“Kürzlich hat mich der Griechisch-Katholische Bischof Petro Loza besucht. Er ist Hirte der Eparchie (=Bistum) Sokal-Zhovka, ganz im Westen der Ukraine. Wir haben intensiv über die Situation der Christen in der Ukraine gesprochen, auch über die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges. Diese treffen die Diözese von Bischof Petro weniger unmittelbar, auch wenn es bisweilen Luftalarm und Angriffe gibt, aber natürlich weit seltener als im Kriegsgebiet im Osten. Freilich aber gibt es intensive mittelbare Auswirkungen, vor allem durch die in den Krieg eingezogenen Männer, die zunächst schlicht von ihren Familien weg sind. Und natürlich leben ihre Familien ständig in der Angst, sie könnten verwundet oder getötet werden.
Alle hoffen und beten, dass der Krieg bald beendet wird — und dass der Prozess des Wiederaufbaus, aber auch der Heilung der physischen und psychischen Wunden beginnen kann. Wir haben unsere Hilfe zugesagt.
Griechisch-Katholische Kirchen haben ein eigenes Kirchenrecht, feiern die Liturgie im byzantinischen Ritus, sind aber mit Rom uniert und anerkennen den Papst als ihr Oberhaupt. Bischof Petro ist seit 2024 im Amt, von Papst Franziskus ernannt. Er spricht auch hervorragend Deutsch, weil er einen Großteil seiner theologischen Ausbildung in Innsbruck empfangen hat. Ich bitte um Euer Gebet für die Ukraine und besonders auch für unsere christlichen Geschwister aller Konfessionen im Land.”

