Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
Der Deutsche Caritasverband hat seine Jahreskampagne 2026 in Passau gestartet. Unter dem Motto „Zusammen geht was – Caritas verbindet Generationen“ will sich Caritas und Kirche für Solidarität einsetzen. Das haben Caritaspräsidentin Eva Welskop-Defaa und Bischof Stefan Oster SDB bei der großen Auftaktveranstaltung bekräftigt.
Der generationsübergreifende Zusammenhalt in unserer Gesellschaft steht im Zentrum der diesjährigen Caritas-Jahreskampagne unter dem Motto „Zusammen geht was – Caritas verbindet Generationen“. In Zeiten des demografischen Wandels, sozialer Herausforderungen und Klimawandel kann die Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden. Deswegen setzen sich Caritas und Kirche mit der Jahreskampagne verstärkt dafür ein, dem Anspruch der Generationen gerecht zu werden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern – mit Unterstützung von Politik und Wissenschaft. Das wurde bei der Auftaktveranstaltung auf dem Schiff am Schiffsanleger direkt am Rathausplatz in Passau deutlich. Nach der Begrüßung der Fest- und Ehrengäste sowie aller Mitfeiernden durch Diözesan-Caritasdirektorin Andrea Anderlik betonte Eva Welskop-Defaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbands, die Kraft der Caritaseinrichtungen für ein Zusammenwirken der Generationen: „In all unseren generationsübergreifenden Projekten sieht man, wie Alt und Jung eine wahre Superkraft entwickeln, wenn sie zusammenarbeiten.“
Ihr Engagement für Solidarität und ein Miteinander der Generationen bekräftigt haben dann die Caritaspräsidentin, Bischof Stefan Oster, Passaus 2. Bürgermeister Andreas Rother, der Passauer Landrat Raimund Kneidinger, Bezirkstagpräsident Dr. Olaf Heinrich und Caritaswissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Bleyer auf dem Podium. Auf die Frage, was Generationen voneinander brauchen, antwortete Bischof Oster, dass kirchliche Feste wie gerade Weihnachten und der christliche Glaube die Basis für ein Miteinander der Generationen seien: „Ich bin überzeugt, dass Feste, die motivieren, dass alle zusammenkommen, der Kit sind!“ Daraufhin erklärte der 2. Bürgermeister Rother: „Ich bin überzeugt, dass der Dialog das Wichtigste ist. Und da kann Politik einen wesentlichen Beitrag leisten.“ Und Landrat Kneidinger meinte: „Respekt und Verständnis voneinander und füreinander ist das Wichtigste.“ Mit dem Pflegesektor als Positivbeispiel in Zeiten des demografischen Wandels betonte Bezirkstagpräsident Heinrich: „Wir haben viel gute bestehende Solidarität (…). Aber es braucht eine Umverteilung der Lasten.“ Und zum Engagement der Universität Passau ging Prof. Bleyer genauer auf den bereits seit 30 Jahren bestehenden Studiengang Caritaswissenschaften als Beispiel für neue Wege ein, die beschritten werden. „Mit diesen neuen Wegen gelingt ein Miteinander der Generationen“, meinte er und berichtete von jungen Studierenden, die mit erfahrenem Personal caritativer Einrichtungen z. B. im Rahmen von Praktika gut zusammenarbeiteten. Und was braucht die Pflege als ein großer Bereich generationsübergreifenden Zusammenwirkens? So lautete schließlich die letzte Frage, auf die Impulse kamen wie: Ganzheitliche Angebote (Welskop-Defaa), ein Miteinander der Generationen in den Familien zuhause (Anderlik) und persönliche Kontakte gegen das generationsübergreifende Problem der Einsamkeit (Bleyer). Aus Sicht von Caritasdirektorin Anderlik wertvolle Impulse, für die sie sich in ihrem Schlusswort bedankte: „Wir schaffen Begegnungsorte und fördern sie. Dann nur können wir gemeinsam eine zukunftsfähige Gesellschaft schaffen und in eine gute Zukunft gehen.“
„Wir schaffen Begegnungsorte und fördern sie. Dann nur können wir gemeinsam eine zukunftsfähige Gesellschaft schaffen und in eine gute Zukunft gehen.”
Miteinander der Generationen – Podcast zur Caritas-Jahreskampagne
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Generationsübergreifender Kampagnenauftakt
Dass der Kampagnenauftakt in diesem Jahr in Passau stattfindet, freute besonders auch die beiden Caritasvorstände Andrea Anderlik und Stefan Seiderer – zumal dieser noch ein generationsübergreifender war. Auf das Nach dem Podiumsgespräch ging es noch in den Altstadtkindergarten St. Stephan. Von da aus ging es nach einem kleinen Rundgang mit Kindern und Erzieherinnen und Erziehern noch ins Kulturmodell, wo das Kinder-Senioren-Kunstprojekt zur Kampagne „Kinder machen Kunst“ vorgestellt wurde. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Caritas alle Generationen verbindet, begonnen von der Kindertagesstätte bis hin zur Senioren- und Pflegeeinrichtung – ganz dem Kampagnenmotto getreu: „Zusammen geht was — Caritas verbindet Generationen“.
Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
Mehr zum Auftakt und zur Jahreskampagne
Einen ausführlichen Presseartikel zum Auftakt der Jahreskampagne finden Sie hier auf der Website des Diözesan-Caritasverbands Passau, auf der Sie zudem alle weiteren Informationen rund um die Jahreskampagne finden.


