Foto: KEB Freyung-Grafenau
Ein eindrucksvolles musikalisches Erlebnis bot sich den Besucherinnen und Besuchern beim Auftakt der Musikreihe „Musica Sacra“ in der Stadtpfarrkirche Freyung: Der aus Hutthurm stammende Organist und Komponist Tobias Klein präsentierte ein ebenso anspruchsvolles wie fein abgestimmtes Programm mit niederbayerischem Akzent.
Die Konzertreihe „Musica Sacra“ findet im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung „Musik in Bayern“ statt und wird von der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Freyung-Grafenau (KEB) in Kooperation mit dem Kulturkreis Freyung sowie dem Referat Kirchenmusik des Bistums Passau organisiert. Die Reihe lädt von nun an jeden Montag bis zum 2. November jeweils um 14 Uhr zu weiteren Konzerten in die Stadtpfarrkirche Freyung ein. Zudem finden auch an anderen Tagen weitere musikalische Highlights, zum Teil auch am Abend statt.
Die Auswahl von Tobias Klein spannte einen Bogen durch die barocke Orgelmusik und verband klangliche Vielfalt mit regionaler Verankerung. Neben der kraftvollen „Toccata secunda“ von Johann Kaspar Kerll erklangen auch Werke von Johann Nepomuk Fuhrmann, einer historisch besonders interessanten Persönlichkeit mit Bezug zur Region. Dessen Kompositionen, „Parthia E‑Dur“ und „Das Glockhen Spill zu Rom in der S. Petri Kürchen“, die Tobias Klein eigens aus einem Manuskript ediert hatte, überzeugten durch ihren galanten Stil und ihre eingängige Musikalität. Abgerundet wurde das Programm durch die „Toccata ottava“ von Georg Muffat, die mit ihrer stilistischen Dichte und Ausdrucksstärke einen eindrucksvollen Schlusspunkt setzte.
Das Konzert war sehr gut besucht, sowohl Gäste der Landesausstellung als auch zahlreiche Musikinteressierte aus Freyung und der umliegenden Region nutzten die Gelegenheit, dieses kulturelle Highlight mitzuerleben. Auch Dr. Peter Wolf vom Haus der Bayerischen Geschichte war unter den Anwesenden und äußerte sich begeistert über das außergewöhnliche Programm, das auf eindrucksvolle Weise musikalische Qualität mit lokalem Bezug verband.
Mit seiner Interpretation und der klugen Programmgestaltung gelang es Tobias Klein, historische Musik lebendig werden zu lassen und zugleich einen starken Bezug zur niederbayerischen Kulturgeschichte herzustellen. Ein Konzertauftakt, der Lust auf die kommenden Wochen mit der Reihe „Musica Sacra“ macht.
Text: KEB Freyung-Grafenau



