Die bevorstehende ökumenische Schöpfungszeit und der ökumenische Schöpfungstag am 1. September standen im Mittelpunkt des Donaugebets am vergangenen Sonntag. Ausgerichtet auf das Motto „Hast Du erkannt, wie weit die Erde ist?“ gestaltete die Stabsstelle Umwelt und Gemeinwohlorientierung des Bistums Passau zusammen mit den diözesanen Sachausschüssen Mission, Entwicklung, Frieden sowie Schöpfung und Umwelt die Andacht. Die knapp 50 Teilnehmenden waren eingeladen, sich mit gegenwärtig wichtigen gesellschaftspolitischen und spirituellen Fragen zu beschäftigen: Wie können wir uns in einer Zeit, in der Umwelt- und Klimaschutz erneut als politisches Modethema verhandelt wird, orientieren und eine standhafte Haltung entwickeln? Wo finden wir Hoffnung und Zuversicht, um den Weg zu einem guten Leben für alle – heute und in Zukunft – weiterzugehen? Wer ermutigt uns, die notwendigen Veränderungen zu wagen?
Im Zentrum des Gebets standen die nach wie vor gültigen Botschaften aus der Enzyklika Laudato si des verstorbenen Papst Franziskus: Es geht nicht um Umweltschutz im technischen Sinn, sondern um eine innere Umkehr, eine neue Beziehung zur Schöpfung. Wir selbst sind in unserem Handeln gefragt. Beispielgebend für diese Botschaft war die Geschichte „Wiedersehen im Kirschbachtal“, in der ein Bio-Bauer zum Paradebeispiel für Mut, Hoffnung und Zuversicht wird. Der Bauer folgte seiner Überzeugung und wagte es, an einer kleinen Stelle den Teufelskreis zu durchbrechen. Mit nur kleinen Schritten kehrte durch ihn Artenvielfalt und Lebendigkeit ins Tal zurück. Aus der Geschichte folgte der Wunsch: „Wenn nur mehr Menschen sich fänden, die den Weg mit uns wagen!“. Mit diesem abschließenden Satz aus der Geschichte erinnerte Dr. Melanie Hackenfort (Bistum Passau) an die Botschaft von Papst Franziskus, dass jede und jeder von uns seinen und ihren Weg ändern und etwas bewegen kann – jeder und jede auf ganz eigene Weise. Denn wie Papst Franziskus sagte: „Die Hoffnung lädt uns ein, zu erkennen, dass es immer einen Ausweg gibt, dass wir immer den Kurs neu bestimmen können, dass wir immer etwas tun können, um die Probleme zu lösen“. (LS 61)
Text: Dr. Melanie Hackenfort



