus, war ges­tern die Rede. Abt Bern­hard fährt fort: ​„Damit er also, soweit es fass­bar ist, offen­bar wer­de, ist Chris­tus gebo­ren wor­den; er ist gebo­ren wor­den in der Zeit, aus dem Fleisch im Fleisch, denn das Wort ist Fleisch gewor­den,“ wie wir am Weih­nachts­tag hören. Das ist die zwei­te Got­tes­ge­burt, die his­to­ri­sche Geburt Jesu des Soh­nes Got­tes in Betlehem.

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Adventsimpuls zum 20. Dezember

„Vor lan­ger Zeit ist Chris­tus gebo­ren wor­den. Vor lan­ger Zeit und noch vor­her. Chris­tus ist also nicht nur vor die­ser unse­rer Zeit gebo­ren wor­den, son­dern vor allen Zei­ten. Frei­lich, jene Geburt hüll­te sich in Fins­ter­nis oder viel­mehr: sie wohnt in unzu­gäng­li­chem Licht; sie ist ver­bor­gen im Her­zen des Vaters.“ Wie das zu ver­ste­hen ist, erklärt das Glau­bens­be­kennt­nis: ​„Aus dem Vater gebo­ren vor aller Zeit.“ Aller Zeit vor­aus ging Jesus aus dem Vater her­vor. Wir nen­nen das die ers­te Gottesgeburt.

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Adventsimpuls zum 19. Dezember

„Jesus Chris­tus, der Sohn Got­tes, wird zu Bet­le­hem in Juda gebo­ren.“ Wes­sen Herz wäre aus Stein, dass sei­ne See­le nicht bei die­sem Wort schmel­zen wür­de? Was könn­te Süße­res ver­kün­det wer­den, wel­che Kun­de könn­te erfreu­li­cher sein? Ist jemals etwas Der­ar­ti­ges gehört wor­den, hat die Welt je ein­mal Ähn­li­ches ver­nom­men? ​„Jesus Chris­tus, der Sohn Got­tes, wird zu Bet­le­hem in Juda gebo­ren.“ Welch‘ unglaub­li­che Botschaft!

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Adventsimpuls zum 18. Dezember

„Die Stim­me der Freu­de erschallt in unse­rem Land, die Stim­me des Jubels und des Hei­les in den Zel­ten der Sün­der. Ver­nom­men wird das gute Wort, das Wort des Tros­tes, wert, dass man es beher­zigt. Lasst euer Lob erschal­len, ihr Ber­ge, all ihr Bäu­me der Wäl­der, klatscht in die Hän­de vor dem Ange­sicht des Herrn, denn er ist gekom­men! ​„Ver­nimm, o Erde, doch vor allem du, o Mensch: ​„Jesus Chris­tus, der Sohn Got­tes, wird zu Bet­le­hem in Juda gebo­ren.“ Die gan­ze Schöp­fung fei­ert sei­ne Geburt.

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Adventsimpuls zum 17. Dezember

An wel­chem Ort wird Jesus gebo­ren? ​„In Bet­le­hem im Lan­de Juda. Es geziemt sich ja nicht, dass wir Bet­le­hem so ohne wei­te­res über­ge­hen. ​„Lasst uns nach Bet­le­hem hin­über­ge­hen (Lk 2,15), sagen die Hir­ten, nicht; ​„Lasst uns Bet­le­hem über­ge­hen.“ Machen wir uns nach Bet­le­hem auf, gehen wir nicht dar­an vorbei!

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Adventsimpuls zum 16. Dezember

„Wenn im Übri­gen eine See­le in ihrem Fort­schritt so weit gekom­men ist – was frei­lich im Hin­blick auf uns Mön­che viel hei­ßen will –, dass Maria ein Stern des Mee­res und voll der Gna­de ist, dass sie in sich den Hei­li­gen Geist trägt, der über sie gekom­men ist, dann, glau­be ich, wird er sich nicht ver­schmä­hen, nicht nur in ihr, son­dern auch aus ihr gebo­ren zu wer­den,“ so Bern­hard von Clairvaux. Unglaub­lich! Gott will in einem jeden von uns gebo­ren werden!

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Adventsimpuls zum 15. Dezember

„Wie es näm­lich nicht mög­lich ist, Gott ohne Glau­ben zu gefal­len, so kann man den Men­schen nicht ohne Sanft­mut gefal­len. Ganz zu Recht wer­den wir dar­in ermahnt, bereit zu sein, sowohl mit Gott, des­sen Majes­tät wir sehen sol­len, in Ein­klang zu ste­hen, als auch mit unse­rer Gemein­schaft, sodass wir ihn in glei­cher Wei­se in uns selbst sehen. Wir müs­sen uns um das Gute nicht nur vor Gott, son­dern auch vor den Men­schen küm­mern, damit wir nicht nur ihm, son­dern auch unse­ren Mit­bür­gern lieb sein können.“

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Adventsimpuls zum 14. Dezember

Gott schau­en. Ist das für den Men­schen über­haupt mög­lich, so fragt Abt Bern­hard kri­tisch? Und sei­ne Ant­wort lau­tet: ​„Der Ein­tritt in die Fül­le des Lich­tes, das Ein­tau­chen in die Abgrün­de der Klar­heit und das Woh­nen im unzu­gäng­li­chen Licht ist nichts für die­se Zeit, auch nicht für den Leib. Das ist für das Ende auf­ge­spart.“ Am Ende wird uns Gott gran­di­os überraschen!

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Adventsimpuls zum 13. Dezember

„An jenem Tag, dem kein wei­te­rer fol­gen wird, wird ihm der gerech­te Rich­ter den Kranz der Gerech­tig­keit geben. Dann wird er sehen und über­flie­ßen, sein Herz wird stau­nen und sich öff­nen“ (Jes 60,5). Wie weit aber wird es sich öff­nen, so fragt uns heu­te Bern­hard von Clairvaux? ​„Bis es die Majes­tät Got­tes sieht. Glaubt nicht mei­ne Brü­der, dass ich fähig bin, euch die­se Ver­hei­ßung mit Wor­ten auszudrücken!“

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Adventsimpuls zum 12. Dezember

„Heu­te wird uns ein klei­nes Kind gebo­ren, damit der Mensch sich nicht mehr ver­mes­sen erhe­be, son­dern damit wir uns eher bekeh­ren und wer­den wie die klei­nen Kin­der; mor­gen aber wir der gro­ße und lob­wür­di­ge Herr erschei­nen, damit auch wir mit Lob­ge­sang ver­herr­licht wer­den. Gewiss wird er die, die er heu­te recht­fer­tigt, mor­gen erhö­hen, und der Voll­endung in der Hei­lig­keit wird die Schau der Majes­tät fol­gen. Die Schau aber wird nicht gering sein, denn sie kann nur in Ähn­lich­keit bestehen. Wir wer­den ihn sehen, wie er ist.“ (1 Joh 3,2) Wel­che Freu­de wird dies für uns Men­schen sein: wir dür­fen Gott schauen!

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Adventsimpuls zum 11. Dezember

„Der Ein­ge­bo­re­ne Got­tes, die Son­ne der Gerech­tig­keit, ist ja des­we­gen wie die Ker­ze des uner­mess­li­chen und strah­len­den Lichts in den Ker­ker die­ser Welt als Licht gekom­men und ent­flammt wor­den, damit alle, die erleuch­tet wer­den wol­len, an ihn her­an­tre­ten und sich mit ihm ver­ei­nen, so dass nichts Tren­nen­des mehr zwi­schen ihnen und ihm ist.“ Unse­re Sün­den näm­lich ste­hen zwi­schen uns und Gott. (Jes 59,2) Sind sie aber getilgt, dann müs­sen wir vom wah­ren Licht erleuch­tet und zu einem Leib ver­bun­den wer­den, und wir wer­den eins mit ihm; so wird ein erlo­sche­nes Licht mit einem leuch­ten­den und bren­nen­den Licht unmit­tel­bar ver­bun­den, damit es von neu­em leuch­te,“ so der doc­tor mel­li­flu­us, der honig­flie­ßen­de Leh­rer Abt Bernhard.

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Adventsimpuls zum 10. Dezember

„Alle ihr Men­schen­kin­der, hört (Ps 48,2f.).: Erhebt euch, die ihr im Staub liegt, und stimmt ein Lob­lied an, denn der Arzt kommt zu den Kran­ken, der Erlö­ser zu den Ver­sklav­ten, der Weg zu den Irren­den, das Leben zu den Toten. Es kommt der, der alle unse­re Sün­den in die Tie­fe des Mee­res ver­senkt, der alle unse­re Gebre­chen heilt, der uns auf sei­nen eige­nen Schul­tern zum Ursprung der eige­nen Wür­de trägt.“ Erhe­be dich, Mensch, dein Arzt kommt, Hei­lung naht!

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Adventsimpuls zum 9. Dezember

„Drei Ver­ei­ni­gun­gen schuf jene all­mäch­ti­ge Majes­tät, indem es unser Fleisch annahm, so wun­der­bar ein­zig und ein­zig wun­der­bar, (mira­bi­li­ter sin­gu­la­ria et sin­gu­la­ri­ter mira­bi­lia), dass sol­ches weder je gesche­hen ist noch künf­tig auf Erden gesche­hen kann. Ver­ei­nigt haben sich näm­lich Gott und Mensch, Mut­ter und Jung­frau, Glau­be und Menschenherz.“

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Adventsimpuls zum 8. Dezember

Auf die Fra­ge, wie­viel Lie­be des Men­schen zu Gott Got­tes wür­dig sei, ant­wor­tet der honig­flie­ßen­de Leh­rer Abt Bern­hard: ​„Wenn auch das Geschöpf weni­ger liebt, weil es gerin­ger ist, so fehlt den­noch nichts, wenn es aus sei­nem gan­zen Sein liebt und alles gibt, was es ist und hat.“

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Adventsimpuls zum 7. Dezember

„Bet­le­hem bedeu­tet ​„Haus des Bro­tes“. Wenn du also dei­ne See­le mit der Nah­rung des gött­li­chen Wor­tes sät­tigst und gläu­big jenes Brot, das vom Him­mel kommt und der Welt das Leben gibt, den Leib des Herrn Jesus Chris­tus, mit zwar nicht wür­di­ger, aber doch dei­nen Kräf­ten ent­spre­chen­der Ehr­furcht auf­nimmst, wenn du schließ­lich aus dem Glau­ben lebst und kei­nes­wegs seuf­zen musst, weil du ver­ges­sen hast, dein Brot zu essen, dann bist du Bet­le­hem gewor­den und wür­dig, den Herrn auf­zu­neh­men, nur darf das Bekennt­nis nicht feh­len,“ so Bern­hard, der Grün­der des Klos­ters Clairvaux.

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Adventsimpuls zum 6. Dezember

„Beden­ke schließ­lich, dass er in Bet­le­hem in Juda gebo­ren wird, und rich­te dei­ne Sor­ge dar­auf, wie auch du als ein ​„Bet­le­hem in Juda“ erkannt wirst, dann wird er es sich gefal­len las­sen, auch in dir auf­ge­nom­men zu wer­den. “ Sei auch du ein Bet­le­hem, dann wird ER auch in Dir geboren!

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Adventsimpuls zum 5. Dezember

Wie Jesus von uns Men­schen an Weih­nach­ten auf­ge­nom­men wer­den will, erklärt Bern­hard von Clairvaux so: ​„Viel­leicht hät­te jemand glau­ben kön­nen, es müss­te ein erha­be­ner Palast für ihn gesucht wer­den, damit der König der Herr­lich­keit mit Glanz auf­ge­nom­men wer­de. Aber nicht des­we­gen kam er von jenem könig­li­chen Thron her­ab. An all die­sem hat­te er in den Him­meln Fül­le, die Armut aber wur­de in ihnen nicht gefun­den. Auf Erden frei­lich gab es kei­nen Man­gel an ihr, nein, sie herrsch­te aller­orts, und der Mensch kann­te ihren Wert nicht. Nach ihr ver­lang­te der Sohn Got­tes, und dar­um stieg er her­ab um sie zu erwäh­len und um sie durch sei­ne Wert­schät­zung auch uns kost­bar zu machen. Schmü­cke dein Gemach, Sion, aber mit Demut, aber mit Armut! Er steigt her­ab, damit wir zu ihm auf­stei­gen können.“

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Adventsimpuls zum 4. Dezember

War­um Jesus in Bet­le­hem, einem unbe­deu­ten­den Städt­chen, gebo­ren wur­de, erklärt uns Bern­hard von Clairvaux so: ​„Nicht ein­mal das ist unpas­send für den, der unse­ret­we­gen arm gewor­den ist, obwohl er reich ist; und obwohl er der gro­ße und hoch­ge­prie­se­ne Herr ist, ist er für uns als klei­nes Kind gebo­ren.“ Der Gro­ße wird klein, damit wir Klei­nen groß werden.

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Adventsimpuls zum 3. Dezember

„War­um ist Got­tes Sohn Mensch gewor­den, wenn nicht des­halb, dass er die Men­schen zu Kin­dern Got­tes macht?“, so fragt uns heu­te Abt Bern­hard. ​„Wer aber ver­mag sei­nem Wil­lem zu wider­ste­hen?“ (Röm 9.19). Jesus ist es, der uns recht­fer­tigt: wer könn­te uns da ver­dam­men? Chris­tus ist es, der uns heilt, wer könn­te uns da ver­wun­den? Der Sohn Got­tes ist es, der uns erhöht: wer könn­te (uns) da erniedrigen“?

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Adventsimpuls zum 2. Dezember

„Fasst neue Hoff­nung, ihr Ver­lo­re­nen“, so for­dert der Kir­chen­leh­rer Bern­hard von Clairvaux sei­ne Mön­che im 12. Jh. und uns heu­te auf. ​„Jesus kommt, um zu suchen und zu ret­ten, was ver­lo­ren ist. Ihr Kran­ken, fasst wie­der Kraft: Chris­tus kommt, der mit der Sal­bung sei­nes Erbar­mens die heilt, die zer­knirsch­ten Her­zens sind. Jubelt alle, die ihr nach Hohem ver­langt: Got­tes Sohn steigt zu euch her­ab, um euch zu Mit­er­ben sei­nes Rei­ches zu machen.“ Welch ein her­un­ter­ge­kom­me­ner Gott!

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Adventsimpuls zum 1. Dezember

„Was bedeu­tet es, dass Gott in Chris­tus zu uns gekom­men ist? War­um sind nicht viel­mehr wir zu ihm gegan­gen?“ So fragt Bern­hard von Clairvaux in einer Advents-pre­digt. Bern­hards Ant­wort: Weil es ein dop­pel­tes Hin­der­nis gab: Unse­re Augen waren näm­lich in Fins­ter­nis gehüllt, jener aber wohnt in unzu­gäng­li­chem Licht (1 Tim 6,15); auch lagen wir gelähmt im Kran­ken­bett und konn­ten uns nicht zu jener gött­li­chen Erha­ben­heit auf­rich­ten. Des­halb stieg der Erlö­ser und See­len­arzt voll Güte von sei­ner Höhe her­ab und mil­der­te für unse­re schwa­chen Augen sei­nen strah­len­den Glanz. Es gebührt sich, ​„dass der Kran­ke, auch wenn er nicht imstan­de ist, einem sol­chen Arzt zur Begeg­nung wei­ter ent­ge­gen­zu­ge­hen, doch wenigs­tens ver­sucht, sein Haupt zu heben und sich zur Begrü­ßung des Kom­men­den auf­zu­rich­ten, so gut er es ver­mag.“ So erhebt euer Haupt, euer Erlö­ser naht!

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Adventsimpuls zum 30. November

War­um wur­de Gott in Jesus Chris­tus Mensch, einer wie wir, die Sün­de aus­ge­nom­men? Wel­ches ist der Anlass sei­nes Kom­mens? Dar­auf ant­wor­tet der Abt und Kir­chen­leh­rer Bern­hard von Clairvaux im 12. Jh.: ​„Wie wun­der­bar ist doch die Her­ab­las­sung Got­tes, der den Men­schen sucht, wie groß die Wür­de des Men­schen, der so gesucht wird. Woll­te er sich die­ser Wür­de rüh­men, wäre er gewiss nicht töricht: Nicht, weil er sich ein­bil­de­te, gleich­sam aus sich selbst etwas zu sein, son­dern weil der, der ihn geschaf­fen hat, ihn zu sol­cher Wür­de erho­ben hat.“ (Ps 8)

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