Weltkirche

Diaspora-Sonntag: Für Katholiken in Minderheit

Redaktion am 11.11.2025

Info Icon Bild: Bonifatiuswerk

Am 16. November ist der traditionelle Diaspora-Sonntag der katholischen Kirche: In Gottesdiensten in ganz Deutschland wird an diesem Sonntag die Kollekte für Katholiken in der Diaspora gesammelt. Das Bonifatiuswerk unterstützt mit diesen Spenden Projekte in Regionen, in denen Katholiken in der extremen Minderheit leben.

Eröff­net hat das Boni­fa­ti­us­werk die bun­des­wei­te Dia­spo­ra-Akti­on der katho­li­schen Kir­che bereits am Sonn­tag, 9. Novem­ber, mit einem fei­er­li­chen Got­tes­dienst im voll besetz­ten Köl­ner Dom. Stär­ke, was dich trägt – unser Leit­wort ist eine ermu­ti­gen­de Auf­for­de­rung, die in all den Kri­sen und Ungleich­zei­tig­kei­ten, in all den Fra­gen und Unsi­cher­hei­ten, die sich uns aktu­ell stel­len, Halt geben kann”, sag­te Mon­si­gno­re Georg Aus­ten, Gene­ral­se­kre­tär des Bonifatiuswerkes.

Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen eröffnet die Diaspora-Aktion im Kölner Dom. Info Icon Foto: Marcus Thielking
„Stärke, was dich trägt.“: Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen eröffnet die Diaspora-Aktion im Kölner Dom.

Haupt­ze­le­brant des Pon­ti­fi­kal­amts war der Köl­ner Kar­di­nal Rai­ner Maria Woel­ki. In sei­ner Pre­digt beton­te er, dass die Ent­christ­li­chung der Gesell­schaft kein Grund für Mut­lo­sig­keit sei: Das darf uns nicht ängs­ti­gen. Dies gilt es auch nicht zu bekla­gen, wohl aber nüch­tern fest­zu­stel­len und sich dar­an zu erin­nern, dass dies eigent­lich der Nor­mal­zu­stand für Chris­ten in die­ser Welt ist.” Der Kar­di­nal sag­te, dass Chris­ten wirk­lich kei­nen Grund haben, mut­los zu sein, wenn wir vom ver­bor­ge­nen Wachs­tum des Got­tes­rei­ches heu­te augen­schein­lich nicht so viel sehen”. Die­ses ver­bor­ge­ne Wachs­tum sei erfahr­bar und erleb­bar in den Diö­ze­sen. In so man­chem Zeit­ge­nos­sen ist das Gespür für Gott ver­küm­mert, so dass er bei allem Wort­schwall den Mund nicht mehr zu öff­nen ver­mag, um Gott zu loben und ihm zu dan­ken. Zu die­sen Men­schen sind wir gesandt, um den Samen des Wor­tes Got­tes in ihr Herz zu säen.” In die­ser Sen­dung ste­he auch das Boni­fa­ti­us­werk mit sei­nen Pro­jek­ten und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten. Deren Ziel soll­te es sein, dass Men­schen in ihrem Leben Jesus fin­den und damit das Ewi­ge Leben”, so der Kardinal.

Unter den Kon­ze­le­bran­ten des Got­tes­diens­tes waren Bischö­fe aus Regio­nen, in denen Katho­li­ken in der zah­len­mä­ßig extre­men Dia­spo­ra leben, so Erz­bi­schof Zbi­g­nevs Stan­ke­vics aus Riga in Lett­land, Bischof Fre­d­rik Han­sen aus Oslo in Nor­we­gen sowie der Gör­lit­zer Bischof Wolf­gang Ipolt. Im Erz­bis­tum Riga liegt der Anteil der Katho­li­ken bei 17 Pro­zent, im Bis­tum Oslo sind es etwa 3,4 Pro­zent. Gera­de aus sol­chen Dia­spo­ra-Regio­nen gebe es laut Boni­fa­ti­us­werk-Gene­ral­se­kre­tär Mon­si­gno­re Aus­ten vie­le ermu­ti­gen­de Bei­spie­le, wie die Kir­che trotz der Schwie­rig­kei­ten in der Min­der­hei­ten­si­tua­ti­on den Men­schen eine Hei­mat gibt und die Gemein­schaft stärkt – auch dank der finan­zi­el­len Unter­stüt­zung durch das Bonifatiuswerk.

Über das Bonifatiuswerk

Das 1849 gegrün­de­te Boni­fa­ti­us­werk der deut­schen Katho­li­ken e. V. ist das Spen­den­hilfs­werk für den Glau­ben und die Soli­da­ri­tät. Unter dem Leit­wort Kei­ner soll allei­ne glau­ben“ unter­stützt es katho­li­sche Chris­tin­nen und Chris­ten dort, wo sie in einer extre­men Min­der­hei­ten­si­tua­ti­on, in der Dia­spo­ra, ihren Glau­ben leben. Mit sei­ner Bau‑, Verkehrs‑, Kin­der- und Glau­bens­hil­fe för­dert es jähr­lich mehr als 1000 Pro­jek­te in Deutsch­land, Nord­eu­ro­pa und dem Baltikum.

Quel­le: Bonifatiuswerk

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