Bischof

Bischof Oster besucht Frauenhaus Passau

Redaktion am 15.07.2026

Info Icon Foto: Doris Zauner

Ein Besuch, der bewegt hat: Bischof Stefan Oster informierte sich im Frauenhaus des SkF über die Situation von Frauen, die vor häuslicher Gewalt fliehen mussten. 

Für das Team und die Bewoh­ne­rin­nen war der Ter­min ein wich­ti­ges Zei­chen der Wert­schät­zung. Zugleich nut­ze die neue Vor­stand­schaft des Trä­ger­ver­eins SkF die Gele­gen­heit, sich per­sön­lich bei Bischof Oster vor­zu­stel­len und beton­te, dass die­se wich­ti­ge Arbeit mit genau­so viel Herz­blut wie bis­her fort­ge­führt wer­den wird. Erschwert wird die­se Auf­ga­be durch das neue Gewalt­schutz­ge­setz, das für das Frau­en­haus Pas­sau zusätz­li­che finan­zi­el­le Belas­tun­gen bedeu­tet, wel­che die wert­vol­le Arbeit, die dort geleis­tet wird, erschweren. 

Frauenhaus vor neuen Herausforderungen

Seit 35 Jah­ren bie­tet das Frau­en­haus Schutz, Bera­tung und einen siche­ren Ort für Betrof­fe­ne häus­li­cher Gewalt. Durch das neue Gewalt­schutz­ge­setz stei­gen die Anfor­de­run­gen – und damit die Kos­ten. Des­we­gen bat die Vor­stand­schaft Bischof Oster um Unterstützung.

Ein Ort des Schutzes

Bei sei­nem Rund­gang sprach Bischof Oster mit Mit­ar­bei­te­rin­nen und Bewoh­ne­rin­nen und erhielt Ein­bli­cke in den oft her­aus­for­dern­den All­tag der Ein­rich­tung. Die Schick­sa­le der Frau­en, geprägt von Angst, Mut und dem Wunsch nach einem Neu­an­fang, berühr­ten ihn sichtbar.

Es ist ein Dienst am Men­schen, der Hoff­nung schenkt, wo Hoff­nung ver­lo­ren schien“, sag­te Oster. Die Kir­che, so beton­te er, sei hier nicht nur Beob­ach­te­rin, son­dern seit vie­len Jah­ren Mit­trä­ge­rin des Schutzauftrags.

Erfahrungen aus Malawi

Beson­ders ein­drück­lich schil­der­te der Bischof, wie sehr ihn sein Besuch in Mala­wi geprägt habe. Dort hat­te er Frau­en getrof­fen, die unter extre­men Bedin­gun­gen leben und häu­fig kei­ner­lei Schutz vor Gewalt haben. Vie­le sei­en wirt­schaft­lich abhän­gig, gesell­schaft­lich benach­tei­ligt und ohne Zugang zu Hilfe.

Wenn Frau­en kei­ne Mög­lich­keit haben, sich in Sicher­heit zu brin­gen, ver­lie­ren sie oft jede Per­spek­ti­ve“, so Oster. Die Begeg­nun­gen in Mala­wi hät­ten ihm noch ein­mal vor Augen geführt, wie wich­tig Ein­rich­tun­gen wie das Frau­en­haus Pas­sau sei­en – und wie wert­voll es sei, dass Frau­en hier nicht allein gelas­sen werden.

Anerkennung für das Team

Im Gespräch wür­dig­te der Bischof die Pro­fes­sio­na­li­tät und die mensch­li­che Beglei­tung, die das Team täg­lich leis­tet. Die Arbeit sei anspruchs­voll und oft unsicht­bar, aber für die Betrof­fe­nen lebens­ver­än­dernd. Die Diö­ze­se wer­de sich wei­ter­hin dafür ein­set­zen, dass Frau­en in Pas­sau Schutz und Unter­stüt­zung finden.

Ein Besuch mit Signalwirkung

Für das Frau­en­haus war der Besuch ein star­kes Zei­chen der Ver­bun­den­heit. Die Aner­ken­nung des Bischofs zeigt: Die Arbeit der Ein­rich­tung wird gese­hen – und sie bleibt ein unver­zicht­ba­rer Bestand­teil des sozia­len Net­zes in der Regi­on. In die­sem Geist wur­de der Ober­hir­te gebe­ten, die Schirm­herr­schaft für die Jubi­lä­ums­fei­er 35 Jah­re SkF und Frau­en­haus Pas­sau“ zu über­neh­men. Die Anfra­ge steht sym­bo­lisch für das Ver­trau­en und die enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Kir­che und Träger.

Das Jubi­lä­um soll nicht nur fei­ern, was erreicht wur­de, son­dern auch sicht­bar machen, wie wich­tig die Arbeit des Frau­en­hau­ses heu­te ist – und wie sehr Pas­sau davon pro­fi­tiert, dass Frau­en hier einen siche­ren Ort finden.

Ein Besuch, der nachwirkt

Als der Bischof das Frau­en­haus wie­der ver­lie­ßen, blieb etwas zurück: das Gefühl, dass die­se Ein­rich­tung nicht allein­steht. Dass ihre Arbeit gese­hen wird. 

Text: Doris Zauner

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