Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
Neun ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger wurden nach ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss mit ihrem Dienst beauftragt. Ihre Urkunden haben sie beim Gottesdienst in der Andreaskapelle Passau erhalten, ihre Ausrüstung bei der anschließenden Feierstunde im Haus St. Maximilian.
Neun Frauen und Männer werden künftig als ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und ‑seelsorger im Bistum Passau Menschen, die in eine Not- oder Extremsituationen geraten sind, beistehen. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung haben sie im Rahmen eines Gottesdienstes in der Andreaskapelle am Passauer Dom ihre Urkunden erhalten und wurden mit diesem ehrenamtlichen Dienst beauftragt. „Heute ist ein besonderer Tag! Der erste Ausbildungskurs zum ehrenamtlichen Notfallseelsorger findet mit Ihrer Aussendung sein Ende. (…) Sie wollen jetzt Ihr Herz in Not geratenen Menschen zur Verfügung stellen, um ihnen beizustehen.“ Mit diesen Worten begrüßte der Hauptzelebrant Domkapitular Gerhard Auer, Abteilungsleiter Seelsorge und Begleitung, die Ausgesandten zu Beginn des Gottesdienstes. Den sieben Frauen und zwei Männern war die Freude dann auch sichtlich anzumerken, dass sie ihren Dienst nun antreten können.
Die neuen ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger
- Elisabeth Maria Eckl, Region Vilshofen/Aicha v. W.
- Werner Siegfried Gropp, Region Altötting-Burghausen/ Altötting
- Theresia Gruber, Region Pocking/Fürstenzell
- Kathrin Seiler, Region Pocking/Rotthalmünster
- Juscha Karin Azira Stuber-Kranixfeld, Region Hauzenberg/Salzweg
- Bettina Sturm, Region Passau-Stadt/ Passau
- Rebecca Susanna Anna Sürth, Region Altötting-Burghausen/ Marktl a. I.
- Anja Voggenreiter, Region Vilshofen/Vilshofen
- Michael Waxenberger, Region Altötting-Burghausen/ Altötting
„Mir ist es ein Anliegen, Menschen, die gerade in einer Notsituation sind, für deren Seele und auch für deren Wohl zu sorgen. Und für das bin ich bereit und gebe mein hörendes Herz her.”
Unterstützt werden die Ehrenamtlichen von ihren jeweiligen Regionalbeauftragten. Beim Gottesdienst mit dabei waren: Diakon Benjamin Bößenroth und Sabine Beck für den Raum Altötting-Burghausen, Pfarrer Michael Brunn, neuer Diözesanbeauftragter für die Notfallseelsorge (ab Januar 2026), für den Raum Passau, Pfarrer Andreas Rembeck, stellvertretender Diözesanbeauftragter für die Notfallseelsorge, für den Raum Pocking und Prodekan Sebastian Wild für den Raum Vilshofen. Zudem mit dabei war Diakon Anton Cuffari, Leiter der Stabsstelle für Qualifizierung Ehrenamtlicher für Pastorale Grundaufgaben im Bistum Passau. Pastoralreferent Dieter Schwibach, scheidender Diözesanbeauftragter für die Notfallseelsorge, war verhindert. Für eine feierliche musikalische Umrahmung sorgte die Musikerin Steffi Rösch.
„In der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, mit dem trauernden, aus der Situation gerissenen Menschen in der Stille da sein zu können und mit ihm das Leid mitzutragen.”
Aussendung mit Urkundenübergabe
Vor der feierlichen Aussendung mit Urkundenübergabe richtete Pfarrer Andreas Rembeck in seiner Predigt das Wort an die neun Frauen und Männer. Bei der Notfallseelsorge gehe es nicht um blinden Aktionismus, so wie es heute oft der Fall sei, sondern darum, Halt und Stabilität zu geben und mit Einfühlungsvermögen für die Menschen da zu sein. „Es geht darum, die Situation wahrzunehmen und die Menschen darin zu bestärken, wo sie es brauchen. (…) Als Christinnen und Christen sind wir im Kern unseres Glaubens Notfallseelsorger.“
Ehrenamt Notfallseelsorgerin/ Notfallseelsorger - Podcast zum Thema
Ihnen entgeht ein toller Beitrag!
Domkapitular Gerhard Auer war es dann eine große Freude, die neun Ausgesandten zu segnen und ihnen mit den besten Wünschen und Gottes Segen für ihren Dienst die Urkunden zu überreichen. Ihre persönliche Schutzausrüstung hat er ihnen bei der Feierstunde im Anschluss an den Gottesdienst im Haus St. Maximilian überreicht, wo die Aussendung mit einem gemeinsamen Mittagessen ihren Ausklang fand.
„Wenn unsere neu ausgesandten Notfallseelsorgerinnen und ‑seelsorger in den Einsatz gehen, wünsche ich ihnen den Geist Gottes, dass sie die richtigen Worte finden und dass sie die Kraft zum Schweigen haben, um mit den Menschen das Leid auszuhalten.”
Notfallseelsorge-Ausbildung
Durch den Tod einer nahestehenden Person oder einem dramatischen Ereignis wie beispielsweise Hochwasser geraten Menschen in eine Extremsituation, wo Notfallseelsorger zum Einsatz kommen. Sie unterstützen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, indem sie Angehörigen und Betroffenen Beistand leisten und für sie da sind. Darauf bereitet der rund 80 Unterrichtseinheiten fassende Ausbildungskurs für Ehrenamtliche zur Mitarbeit in der Notfallseelsorge vor. Nachdem der erste jetzt 2025 abgeschlossenen wurde, wird 2026 ein neuer Kurs starten. Weitere Informationen rund um den Ausbildungskurs zum/zur ehrenamtlichen Notfallseelsorgerin bzw. –seelsorger sowie Ansprechpartner und Kontakt finden Sie hier:


