MIG-Pictures e.U./Michaela Greil
Wie kann die Kirche in Europa mit Spannungen und unterschiedlichen theologischen und kulturellen Perspektiven umgehen? Mit dieser Frage haben sich mehr als 180 Menschen aus über 30 Ländern bei der Tagung „Shaping Synodality in Europe“ in Wels beschäftigt. Unter ihnen war auch Bischof Dr. Stefan Oster SDB.
Das Symposium wurde organisiert von der Abteilung für Synodalität an der Katholischen Privat-Universität Linz (KU Linz) in Zusammenarbeit mit der Europäischen Taskforce des Rates der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Es sollte einen wichtigen Schritt auf dem Weg des von Papst Franziskus angestoßenen weltweiten synodalen Prozesses markieren, der von Papst Leo XIV. konsequent weiterverfolgt werde, so der Wunsch der Organisatoren. Im Mittelpunkt standen gemeinsame Liturgien, persönliche Gespräche nach der Methode „Gespräch im Heiligen Geist“ sowie Vorträge und Zeugnisse. Insgesamt 187 Kirchenvertreter aus 31 Ländern, darunter zwei Kardinäle, 21 Bischöfe, Theologinnen und Theologen, pastoral Verantwortliche, Ordensleute und Studierende nahmen nach Angaben der Organisatoren an der Tagung teil und haben über die weitere Umsetzung der Weltsynode mit Blick auf die nächste gesamtkirchliche Versammlung 2028 beraten.
Foto: MIG-Pictures e.U./Michaela Greil
Aus dem Bistum Passau waren neben Bischof Oster Hans Käser aus Kellberg und Dr. Anna Hennersperger, die als Moderatorin im Organisationsteam mitwirkte, dabei.
Für Bischof Oster zeigte die Tagung vor allem die verbindende Kraft persönlicher Begegnung: “Diese Tage in Wels/Schloss Puchberg waren für mich sehr wertvoll. Über 180 Menschen aus mehr als 30 Ländern haben gemeinsam über ‘Shaping Synodality in Europe’ nachgedacht – über die Zukunft der Kirche in Europa im Zeichen der Synodalität. Was ich dabei erlebt habe, war ein großes Herz für Europa und für die Kirche, das alle Teilnehmenden über kulturelle und theologische Grenzen hinweg verbunden hat. Wir haben miteinander gebetet, einander zugehört und sind der Frage nachgegangen, wie Kirche in Europa synodaler werden kann. Durch die Methode des ‘Gesprächs im Heiligen Geist’ und durch echte persönliche Begegnung ist etwas gewachsen, das ich als konstruktiven Weg zum ehrlichen Miteinander erlebe. Ich bin überzeugt: Synodalität im Verständnis von Papst Franziskus kann eine echte Antwort sein auf die vielen Spannungen und Polarisierungen in und außerhalb der Kirche. Für mich bleibt sie eine große Hoffnung für die Kirche in einer schwierigen Zeit – und wenn uns das gelingt, auch eine Hoffnung für eine polarisierte Gesellschaft.”

