Bischof

Sport verbindet Menschen über Grenzen hinweg

Redaktion am 11.06.2026

Info Icon Bild: pbp / Susanne Schmidt
Passaus Bischof Dr. Stefan Oster SDB ist der Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz.

Zum Beginn der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada heute Abend (11. Juni 2026) hat der Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), die verbindende Kraft des Sports hervorgehoben. 

Die Welt­meis­ter­schaft sei ein Anlass zur Freu­de und zur welt­wei­ten Begeg­nung. Zugleich aber auch eine Erin­ne­rung dar­an, dass ein glo­ba­les Sport­er­eig­nis die­ser Grö­ße Ver­ant­wor­tung für Men­schen­wür­de, Fair­ness und Gemein­wohl trage.

Eine Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft begeis­tert Men­schen auf allen Kon­ti­nen­ten. Mil­lio­nen fie­bern mit, fei­ern gemein­sam und tei­len die Hoff­nung auf fai­re und span­nen­de Spie­le. Gera­de in einer Zeit, die von Krie­gen, gesell­schaft­li­chen Span­nun­gen und wach­sen­der Pola­ri­sie­rung geprägt ist, kann der Sport Räu­me der Begeg­nung öff­nen und Brü­cken über Gren­zen, Spra­chen und Kul­tu­ren hin­weg bau­en“, erklär­te Bischof Oster.

Die glaub­wür­di­ge Kraft des Sports zeigt sich dort, wo der Mensch im Mit­tel­punkt steht: die Sport­ler, die Fans, die vie­len Hel­fe­rin­nen und Hel­fer – vor allem auch jene, die am Rand ste­hen oder wenig Teil­ha­be erfahren.”

Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz

Mit Blick auf die Gast­ge­ber­län­der wür­dig­te Bischof Oster die Viel­falt Nord­ame­ri­kas als Chan­ce für Ver­stän­di­gung und Gast­freund­schaft. Dass die­se Welt­meis­ter­schaft in den USA, Mexi­ko und Kana­da aus­ge­tra­gen wird, macht sicht­bar, wie sehr der Fuß­ball Men­schen unter­schied­li­cher Her­kunft, Prä­gung und Lebens­wirk­lich­keit zusam­men­füh­ren kann. Die­se Viel­falt ist eine Stär­ke – und zugleich ein Auf­trag, nie­man­den aus dem Blick zu verlieren.“

Bischof Oster erin­ner­te dar­an, dass gro­ße Sport­er­eig­nis­se nicht los­ge­löst von den gesell­schaft­li­chen Rea­li­tä­ten statt­fin­den, in denen sie aus­ge­tra­gen wer­den. Wo Tau­sen­de Men­schen zusam­men­kom­men und Mil­lio­nen welt­weit zuschau­en, geht es nicht nur um sport­li­chen Wett­be­werb. Fra­gen der sozia­len Gerech­tig­keit, der Migra­ti­on, der Teil­ha­be, des Schut­zes wirt­schaft­lich benach­tei­lig­ter Men­schen und des ver­ant­wort­li­chen Umgangs mit Res­sour­cen gehö­ren zum Umfeld eines sol­chen Tur­niers. Gera­de des­halb soll­te eine Welt­meis­ter­schaft nicht nur ein Fest des Fuß­balls sein, son­dern auch ein Zei­chen dafür, dass Fair­ness und Respekt über den Sport hin­aus Bedeu­tung haben.“

Dabei dür­fe der Fuß­ball nicht auf wirt­schaft­li­che Inter­es­sen redu­ziert wer­den, so Bischof Oster wei­ter. Die glaub­wür­di­ge Kraft des Sports zeigt sich dort, wo der Mensch im Mit­tel­punkt steht: die Sport­ler, die Fans, die vie­len Hel­fe­rin­nen und Hel­fer – vor allem auch jene, die am Rand ste­hen oder wenig Teil­ha­be erfahren.“

Mit Blick auf das größ­te Gast­ge­ber­land stell­te Bischof Oster fest: Die USA bege­hen wäh­rend die­ser Welt­meis­ter­schaft auch das 250. Jubi­lä­um ihrer Unab­hän­gig­keit. Dies ist ein guter Anlass, an eine Grund­über­zeu­gung der Foun­ding Fathers‘ zu erin­nern: dass alle Men­schen gleich erschaf­fen und mit unver­äu­ßer­li­chen Rech­ten aus­ge­stat­tet sind. Im Ver­lauf der ame­ri­ka­ni­schen Demo­kra­tie­ge­schich­te sind die Frei­heits­räu­me mit der Zeit wei­ter und inklu­si­ver gewor­den. Aktu­ell ist jedoch an vie­len Stel­len die gegen­tei­li­ge Ten­denz zu beob­ach­ten. Umso wich­ti­ger ist es, dass die US-ame­ri­ka­ni­schen Bischö­fe immer wie­der beto­nen: Es gilt, die Wür­de jedes Men­schen zu schüt­zen, gera­de auch die Wür­de von Migran­ten und beson­ders vul­ner­ablen Per­so­nen. Aus kirch­li­cher Sicht ist klar: Die Men­schen­wür­de muss Maß­stab allen Han­delns blei­ben, im Sport eben­so wie in Poli­tik, Wirt­schaft und Gesellschaft.“

Den Spie­lern, Ver­ant­wort­li­chen und Fans wünsch­te Bischof Oster einen fried­li­chen und begeis­tern­den Ver­lauf des Tur­niers: Ich hof­fe auf Spie­le, die von sport­li­cher Lei­den­schaft, Fair­ness und gegen­sei­ti­ger Ach­tung geprägt sind. Möge die­se Welt­meis­ter­schaft zei­gen, dass Wett­be­werb und Gemein­schaft kein Wider­spruch sind. Beson­ders der deut­schen Natio­nal­mann­schaft wün­sche ich ein erfolg­rei­ches Tur­nier – vor allem aber Team­geist, Ver­trau­en und die Erfah­rung eines Mit­ein­an­ders, das über das Tur­nier hinauswirkt.“

Quel­le: dbk

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