Foto: Nikolaus Pfeiffer
Am vergangenen Samstag fand in Passau der Diakonentag statt, zu dem die Diakone, ihre Ehefrauen und Kinder eingeladen waren. Die Veranstaltung, die von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr dauerte, bot Gelegenheit zum Austausch, zur Auseinandersetzung mit Themen der Zukunft und zur Beschäftigung mit aktuellen kirchenpolitischen Themen. Auch Bischof Dr. Stefan Oster nahm am Tag teil, gab einem Impuls und bereicherte die Gemeinschaft, indem er auch offen für Rückfragen und den persönlichen Austausch war.
Nach einem Kennenlernen untereinander, was der Gruppe viel Freude bereitete, setzte Bischof Oster mit seinem Impuls einen inhaltlichen Schwerpunkt. Er ging auf die aktuellen Entwicklungen in der katholischen Kirche ein, darunter die Wahl des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, die Veröffentlichung der Studie zum sexuellen Missbrauch und die viel diskutierte Dokumentation „Die Hippen Missionare“.
Ein zentrales Thema war die Synodalität, wie sie Papst Franziskus versteht. Bischof Oster erläuterte, dass Synodalität mehr bedeutet – sie ist ein gemeinsames Hören aufeinander im Heiligen Geist, ein Prozess der Unterscheidung und des Dialogs.
Im Bistum wird es ein Synodalteam geben, in dem Diakon Nikolaus Pfeiffer aus den Reihen der Diakone vertreten sein wird. Dieses Team soll nach einer Zeit der Einübung, den Geist des Synodalen Austauschs im Sinne von Papst Franziskus auch in die Fläche des Bistums Passau hineintragen.
Der Bischof betonte, wie wichtig eine ehrliche und offene Auseinandersetzung mit diesen Themen ist, um den synodalen Weg konstruktiv zu gestalten. Es ginge ihm um ein Miteinander in der Mitte. So der Bischof von Passau.
Der Vormittag endete mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der St. Andreas Kapelle, der in feierlicher und zugleich familiärer Atmosphäre stattfand. Die Diakone und ihre Familien brachten sich aktiv in die Liturgie ein und stärkten so das Gemeinschaftsgefühl der Teilnehmenden. Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sich alle wieder im Haus St. Maximilian zum Mittagessen. Das gemeinsame Mahl bot Raum für persönliche Gespräche und Begegnungen, die das Miteinander der Diakonengemeinschaft weiter stärkten.
World Café: Methodischer Austausch, Grundsteinlegung für die zukünftige Arbeit
Ein besonderer Programmpunkt des Tages war das methodische World Café am Nachmittag, bei dem die Teilnehmer in kleinen Gruppen zu verschiedenen Themen ins Gespräch kamen. Durch den Austausch konnten Schwerpunkte für die weitere Arbeit festgestellt werden. Die Verantwortlichen für die jeweiligen Themenbereiche wurden festgelegt, sodass konkrete Aufgaben und nächste Schritte vereinbart werden konnten. Das World Café erwies sich als effektive Methode, um die Vielfalt der Meinungen und Erfahrungen einzubinden und gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten.
Abschluss und Bewertung: Ein gelungener Tag
Am Ende des Diakonentags zog der Sprecherrat der Diakone im Bistum Passau ein äußerst positives Fazit. Diakon Dr. Anton Cuffari (bischöfl. Beauftragter für den ständigen Diakonat) betonte in seiner positiven Rückmeldung die hohe Teilnehmerzahl und das große Engagement der Anwesenden und des Sprecherrats. „Die Veranstaltung habe gezeigt, wie lebendig und offen die Diakonengemeinschaft in Passau ist“.
Besonders die wertschätzende Atmosphäre, die konstruktiven Diskussionen und das gemeinsame Streben nach einer Zukunftsfähigen Kirche wurden von den Teilnehmern als bereichernd empfunden.
Der Diakonentag hat bewiesen, wie wichtig Austausch, gemeinsames Gebet und die Beschäftigung mit aktuellen Herausforderungen für die Zukunft der Kirche sind. Die hohe Beteiligung und die positiven Rückmeldungen machen Mut, den Weg weiterzugehen und als Diakonengemeinschaft Verantwortung für die Kirche von morgen zu übernehmen.
Text: Nikolaus Pfeiffer



