Und so steppte im Herzen der Passauer Altstadt rund um den Garten St. Valentin beim Domplatz der Bär. Die Familien hatten ihren Spaß – zum Beispiel beim Erzähltheater „Elefanten tröten“ mit Andrea Fischl und Laura-Lee Jacobi vom Kulturkreisel aus Untergriesbach und bei vielen Ständen im „Markt der Möglichkeiten“ — organisiert vom Referat Ehe, Familie, Kinder mit Otto Penn an der Spitze. Es gab Infos zu Themen wie Prävention im Bistum Passau und auch der Domladen öffnete seine Pforten.
Bischof Stefan Oster begrüßte die Familien im Festzelt im Garten St. Valentin zu dem kunterbunten Familienevent: „Dank sage ich erstmal unserem Herrgott, dass wir genau das passende Wetter für ein Familienfest bekommen haben. Die Kirche von Passau tut gern etwas für die Familien. Familie ist der erste Platz, wo man lernt, ein Mensch zu sein und vielleicht auch der Platz, wo man in den Glauben hineinwächst.“
Danach waren viele Mädchen und Buben beim Familien-Mitmach-Konzert mit Martin Göth und der Musikgruppe Shalom-Passau auf den Beinen. „Ich mit dir, du mit mir, lasst uns Regenbögen finden!“ erklang es schwungvoll im Festzelt. Auch Bischof Stefan Oster tauchte gutgelaunt ein in das muntere Treiben. Beim Spielen, Singen und den Unterhaltungen mit den vielen Familien war er in seinem Element. Die Familien nutzten den schönen Tag, um mit diesem „Bischof zum Anfassen“ ins Gespräch zu kommen. Melanie und Simon Fröbus aus Aicha vorm Wald zum Beispiel verfolgten mit ihren Söhnen Thassilo und Dionys die Jonglier-Künste von Bischof Stefan. Maria Jancovic aus Passau bastelte mit ihren kleinen Mädels Esther und Thea am KDFB-Stand Lichtfänger aus CDs mit Glitzer-Aufklebern und Perlen. „Wir waren schon öfter beim Familienfest und auch bei der Segnung durch den Bischof. Das ist sehr wichtig für uns“, erzählte die junge Mama. An etlichen Ständen hatten die Familien an diesem Tag ihren Spaß. Viele fleißige Hände halfen zusammen. Auch das Passauer Bistumsblatt war mit einem Stand mit Fotobox vertreten. Eis, Snacks, kühle Getränke, Kaffee und Kuchen versüßten den Tag zusätzlich – alles wunderbar hergerichtet von Margit Bauer, Hauswirtschaftsmeisterin des Bischöflichen Ordinariates, mit ihrem Team.
Eine pontifikale Segensfeier unter dem Motto „Lass uns Regenbögen finden“ setzte den Schlussakzent für diesen schönen Familien-Sonntag. „Herr Jesus Christus, in deinem Licht dürfen wir sein, bunt und farbenfroh“, freuten sich die Kleinen der Domsingschule. Domdekan Dr. Hans Bauernfeind zeichnete verantwortlich für den perfekten Ablauf. Für die musikalische Gestaltung im Dom waren die Vokale Früherziehung, der Vorchor der Domsingschule (Leitung: Marie Groß, Anne Unterguggenberger) unter der Gesamtleitung von Domkapellmeister Andreas Unterguggenberger im Einsatz. Das Gespräch des Bischofs mit den vielen Mädchen und Buben im Altarraum drehte sich wieder um die Regenbögen. Der Bischof: „Ich möchte, dass ihr drei Wörter mitnehmt aus dieser Segensfeier: Bitte, danke und Entschuldigung!“ Darüber freue sich der liebe Gott und in den Familien funktioniere es damit sicher auch besser. „Und am Abend kann man auch mal sagen: Danke lieber Gott, für diesen schönen Tag“, so Bischof Stefan. Anschließend bestand die Möglichkeit, sich als Familie segnen zu lassen. Segnende waren neben dem Bischof die Geistlichen Hans Bauernfeind, Hubertus Kerscher und Diakon Markus Baldini. So gingen ein paar unbeschwerte Stunden für die Familien zu Ende, bevor sie sich fröhlich und gestärkt wieder auf den Weg in ihren Alltag machten.
Text: Uschi Friedenberger



