Weltkirche

Bischof Oster bei europäischer Tagung zur Synodalität

Armin Berger am 18.09.2026

Info Icon MIG-Pictures e.U./Michaela Greil
In Puchberg bei Wels diskutierten 187 Vertreterinnen und Vertreter der Kirche aus 31 Ländern über die Zukunft der Synodalität in Europa.

Wie kann die Kirche in Europa mit Spannungen und unterschiedlichen theologischen und kulturellen Perspektiven umgehen? Mit dieser Frage haben sich mehr als 180 Menschen aus über 30 Ländern bei der Tagung „Shaping Synodality in Europe“ in Wels beschäftigt. Unter ihnen war auch Bischof Dr. Stefan Oster SDB.

Das Sym­po­si­um wur­de orga­ni­siert von der Abtei­lung für Syn­oda­li­tät an der Katho­li­schen Pri­vat-Uni­ver­si­tät Linz (KU Linz) in Zusam­men­ar­beit mit der Euro­päi­schen Taskforce des Rates der euro­päi­schen Bischofs­kon­fe­ren­zen (CCEE). Es soll­te einen wich­ti­gen Schritt auf dem Weg des von Papst Fran­zis­kus ange­sto­ße­nen welt­wei­ten syn­oda­len Pro­zes­ses mar­kie­ren, der von Papst Leo XIV. kon­se­quent wei­ter­ver­folgt wer­de, so der Wunsch der Orga­ni­sa­to­ren. Im Mit­tel­punkt stan­den gemein­sa­me Lit­ur­gien, per­sön­li­che Gesprä­che nach der Metho­de ​„Gespräch im Hei­li­gen Geist“ sowie Vor­trä­ge und Zeug­nis­se. Ins­ge­samt 187 Kir­chen­ver­tre­ter aus 31 Län­dern, dar­un­ter zwei Kar­di­nä­le, 21 Bischö­fe, Theo­lo­gin­nen und Theo­lo­gen, pas­to­ral Ver­ant­wort­li­che, Ordens­leu­te und Stu­die­ren­de nah­men nach Anga­ben der Orga­ni­sa­to­ren an der Tagung teil und haben über die wei­te­re Umset­zung der Welt­syn­ode mit Blick auf die nächs­te gesamt­kirch­li­che Ver­samm­lung 2028 beraten.

Info Icon Foto: MIG-Pictures e.U./Michaela Greil
Insgesamt 187 Kirchenvertreter aus 31 Ländern haben in Puchberg vom 14. bis 17. September über die weitere Umsetzung der Weltsynode mit Blick auf die nächste gesamtkirchliche Versammlung 2028 beraten. Auf der linken Seite ist Dr. Bischof Stefan Oster SDB (4.v.l.) zu sehen.

Aus dem Bis­tum Pas­sau waren neben Bischof Oster Hans Käser aus Kell­berg und Dr. Anna Hen­ner­sper­ger, die als Mode­ra­to­rin im Orga­ni­sa­ti­ons­team mit­wirk­te, dabei.

Für Bischof Oster zeig­te die Tagung vor allem die ver­bin­den­de Kraft per­sön­li­cher Begeg­nung: ​“Die­se Tage in Wels/​Schloss Puch­berg waren für mich sehr wert­voll. Über 180 Men­schen aus mehr als 30 Län­dern haben gemein­sam über ​‘Sha­ping Syn­oda­li­ty in Euro­pe’ nach­ge­dacht – über die Zukunft der Kir­che in Euro­pa im Zei­chen der Syn­oda­li­tät. Was ich dabei erlebt habe, war ein gro­ßes Herz für Euro­pa und für die Kir­che, das alle Teil­neh­men­den über kul­tu­rel­le und theo­lo­gi­sche Gren­zen hin­weg ver­bun­den hat. Wir haben mit­ein­an­der gebe­tet, ein­an­der zuge­hört und sind der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wie Kir­che in Euro­pa syn­oda­ler wer­den kann. Durch die Metho­de des ​‘Gesprächs im Hei­li­gen Geist’ und durch ech­te per­sön­li­che Begeg­nung ist etwas gewach­sen, das ich als kon­struk­ti­ven Weg zum ehr­li­chen Mit­ein­an­der erle­be. Ich bin über­zeugt: Syn­oda­li­tät im Ver­ständ­nis von Papst Fran­zis­kus kann eine ech­te Ant­wort sein auf die vie­len Span­nun­gen und Pola­ri­sie­run­gen in und außer­halb der Kir­che. Für mich bleibt sie eine gro­ße Hoff­nung für die Kir­che in einer schwie­ri­gen Zeit – und wenn uns das gelingt, auch eine Hoff­nung für eine pola­ri­sier­te Gesellschaft.”

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