Bistum

Ein Tag der Begegnung in Passau

Redaktion am 09.03.2026

Info Icon Foto: Nikolaus Pfeiffer

Am vergangenen Samstag fand in Passau der Diakonentag statt, zu dem die Diakone, ihre Ehefrauen und Kinder eingeladen waren. Die Veranstaltung, die von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr dauerte, bot Gelegenheit zum Austausch, zur Auseinandersetzung mit Themen der Zukunft und zur Beschäftigung mit aktuellen kirchenpolitischen Themen. Auch Bischof Dr. Stefan Oster nahm am Tag teil, gab einem Impuls und bereicherte die Gemeinschaft, indem er auch offen für Rückfragen und den persönlichen Austausch war.

Nach einem Ken­nen­ler­nen unter­ein­an­der, was der Grup­pe viel Freu­de berei­te­te, setz­te Bischof Oster mit sei­nem Impuls einen inhalt­li­chen Schwer­punkt. Er ging auf die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen in der katho­li­schen Kir­che ein, dar­un­ter die Wahl des neu­en Vor­sit­zen­den der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz, die Ver­öf­fent­li­chung der Stu­die zum sexu­el­len Miss­brauch und die viel dis­ku­tier­te Doku­men­ta­ti­on Die Hip­pen Mis­sio­na­re“. 
Ein zen­tra­les The­ma war die Syn­oda­li­tät, wie sie Papst Fran­zis­kus ver­steht. Bischof Oster erläu­ter­te, dass Syn­oda­li­tät mehr bedeu­tet – sie ist ein gemein­sa­mes Hören auf­ein­an­der im Hei­li­gen Geist, ein Pro­zess der Unter­schei­dung und des Dialogs. 

Im Bis­tum wird es ein Syn­od­al­team geben, in dem Dia­kon Niko­laus Pfeif­fer aus den Rei­hen der Dia­ko­ne ver­tre­ten sein wird. Die­ses Team soll nach einer Zeit der Ein­übung, den Geist des Syn­oda­len Aus­tauschs im Sin­ne von Papst Fran­zis­kus auch in die Flä­che des Bis­tums Pas­sau hineintragen.

Der Bischof beton­te, wie wich­tig eine ehr­li­che und offe­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sen The­men ist, um den syn­oda­len Weg kon­struk­tiv zu gestal­ten. Es gin­ge ihm um ein Mit­ein­an­der in der Mit­te. So der Bischof von Passau.

Der Vor­mit­tag ende­te mit einem gemein­sa­men Got­tes­dienst in der St. Andre­as Kapel­le, der in fei­er­li­cher und zugleich fami­liä­rer Atmo­sphä­re statt­fand. Die Dia­ko­ne und ihre Fami­li­en brach­ten sich aktiv in die Lit­ur­gie ein und stärk­ten so das Gemein­schafts­ge­fühl der Teil­neh­men­den. Im Anschluss an den Got­tes­dienst ver­sam­mel­ten sich alle wie­der im Haus St. Maxi­mi­li­an zum Mit­tag­essen. Das gemein­sa­me Mahl bot Raum für per­sön­li­che Gesprä­che und Begeg­nun­gen, die das Mit­ein­an­der der Dia­ko­nen­ge­mein­schaft wei­ter stärkten.

World Café: Methodischer Austausch, Grundsteinlegung für die zukünftige Arbeit

Ein beson­de­rer Pro­gramm­punkt des Tages war das metho­di­sche World Café am Nach­mit­tag, bei dem die Teil­neh­mer in klei­nen Grup­pen zu ver­schie­de­nen The­men ins Gespräch kamen. Durch den Aus­tausch konn­ten Schwer­punk­te für die wei­te­re Arbeit fest­ge­stellt wer­den. Die Ver­ant­wort­li­chen für die jewei­li­gen The­men­be­rei­che wur­den fest­ge­legt, sodass kon­kre­te Auf­ga­ben und nächs­te Schrit­te ver­ein­bart wer­den konn­ten. Das World Café erwies sich als effek­ti­ve Metho­de, um die Viel­falt der Mei­nun­gen und Erfah­run­gen ein­zu­bin­den und gemein­sam trag­fä­hi­ge Lösun­gen zu erarbeiten.

Abschluss und Bewertung: Ein gelungener Tag

Am Ende des Dia­ko­nen­tags zog der Spre­cher­rat der Dia­ko­ne im Bis­tum Pas­sau ein äußerst posi­ti­ves Fazit. Dia­kon Dr. Anton Cuf­fa­ri (bischöfl. Beauf­trag­ter für den stän­di­gen Dia­ko­nat) beton­te in sei­ner posi­ti­ven Rück­mel­dung die hohe Teil­neh­mer­zahl und das gro­ße Enga­ge­ment der Anwe­sen­den und des Spre­cher­rats. Die Ver­an­stal­tung habe gezeigt, wie leben­dig und offen die Dia­ko­nen­ge­mein­schaft in Pas­sau ist“. 
Beson­ders die wert­schät­zen­de Atmo­sphä­re, die kon­struk­ti­ven Dis­kus­sio­nen und das gemein­sa­me Stre­ben nach einer Zukunfts­fä­hi­gen Kir­che wur­den von den Teil­neh­mern als berei­chernd empfunden.

Der Dia­ko­nen­tag hat bewie­sen, wie wich­tig Aus­tausch, gemein­sa­mes Gebet und die Beschäf­ti­gung mit aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen für die Zukunft der Kir­che sind. Die hohe Betei­li­gung und die posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen machen Mut, den Weg wei­ter­zu­ge­hen und als Dia­ko­nen­ge­mein­schaft Ver­ant­wor­tung für die Kir­che von mor­gen zu übernehmen.

Text: Niko­laus Pfeiffer

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