Das glauben wir

Altöttinger Initiative: Deutschland bete(t) Rosenkranz

Redaktion am 01.10.2025

Das hellblaue Logo der Initiative kann man unterschiedlich verstehen. Das zweite „t“ beim Verb kann als Feststellung und Imperativ gemeint sein. Info Icon Foto: Manfred Benkert
Inzwischen beten deutschlandweit jeden Mittwoch an rund 850 Orten Menschen den Rosenkranz. Das hellblaue Logo der Initiative kann man unterschiedlich verstehen. Das zweite „t“ beim Verb kann als Feststellung und Imperativ gemeint sein.

„Alle Gläubigen sollten im Monat Oktober täglich den Rosenkranz beten und dabei Gott um Frieden in der Welt bitten!“ Das sagte Papst Leo XIV. vergangenen Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Hintergrund: die katholische Kirche begeht den Oktober traditionell als "Rosenkranz-Monat". Eine Initiative aus Altötting macht derweil in ganz Deutschland Schule: „Deutschland bete(t) Rosenkranz“.  

Vom Sau­lus zum Pau­lus oder: Ein frei­er Wirt­schaft­ler mit Hang zu Eso­te­rik und tran­szen­den­ta­ler Medi­ta­ti­on wird zum Gebets­grün­der und Voll­mis­sio­ni­ar. Man­fred Ben­kert hat eine außer­ge­wöhn­li­che Lebens­wen­de erfahren.

Per­len statt Pen­del, Mama­mo­bil statt Medi­ta­ti­on und Blatt­gold-Madon­na statt Bud­dha-Sta­tue: Seit dem Dezem­ber 2019 betet Ben­kert mit 20 bis 30 Men­schen jeden Mitt­woch um 18 Uhr im Frei­en in Alt­öt­ting den Rosen­kranz. Inzwi­schen wur­de dar­aus eine deutsch­land­wei­te Bewe­gung, die Initia­ti­ve Deutsch­land bete(t) den Rosen­kranz“. Das zwei­te t“ im Verb ist im Logo ein Rosen­kranz. Es kann als Impe­ra­tiv oder als Fest­stel­lung gemeint sein“, erklärt der 57-Jährige.

Info Icon Bild: Manfred Benkert
Der Altöttinger Manfred Benkert und seine „Allzweckwaffe“, der Rosenkranz. Er ist der Gründer der Initiative „Deutschland bete(t) Rosenkranz“. In Zeiten des Krieges möchte er mit seinen ganz eigenen geistigen Mitteln für Frieden kämpfen.

Denn das kann fest­ge­stellt wer­den: An rund 850 Orten deutsch­land­weit beten nach Ben­kerts Anga­ben zwi­schen 10 000 und 20 000 Men­schen seit­her den Rosen­kranz. Ins­be­son­de­re jetzt im Okto­ber. Der zehn­te Monat des Jah­res ist näm­lich der Rosenkranz-Monat. 

Wenn der zwei­fa­che Vater Ben­kert von sei­nen zahl­rei­chen Rosen­krän­zen spricht, redet er von All­zweck­waf­fen“. In Zei­ten des Kriegs und der gesell­schaft­li­chen Spal­tung kämpft Ben­kert mit sei­nen ganz eige­nen geis­ti­gen Mit­teln. Unse­re Initia­ti­ve soll eine Frie­dens­bot­schaft aus­sen­den und zugleich öffent­li­ches Zeug­nis für den christ­li­chen Glau­ben sein“, so der Ur-Alt­öt­tin­ger mit dem Urver­trau­en auf Gott. So soll die Mari­en­ver­eh­rung publik gemacht wer­den. Dabei hat Ben­kert bei sich zuhau­se eben­falls zwei von ihm ver­ehr­te Mari­as: Einer­seits sei­ne 15-jäh­ri­ge Toch­ter Anna Maria und schließ­lich sei­ne Ehe­frau Maria. Die Leh­re­rin hat er ken­nen­ge­lernt, als er 2005 zu Beginn der Fas­ten­zeit in Alt­öt­ting mit zwei Frau­en ins Gespräch kam. Von ihnen erhielt er zehn CDs, die auch über Gefah­ren der Eso­te­rik erzähl­ten. Eine Begeg­nung mit Fol­gen: Ben­kert, der Eso­te­rik bis­her zuge­tan, nahm die Kri­tik an und hat­te sei­ne zukünf­ti­ge Ehe­frau gefunden.

Neben Toch­ter Anna Maria macht Sohn Simon (18) die Fami­lie kom­plett. Bei­de Ben­kert-Spröss­lin­ge sind enga­gier­te Ministranten. 

Nach sei­ner Lebens­wen­de schmiss der 57-Jäh­ri­ge sym­bo­lisch eine sei­ner Bud­dha-Figu­ren in den Inn. Seit­her ist nicht nur die Sta­tue, son­dern auch Ben­kerts Leben im Fluss: Er ist viel auf Rei­sen für die Bot­schaft Mari­as — mit einer Madon­na-Sta­tue in einem humor­voll getauf­ten, wei­ßen Mama­mo­bil“. Die Skulp­tur aus geschnitz­tem Holz, mit Ölfar­ben bemalt und mit Blatt­gold und Kris­tal­len ver­ziert, erstand er in der por­tu­gie­si­schen Pil­ger­stadt Fati­ma. Weih­bi­schof Flo­ri­an Wör­ner seg­ne­te die Figur im domi­ni­ka­ni­schen Non­nen­klos­ter von Wet­ten­hau­sen. Seit­her ist die Sta­tue in ganz Deutsch­land unterwegs.

Info Icon Bild: Manfred Benkert
Von Altötting nach Aachen: Mit seinem Mamamobil (links) ist Manfred Benkert in ganz Deutschland unterwegs, um ein öffentliches Glaubenszeugnis abzulegen.

So möch­te Ben­kert das Rosen­kranz­ge­bet mehr unter die Leu­te brin­gen. Sein eige­ner Lieb­lings­ro­sen­kranz besteht aus Stahl, mit einem Bene­dik­tus-Kreuz und einem Medail­lon des Hei­li­gen Erz­engel Micha­els. Den habe ich von einer Ordens­schwes­ter aus Schott­land bekom­men und schon ziem­lich vie­le Kom­pli­men­te dafür erhal­ten“, so Ben­kert. Er plant, nun Gebets­grup­pen sei­ner Initia­ti­ve vor Ort auf­zu­bau­en und Regio­nal­teams zu grün­den. Der Rosen­kranz soll ein­fach zum christ­li­chen Life­style dazugehören.“

Text: Anna Kel­bel
Bil­der: Man­fred Benkert

Zum Beginn des Rosenkranzmonats übertragen wir live am 3. Oktober einen Gottesdienst aus der Wallfahrtskirche Sammarei:

Kirche vor Ort
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Feiertag, 3. Oktober: Live-Gottesdienst Sammarei

Am Freitag, 3. Oktober 2025, überträgt das Bistum Passau in Zusammenarbeit mit NIEDERBAYERN TV um 10 Uhr…

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