Vom 3. bis 7. Juni unternahmen CAJler*innen aus Passau und Freiburg gemeinsam eine Bildungsreise nach Brüssel unter der Leitung von Diözesansekretär Franz Schlüsselhuber. Im Mittelpunkt standen dabei europäische Politik, Geschichte, Kultur und Gemeinschaft. Auf dem abwechslungsreichen Programm standen unter anderem Besuche des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission, des Hauses der Europäischen Geschichte, des Parlamentariums, des Atomiums sowie verschiedener historischer Stadtviertel. Auch die Spuren des CAJ-Gründers Joseph Cardijn spielten während der Reise eine besondere Rolle.
Nach der Ankunft in der belgischen Hauptstadt bezog die Gruppe ihr Quartier in einem Jugendhostel im Brüsseler Stadtzentrum, das für die kommenden vier Nächte als Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt diente.
Der zweite Reisetag begann mit einer Stadtführung durch verschiedene Viertel Brüssels. Gemeinsam mit einer deutschen Stadtführerin erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die Geschichte, Kultur und Entwicklung der europäischen Metropole. Anschließend blieb Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und persönliche Eindrücke zu sammeln.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission. Dort erhielt die Gruppe interessante Einblicke in die Arbeit der Europäischen Union und erfuhr, wie politische Entscheidungen auf europäischer Ebene vorbereitet und getroffen werden. Den Abend ließ die Gruppe im Tour & Taxis ausklingen – einem ehemaligen Güter- und Zollgelände, das heute als moderner Ort für Begegnung, Kultur und Veranstaltungen genutzt wird.
Am dritten Tag stand zunächst das Haus der Europäischen Geschichte auf dem Programm. Die Jugendlichen erhielten dort einen anschaulichen Überblick über die Entwicklung Europas von seinen historischen Ursprüngen bis in die Gegenwart. Interaktive Ausstellungen vermittelten eindrucksvoll die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen des Kontinents. Besonders die Ausstellungen zu den beiden Weltkriegen und zur europäischen Einigung regten zum Nachdenken an und verdeutlichten die Bedeutung eines friedlichen und geeinten Europas. Am Nachmittag besuchte die Gruppe das Parlamentarium, das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments. An zahlreichen interaktiven Stationen konnten die Teilnehmer*innen nachvollziehen, wie das Europäische Parlament arbeitet, welche Aufgaben die Abgeordneten übernehmen und wie Entscheidungen innerhalb der Europäischen Union getroffen werden. Der Tag klang bei einem gemeinsamen Abendessen und einem Spieleabend im Hotel aus.
Der vierte Reisetag führte die Gruppe zunächst zum Atomium, einem der bekanntesten Wahrzeichen Belgiens. Die beeindruckende Architektur, spannende Ausstellungen zur Entstehungsgeschichte des Bauwerks sowie die spektakulären Ausblicke über Brüssel hinterließen bei den allen Mitreisenden einen bleibenden Eindruck. Darüber hinaus erhielten sie Einblicke in die Geschichte der Weltausstellung von 1958, für die das Atomium ursprünglich errichtet wurde.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt der Reise für die CAJ-Gruppe war die Begegnung mit der Geschichte von Joseph Cardijn, dem Gründer der Christlichen Arbeiterjugend. Die Gruppe besuchte Orte seines Wirkens und setzte sich mit seinem Engagement für junge Menschen und sozialer Gerechtigkeit auseinander. Dabei wurde deutlich, wie aktuell viele seiner Ideen auch heute noch sind und wie sie die Arbeit der CAJ bis heute prägen.
Neben den zahlreichen Besichtigungen blieb während der gesamten Reise genügend Zeit für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten. So konnten nicht nur neue Eindrücke gesammelt, sondern auch bestehende Freundschaften vertieft und neue Kontakte geknüpft werden.
Die Reise nach Brüssel bot allen vielfältige Einblicke in die europäische Politik, die Geschichte des Kontinents und die Arbeit der CAJ. Mit vielen neuen Erfahrungen, Eindrücken und Erinnerungen im Gepäck trat die Gruppe schließlich die Heimreise an.
Text: Franz Schlüsselhuber (Diözesansekretär CAJ Passau)

