Kirche vor Ort

Mit kleinen Schritten viel bewirken

Redaktion am 02.09.2026

Info Icon Foto: Dr. Monika Vogl

Donaugebet in Niederalteich mit Fokus auf ökumenische Schöpfungszeit

Die bevor­ste­hen­de öku­me­ni­sche Schöp­fungs­zeit und der öku­me­ni­sche Schöp­fungs­tag am 1. Sep­tem­ber stan­den im Mit­tel­punkt des Donau­ge­bets am ver­gan­ge­nen Sonn­tag. Aus­ge­rich­tet auf das Mot­to Hast Du erkannt, wie weit die Erde ist?“ gestal­te­te die Stabs­stel­le Umwelt und Gemein­wohl­ori­en­tie­rung des Bis­tums Pas­sau zusam­men mit den diö­ze­sa­nen Sach­aus­schüs­sen Mis­si­on, Ent­wick­lung, Frie­den sowie Schöp­fung und Umwelt die Andacht. Die knapp 50 Teil­neh­men­den waren ein­ge­la­den, sich mit gegen­wär­tig wich­ti­gen gesell­schafts­po­li­ti­schen und spi­ri­tu­el­len Fra­gen zu beschäf­ti­gen: Wie kön­nen wir uns in einer Zeit, in der Umwelt- und Kli­ma­schutz erneut als poli­ti­sches Mode­the­ma ver­han­delt wird, ori­en­tie­ren und eine stand­haf­te Hal­tung ent­wi­ckeln? Wo fin­den wir Hoff­nung und Zuver­sicht, um den Weg zu einem guten Leben für alle – heu­te und in Zukunft – wei­ter­zu­ge­hen? Wer ermu­tigt uns, die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen zu wagen?

Im Zen­trum des Gebets stan­den die nach wie vor gül­ti­gen Bot­schaf­ten aus der Enzy­kli­ka Lau­da­to si des ver­stor­be­nen Papst Fran­zis­kus: Es geht nicht um Umwelt­schutz im tech­ni­schen Sinn, son­dern um eine inne­re Umkehr, eine neue Bezie­hung zur Schöp­fung. Wir selbst sind in unse­rem Han­deln gefragt. Bei­spiel­ge­bend für die­se Bot­schaft war die Geschich­te Wie­der­se­hen im Kirsch­bach­tal“, in der ein Bio-Bau­er zum Para­de­bei­spiel für Mut, Hoff­nung und Zuver­sicht wird. Der Bau­er folg­te sei­ner Über­zeu­gung und wag­te es, an einer klei­nen Stel­le den Teu­fels­kreis zu durch­bre­chen. Mit nur klei­nen Schrit­ten kehr­te durch ihn Arten­viel­falt und Leben­dig­keit ins Tal zurück. Aus der Geschich­te folg­te der Wunsch: Wenn nur mehr Men­schen sich fän­den, die den Weg mit uns wagen!“. Mit die­sem abschlie­ßen­den Satz aus der Geschich­te erin­ner­te Dr. Mela­nie Hacken­fort (Bis­tum Pas­sau) an die Bot­schaft von Papst Fran­zis­kus, dass jede und jeder von uns sei­nen und ihren Weg ändern und etwas bewe­gen kann – jeder und jede auf ganz eige­ne Wei­se. Denn wie Papst Fran­zis­kus sag­te: Die Hoff­nung lädt uns ein, zu erken­nen, dass es immer einen Aus­weg gibt, dass wir immer den Kurs neu bestim­men kön­nen, dass wir immer etwas tun kön­nen, um die Pro­ble­me zu lösen“. (LS 61)

Text: Dr. Mela­nie Hackenfort 

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