Bistum

Für die Zukunft gerüstet

Redaktion am 10.12.2025

Info Icon Foto: privat
Erfolgreicher Abschluss: Nach intensiven Lerneinheiten freuen sich die neuen Umweltauditorinnen und -auditoren über ihre Zeugnisse (hinten v.l.): André Jarc, Barbara Messerer, Otto Windpassinger, Alfred Winklhofer, Robert Lerchenberger, Bernhard Trummer, Bettina Mühlbauer (Referentin) sowie (vorne v.l.) Beata Degner, Melanie Hackenfort, Verena Holzbauer, Beate Eichinger (Referentin), Brigitte Köser und Michael Veit.

Von April bis Oktober 2025 hat das Bistum Passau zusammen mit der Diözese Regensburg elf neue kirchliche Umweltauditorinnen und -auditoren ausgebildet. 

Aus der Diö­ze­se Pas­sau nah­men Bar­ba­ra Mes­se­rer für die LVHS Nie­der­al­t­eich, Otto Wind­pas­sin­ger für die Pfar­rei Büchl­berg, André Jarc für Kirch­berg v.W. und Alfred Winklho­fer für die Pfar­rei Karpf­ham teil. Eben­falls mit dabei waren Vere­na Holz­bau­er und Dr. Mela­nie Hacken­fort für die Stabs­stel­le Umwelt und Gemein­wohl­ori­en­tie­rung. Für uns stand die Teil­nah­me an dem Kurs außer Fra­ge. Damit wol­len wir von der Stabs­stel­le ein kla­res Zei­chen set­zen, dass auch wir die struk­tu­rel­le Ver­an­ke­rung unse­rer christ­li­chen Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung im Ordi­na­ri­at sowie in den pas­to­ra­len Räu­men wei­ter vor­an­brin­gen wol­len“, erklärt Dr. Mela­nie Hackenfort. 


Im diö­ze­san­über­grei­fen­den Aus­bil­dungs­kurs lern­ten die Teil­neh­men­den die Zusam­men­hän­ge von Schöp­fungs­theo­lo­gie und Nach­hal­tig­keit ken­nen. In fünf Kurs­mo­du­len mit 22 Lehr­ein­hei­ten ver­tief­te die Kurs­grup­pe ihre Kennt­nis­se zur Redu­zie­rung des öko­lo­gi­schen Fuß­ab­drucks in den Kern­be­rei­chen Ener­gie (Strom­ver­brauch und Hei­zen), Mobi­li­tät, öko­fai­rer Ein­kauf und Rei­ni­gung. Sie wur­den in das soge­nann­te Grü­ne Buch“ ein­ge­führt, in dem die Check­lis­ten und Her­an­ge­hens­wei­sen für die Ein­füh­rung eines Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems und eine sys­te­ma­ti­sche Erstel­lung der Öko­bi­lanz zusam­men­ge­fasst sind. Durch Plan­spiel­se­quen­zen übten die Teil­neh­men­den, öko­lo­gi­sche Bedar­fe zu ermit­teln und Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung zu ent­wi­ckeln. Ziel der Aus­bil­dung ist es, Ehren- und Haupt­amt­li­che dafür zu sen­si­bi­li­sie­ren und zu befä­hi­gen, in ihren Wir­kungs­räu­men dazu bei­zu­tra­gen, den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck einer Pfar­rei oder einer Ein­rich­tung kon­ti­nu­ier­lich zu ver­bes­sern. Denn auch wir als Mit­glie­der der katho­li­schen Kir­che hier im Bis­tum Pas­sau tra­gen Mit­ver­ant­wor­tung dafür, die Kli­ma­zie­le der Ver­ein­ten Natio­nen zu errei­chen“, so Vere­na Holzbauer.


Jedes Kurs­mo­dul fand an einem ande­ren Lern­ort mit öko­so­zia­lem Anschau­ungs­po­ten­zi­al statt: in der LVHS Nie­der­al­t­eich, am Ener­gie­bil­dungs­zen­trum Regens­burg, im Bil­dungs­haus Klos­ter Strahl­feld, im Haus Maxi­mi­li­an in Pas­sau und zum krö­nen­den Abschluss, im neu sanier­ten Haus Her­manns­berg bei Wie­sent. An jedem die­ser Orte wur­de den Teil­neh­men­den ein Blick hin­ter die Kulis­sen gewährt und das jewei­li­ge öko­so­zia­le Pro­fil ver­an­schau­licht. Ein beson­de­res High­light war der Auf­ent­halt im Klos­ter Strahl­feld. Geschäfts­füh­rer Lud­wig Spagl und die ver­stor­be­ne Schwes­ter Geral­di­ne haben ein kirch­li­ches Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem im Haus imple­men­tiert. Anhand ver­schie­dens­ter Hand­lungs­fel­der von Strom­ge­win­nung und ‑ver­sor­gung, Hei­zen und Beschaf­fung, über Instand­hal­tung und Gebäu­de­nut­zung bis hin zu Ver­pach­tung und Ver­mie­tung wur­de spür­bar, wie Spi­ri­tua­li­tät, öko­lo­gi­sches Bewusst­sein und glo­ba­le sozia­le Gerech­tig­keit inein­an­der­grei­fen. In allen vier Bil­dungs­häu­sern wur­de deut­lich, wie gut sich christ­li­ches Selbst­ver­ständ­nis mit einer ethi­schen und öko­lo­gi­schen Form des Wirt­schaf­tens ver­ein­ba­ren lässt und Mehr­wer­te erzeugt: Es gibt mir ein­fach ein gutes Gefühl, so wirt­schaf­ten zu dür­fen!“, sagt Lud­wig Spagl. 


Für das vier­te Modul kamen die Teil­neh­men­den nach Pas­sau ins Haus St. Max. Der Auf­ent­halt in Pas­sau bot die Gele­gen­heit, die Geschäfts­räu­me des KDFB und des Ver­brau­cher­Ser­vices im KDFB in Bay­ern zu besich­ti­gen und Ein­bli­cke in ihre jewei­li­gen Umwelt­pro­gram­me zu gewin­nen. Dies war uns ein wich­ti­ges Anlie­gen“, so Mela­nie Hacken­fort, denn der KDFB ist bis­her der ein­zi­ge Ver­band im Bis­tum Pas­sau, der nicht nur Grü­ner-Gockel-zer­ti­fi­ziert ist, son­dern bereits auf die zwei­te Rezer­ti­fi­zie­rung 2026/27 zusteu­ert.“ Für die­ses Enga­ge­ment gab es dann auch ein klei­nes Dan­ke­schön für Kath­rin Plechin­ger und ihre Kol­le­gin Tan­ja Kem­per. Zurück im Haus Max, run­de­te Mar­git Bau­er, Haus­wirt­schafts­lei­te­rin des Ordi­na­ri­ats und eben­falls Umwelt­au­di­to­rin, die Tour durch die öko­so­zia­le Land­schaft des Bis­tums ab. Sie führ­te die Teil­neh­men­den in die Welt der Rei­ni­gungs­mit­tel auf Basis von Mikro­or­ga­nis­men ein, die seit meh­re­ren Jah­ren zur Rei­ni­gung in den Räu­men des Ordi­na­ri­ats zum Ein­satz kommen.


Am Ende des Abschluss-Moduls im Okto­ber 2025 unter­zo­gen sich alle Teil­neh­men­de einem Kol­lo­qui­um und zeig­ten dabei ihr neu erwor­be­nes Wis­sen, bevor sie im Rah­men einer anschlie­ßen­den Dank­an­dacht fei­er­lich die Zer­ti­fi­ka­te über­reicht beka­men. Die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten sind mit die­ser Aus­bil­dung befä­higt, Umwelt­ma­nage­ment in ihren eige­nen Pfarr­ge­mein­den ein­zu­füh­ren und den Auf­bau eines Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems auch in ande­ren Ein­rich­tun­gen zu begleiten.


In der Refle­xi­on wur­den die ver­trau­ens­vol­le Lernat­mo­sphä­re und Grup­pen­dy­na­mik als das beson­de­re Etwas“ des Kur­ses her­vor­ge­ho­ben. Ein Teil­neh­mer bilan­zier­te im Nach­hin­ein: Die­ser Aus­tausch in der Grup­pe tut ein­fach gut und es ist schön, zu erle­ben, was da mit­ein­an­der ent­steht“ (sie­he Kas­ten auf Sei­te 21). Auch für die Refe­ren­ten Bea­te Eichin­ger, Chris­ti­an Sachs und Klaus Hirn war es eine Bestä­ti­gung, dass die­se Wei­ter­bil­dung sich dadurch aus­zeich­net, dass mit­ein­an­der Lern­ge­mein­schaf­ten ent­ste­hen. Es ist ein­fach schön, zu beob­ach­ten, wie plötz­lich die Ideen nur so spru­deln“, freut sich Bea­te Eichin­ger. Moti­viert und ermu­tigt, die­sen Weg nun Schritt für Schritt wei­ter­zu­ge­hen, ver­ab­schie­de­ten sich die Teil­neh­me­rin­nen und Teilnehmer 

Text: Stabs­stel­le Umwelt und Gemeinwohlorientierung

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