Seit 1. September besteht der neue aus fünf Pfarreien gebildete Pfarrverband Neukirchen am Inn- Neuhaus am Inn.
Er ist aus den Pfarreien Neukirchen am Inn, Neuhaus am Inn, Dommelstadl, Mittich und Vornbach zusammengesetzt.
Am Sonntag zelebrierten Pfarrer Stefan Seibold und Pfarrvikar Dr. Valentine Acholonu gemeinsam in der Pfarrei Neuhaus am Inn bzw. der Pfarrkirche St. Severin den Erntedankgottesdienst, was für die beiden Geistlichen gleichzeitig auch ihr erster Gottesdienst in Neuhaus war.
Dieser Festgottesdienst wurde von den Schul- und Kindergartenkindern mitgestaltet. Die Geistlichen wurden von Pfarrgemeinderatsvorsitzender Daniela Salzberg, von den Ministranten durch Eva Krompaß und von der politischen Gemeinde durch Bürgermeister Stephan Dorn begrüßt. Den Gottesdienst umrahmte musikalisch und gesanglich der Kirchenchor unter Leitung von Eckhart Gebauer.
Pfarrer Stefan Seibold war nach der Priesterweihe zuerst als Ministrantenpfarrer im Seminar St. Max in Passau tätig. Danach kam er als Pfarrer in den Pfarrverband Hutthurm, Büchlberg, Denkhof, wo er 14 Jahre lang als Seelsorger wirkte. 2016 kam er nach Neukirchen/Inn, von wo aus er auch die Pfarrei Dommelstadl mit betreute.
Pfarrvikar Dr. Valentine Acholonu ist ein katholischer Priester der Diözese Umuahia, Nigeria. Am 16. Juli 1994 wurde er im Dom zu Umuahia, Nigeria zum Priester geweiht. Seine Pastoraltätigkeit in Deutschland begann er in der Pfarrei Trier. Von 2010 bis 2025 wurde er im Dienst des Bistums Speyer eingesetzt. Sein Lebensweg hat in nunmehr ins Bistum Passau geführt.
Auch im pfarrverbandlichen Miteinander gilt es, mit der neuen Situation zurecht zu kommen, sich gegenseitig auch vertraut zu machen und kennen zu lernen, um dann Schritt für Schritt zusammenzuwachsen, schreibt Pfarrer Seibold im Pfarrbrief. Das wäre sein Wunsch – und es wäre schön, wenn es auch der Ihrige und eurige ist, heißt es weiter.
Die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit, für die wir in diesen Tagen in gottesdienstlichen Feiern und daraus herauswachsenden weltlichen Festen freudig danken, — sie zeigen uns, dass uns so vieles im Leben geschenkt ist und dass wir oft nur über das „Wie“ staunen können und uns einfach freuen dürfen, schreibt Pfarrer Seibold weiter.
Vom Pfarrgemeinderat war es bei Erntedank- und Familiengottesdienst deren Vorsitzende Daniela Salzberg, die die beiden Geistlichen in der Pfarrei Neuhaus am Inn herzlich begrüßen konnte. Als gute Hirten übernehmen sie nun Verantwortung für gleich fünf Pfarreien – was sicherlich keine leichte Aufgabe darstellt. Wertvolle Unterstützung erfährt dabei Pfarrer Stefan Seibold von Pfarrvikar Dr. Valentine Acholonu. Weiter sind ja im neuen Pfarrverband Neukirchen/Inn-Neuhaus/Inn noch Pfarrer Dr. Franz Haringer, Pfarrer i.R. Monsignore Dr. Hans Würdinger, Pfarrer Andreas Rembeck und Pastoralreferent Matthias Koller tätig. Fünf Pfarreien zusammenzuführen ist eine Herausforderung. aber auch eine große Chance sich einander besser kennen zu lernen, Kräfte zu bündeln, Vorbehalte abzubauen und neue Impulse zu setzen, sagte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Bei aller Organisation soll auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen und deshalb überreichte Salzberg an Pfarrer Stefan Seibold einen Korb mit regionalen Spezialitäten. Abschließend wünschte sie beiden Seelsorgern viel Freude, viele gute Begegnungen und Gottes Segen.
Von den Ministranten war es Eva Krompaß, die Pfarrer Seibold und Pfarrvikar Dr. Valentine Acholonu begrüßte. Dabei überreichte sie an die Seelsorger ein großes Bild von den Neuhauser Ministranten auf dem ein herzlicher Willkommensgruß stand.
Von der politischen Gemeinde war es Bürgermeister Stephan Dorn, der die beiden Geistlichen in der Neuhauser Pfarrkirche St. Severin begrüßte. Das Gemeindeoberhaupt ging dabei auch kurz auf die Entwicklung und die aktuelle Situation in der katholischen Kirche – gerade in Hinblick auf den Priestermangel — ein. Es gebe im Leben Momente, wo man merkt, wie wichtig es ist, einen Pfarrer zu haben, betonte er. Der Pfarrer sei eben der Ansprechpartner für viele Lebenssituation, fügte er weiter an.
Pfarrer Stefan Seibold freute sich über die herzliche Begrüßung in der Pfarrei Neuhaus am Inn. Wollen wir uns gemeinsam auf den Weg ins Leben machen, wobei er hier die Gestaltung des kirchlichen Lebens, des kirchlichen Miteinanders meinte. Beim Erntedankgottesdienst wollen wir, wie es das Wort schon sagt, Dankbarkeit gegenüber Gott zeigen, so der Geistliche.
Dazu brachten die Pfarrangehörigen Früchte des Gartens- und des Feldes zum Altar, bzw. zur Erntekrone, die neben dem Altar stand. Von den Kindergartenkindern wurde die Sonne, Wasser, Erde, Blumen, Obst und Gemüse sowie Brot zum Altar gebracht. Dazu gab es jeweils die entsprechende Erklärung von Kindergärtnerin Angelika Zauner und Kindergartenleiterin Claudia Wagner. „Gott schenke allen Kindern auf der Erde Brot, damit sie keinen Hunger leiden müssen – Danke guter Gott für das tägliche Brot“ beteten die Kinder gemeinsam vor dem Altar.
Von den Schulkindern wurden danach Fürbitten zum Erntedankfest vorgetragen, die vorher Pastoralreferent Matthias Koller und Andrea Krompaß gemeinsam mit den Kindern erarbeitet hatten. Zum Schluss des Erntedankgottesdienstes sangen die Kinder noch „Gottes Liebe ist so wunderbar, so wunderbar groß“.
Gemeinsam beteten die Gläubigen danach das „Vater unser“, zudem Pfarrer Seibold alle Kinder an den Altar holte – die sich an den Händen fassten und so einen großen Kreis um den Altar bildeten.
Nach dem feierlichen Begrüßungs- und Erntedankgottesdienst wurde zum Pfarrfrühschoppen auf dem Kirchplatz eingeladen. Der Pfarrgemeinderat und die Goldhaubengruppe Neuhaus kümmerten sich dabei um die Bewirtung. Pfarrer Stefan Seibold bzw. die Neuhauser Pfarrangehörigen nutzten dabei diese Gelegenheit, um sich gegenseitig kennen zu lernen und ins Gespräch zu kommen.
Text: Markus Lindmeier

