Bistum

Arrivederci Roma!

Tamina Friedl am 06.09.2025

Info Icon Foto: Peter Geins

Saluti da Roma! Eine Gruppe von rund 200 Wallfahrerinnen und Wallfahrern war in Rom unterwegs. Bischof Stefan Oster begleitete die Wallfahrt. Hier lesen Sie das Reisetagebuch der Diözesanwallfahrt in die Ewige Stadt.

Am Mitt­woch wein­te bereits mor­gens der Him­mel — denn abends ging es für die Wall­fah­rer nach Hau­se. Ein letz­tes Mal mach­ten sich die Wall­fah­re­rin­nen und Wall­fah­rer trotz­dem auf zur Füh­rung durch das jüdi­sche Vier­tel und den Stadt­teil Tras­te­ve­re. Nach einem gemein­sa­men Abschluss­got­tes­dienst in S. Ceci­lia ging es erschöpft, aber vor allen Din­gen glück­lich und dank­bar wie­der nach Deutschland. 

Der fünf­te Tag der Diö­ze­san­wall­fahrt führ­te die Grup­pe aus dem Stadt­zen­trum hin­aus. In der Basi­li­ka St. Paul vor den Mau­ern begann der Tag erneut mit dem gemein­sa­men Gottesdienst. 

Die Predigt von Bischof Oster zum Nachhören:

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Anschlie­ßend kamen die Wall­fah­re­rin­nen und Wall­fah­rer in den Genuss der ehe­ma­li­gen Kar­di­nals­vil­la Vil­la d’Este, die für ihre zahl­rei­chen Brun­nen, Kas­ka­den und Was­ser­spie­le in einer schö­nen Park­an­la­ge bekannt ist. Wie schon die Tage zuvor, gestal­te­ten ört­li­che Gui­des die Füh­run­gen in Klein­grup­pen und gaben eini­ges an wis­sens­wer­ten Details und his­to­ri­schen Ein­bli­cken wei­ter. Die Andacht in S. Bia­gio in der Alt­stadt von Tivo­li gestal­te­ten erneut die Diö­ze­san­blech­blä­ser mit beein­dru­cken­der Klang­viel­falt, bevor sich dann alle über ein Abend­essen im Gewöl­be­kel­ler einer anti­ken Ther­me freuten. 

Am Mon­tag begann der Tag für die Wall­fah­re­rin­nen und Wall­fah­rer bereits bei Son­nen­auf­gang. Am Peters­platz ange­kom­men wur­den sie dafür mit einem Peters­dom in gol­de­nem Licht belohnt, bevor die Grup­pe durch die Hei­li­ge Pfor­te ein­zog. Am Cathe­dra-Altar fei­er­te Bischof Ste­fan mit Kon­ze­le­bran­ten und Wall­fah­rern die Hei­li­ge Messe.

Wer ist Jesus? Und dann: Wer ist er für mich?”

Bischof Stefan Oster

Am Wir­kungs­ort des Paps­tes und unter der Cathe­dra Petri ging der Bischof in sei­ner Pre­digt auf das Amt des Paps­tes als eine Form der stän­di­gen Aus­ein­an­der­set­zung ein. Dazu erzähl­te er die Geschich­te des Apos­tels Petrus anhand ver­schie­de­ner Kern­punk­te nach. Petrus kom­me im gesam­ten Neu­en Tes­ta­ment 190 Mal vor — häu­fi­ger als alle ande­ren Apos­tel zusam­men. Die Evan­ge­li­en sei­en wohl im Inter­es­se dar­an geschrie­ben, nahe­zu­brin­gen, was das Amt des Petrus und sei­ner Nach­fol­ger aus­macht: zu erklä­ren, wer Jesus ist. Jesus habe am sym­bol­träch­ti­gen Ort Caesarea Phil­ip­pi die ent­schei­den­de Fra­ge gestellt: Für wen hal­ten mich die Men­schen?“ Dies sei auch heu­te die Mit­te allen Glau­bens: Wer ist Jesus? Und dann: Wer ist er für mich?“, so der Bischof. Petrus habe Jesus im Ange­sicht sei­ner Kreu­zi­gung ver­leug­net. Nach der Auf­er­ste­hung jedoch habe ihm Jesus kei­nen Vor­wurf gemacht, er habe ihn ledig­lich drei­mal gefragt: Liebst du mich?“

Jesus der Gekreu­zig­te ist in Per­son ver­ge­ben­de Lie­be“, so der Bischof. Des­we­gen gel­te immer wie­der von Jesus an uns die Fra­ge: Wer bin ich denn für dich?“ Schon im ers­ten Got­tes­dienst der Wall­fahrt hat Bischof Oster die Fra­ge gestellt, ob die Wall­fah­re­rin­nen und Wall­fah­rer als Tou­ris­ten oder Pil­ger unter­wegs sei­en. Der Pil­ger las­se sich von der Fra­ge betref­fen und rin­ge nach der Ant­wort. Er glau­be, dass die­se Lie­be wirk­lich in die grö­ße­re Frei­heit führt und die Quel­le unse­rer Hoff­nung ist.“ In dem Maß, in dem uns das tie­fer ins Herz sin­ke, sei­en wir schließ­lich Pil­ger der Hoffnung.

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Am Nach­mit­tag hat­ten die Wall­fah­rer die Mög­lich­keit, an frei­wil­li­gem Pro­gramm teil­zu­neh­men oder den Rest des Tages selbst zu gestal­ten. Wäh­rend eine Grup­pe den Auf­stieg auf die Kup­pel des Peters­doms wag­te, genoss eine zwei­te Grup­pe die ein­drucks­vol­le Kunst in den Vati­ka­ni­schen Muse­en. Grup­pe drei erhielt bei einer Redak­ti­ons­füh­rung einen span­nen­den Ein­blick in die Medi­en­ar­beit von rund 650 Redak­teu­rin­nen und Redak­teu­ren aus 60 Natio­nen bei Radio Vati­kan — einen ein­ma­li­gen Aus­blick auf die Engels­burg gab es inklusive.

Der Sonn­tag brach­te für eine klei­ne Grup­pe Wall­fah­rer ein ein­zig­ar­ti­ges Erleb­nis mit sich: eini­ge weni­ge mach­ten sich gemein­sam mit Klaus Metzl auf zur Hei­lig­spre­chung von Car­lo Acu­tis und Pier Gior­gio Fras­sa­ti. Wäh­rend­des­sen begann das Pro­gramm für die rest­li­che Grup­pe in S. Maria dell‘Anima, der Kir­che der deut­schen Gemein­de in Rom. Kon­ze­le­brant war auch Pfar­rer Chris­ti­an Böck, Lei­ter des Deut­schen Pil­ger­zen­trums in Rom und Pfar­rer aus dem Bis­tum Passau.

Rom ist immer ein beson­de­res Ziel.”

Irene Huber, Diözesanpilgerleiterin

In sei­ner Pre­digt such­te Bischof Ste­fan Oster nach einer Ant­wort auf die Fra­ge, wie das Tages­evan­ge­li­um tat­säch­lich zu ver­ste­hen sei. Kann jemand, der nicht auf alles ver­zich­tet, über­haupt Jün­ger Got­tes sein? Schon im Anfangs­got­tes­dienst der Wall­fahrt hat­te Bischof Oster ange­kün­digt, in den kom­men­den Tagen gemein­sam mit den Wall­fah­rern über das Wort Frei­heit nach­den­ken zu wol­len. Dies­mal zog er dafür die Kin­der­er­zie­hung her­an: Jeder, der Kin­der erzieht, weiß, dass es dar­um geht immer in die rech­te Wei­se hin­ein­zu­fin­den und in die Fähig­keit, dem Kind zu ver­trau­en. Und dem Kind zu ver­trau­en bedeu­tet immer auch, los­las­sen zu ler­nen.“ Auch er selbst habe die Erfah­rung gemacht, dass sich die Bezie­hung zu sei­nem Vater durch das Los­las­sen gestärkt hat. Denn: Wenn man einen Men­schen fest­hal­ten will und nicht los­las­sen kann, dann ent­zieht sich des­sen inne­res Leben von mir.“ 

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor C.S. Lewis habe ein­mal gesagt: Nichts, was du nicht los­ge­las­sen hast, wird dir jemals wirk­lich gehö­ren.“ Im Kon­text mit dem Ver­trau­en, das die­ses Los­las­sen erfor­dert, for­de­re Jesus ein, dass wir zu ihm mehr Ver­trau­en haben als zu allem ande­ren in der Welt — wenn wir wirk­lich ernst neh­men, wer er ist. Kein welt­li­cher Besitz mache aus, wer man wirk­lich sei. Die Zuge­hö­rig­keit zu Gott rela­ti­viert alles ande­re“, so der Bischof. Suche Gott, dann wird dir die Welt hin­ter­her gege­ben.“ Die­ses weni­ger begier­li­che, weni­ger besitz­ergrei­fen­de Leben kön­ne mit­un­ter schwie­rig sein in der heu­ti­gen Zeit, so Bischof Oster. Aber es mache uns frei­er und gebe Hoffnung.

Im Anschluss an den Got­tes­dienst hat­ten die Wall­fah­rer das Glück, einen wah­ren Exper­ten für die Kir­che S. Maria dell‘Anima und das deut­sche Pil­ger­tum in Rom ken­nen­zu­ler­nen: Pfar­rer Böck nahm die Grup­pe für einen Moment mit in einen his­to­ri­schen Rück­blick über die Kirche.

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Am Nach­mit­tag ging es his­to­risch wei­ter mit Füh­run­gen durch das anti­ke Stadt­zen­trum. Neben his­to­ri­schen Fak­ten lagen den römi­schen Gui­des ins­be­son­de­re auch Lek­tio­nen aus dem ita­lie­ni­schen All­tag am Her­zen. So gab Bar­ba­ra eine anschau­li­che — und ein­dring­li­che — Anlei­tung zum rich­ti­gen Kochen von Pasta.

Der Tag ende­te mit einer ein­zig­ar­ti­gen Andacht im Pan­the­on. Die extra mit nach Rom gekom­me­nen Diö­ze­san­blä­ser um Micha­el Beck gestal­te­ten die Andacht musi­ka­lisch mit einem Kon­zert, das den Wall­fah­rern sicher­lich noch lang im Gedächt­nis blei­ben wird.

Diö­ze­san­pil­ger­lei­te­rin Ire­ne Huber, die gemein­sam mit dem Baye­ri­schen Pil­ger­bü­ro um Geschäfts­füh­re­rin Dr. Irm­gard Jeh­le die Orga­ni­sa­ti­on der Wall­fahrt über­nom­men hat, zog an Tag drei bereits ein posi­ti­ves Zwi­schen­fa­zit: Rom ist immer ein beson­de­res Ziel.“ So sei es vor allem aber auch das Gemein­schafts­er­leb­nis, das die Leu­te an der Rei­se gemein­sam mit zahl­rei­chen Rei­se­lei­tern, den Diö­ze­san­blech­blä­sern und nicht zuletzt Bischof Oster begeistere.

Bereits am Sams­tag star­te­te der Rei­se­tag mit einer Füh­rung durch die unter­ir­di­sche Nekro­po­le, ehe mit der gemein­sa­men Mes­se in der Basi­li­ka S. Sebas­tia­no die Wall­fahrt fei­er­lich begin­nen konnte. 

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Im Anschluss mach­te sich die Grup­pe auf zur Papst­ba­si­li­ka S. Maria Mag­gio­re, wo die ers­te Hei­li­ge Pfor­te des Tages durch­schrit­ten wur­de. Dar­auf folg­te ein Besich­ti­gung in Klein­grup­pen in der Basi­li­ka, in der Papst Fran­zis­kus sei­ne letz­te Ruhe­stät­te gefun­den hat. Nach einer Mit­tags­pau­se ging es wei­ter in Rich­tung des Vier­tels Late­ran und in die Kir­che S. Gio­van­ni in Late­r­ano. Mut­ter und Haupt aller Kir­chen“ sei Late­ran in ihrer Rol­le als Papst­kir­che, so Bischof Ste­fan Oster. 

Zu den gemein­sa­men Klän­gen des Lau­da­te domi­num“ durch­schrit­ten die Wall­fah­rer auch hier die Hei­li­ge Pfor­te und tra­fen sich im Anschluss zum Gebet in der Kapel­le. Bei der Besich­ti­gung der Kir­che, in deren Umge­bung frü­her tra­di­tio­nell die Päps­te gelebt hat­ten, unter­stütz­ten auch die Wall­fah­rer selbst mit kom­pe­ten­tem Hei­li­gen­wis­sen. Der Tag ende­te in S. Cro­ce in Geru­sa­lem­me, wo die Gäs­te aus Pas­sau unbe­ab­sich­tigt auch Gäs­te einer ita­lie­ni­schen Hoch­zeit wurden.

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