Bistum

„Ein hörendes Herz“

BAY am 08.11.2025

Info Icon Foto: Bayer / pbp

Beim Festgottesdienst in der Passauer Stadtpfarrkirche St. Paul dankte Bischof Dr. Stefan Oster allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Telefonseelsorge für ihren treuen Dienst.

In sei­ner Pre­digt setz­te sich Bischof Oster sehr tief mit den bei­den Tex­ten der Lesung und des Evan­ge­li­ums aus­ein­an­der: Gott ist die Lie­be“ aus dem ers­ten Johan­nes­brief und Jesu Zuspruch im Mat­thä­us­evan­ge­li­um: Kommt alle zu mir, die ihr müh­se­lig und bela­den seid.“

Bei­de Stel­len sei­en, so der Bischof, unglaub­lich tröst­lich – aber auch her­aus­for­dernd“. Im Johan­nes­brief hei­ße es, dass die voll­kom­me­ne Lie­be die Furcht ver­trei­be. Wer sich fürch­tet, ist also nicht in der Lie­be – das ist eine ziem­li­che Zumu­tung“, so Oster. Eben­so das Wort Jesu: Mein Joch drückt nicht, mei­ne Last ist leicht“ – obwohl er doch selbst vom Kreuz spreche.

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Um die­se Span­nung zu ver­ste­hen, zog der Bischof ein Wort des Königs Salo­mo her­an: Gib mir ein hören­des Herz.“ Das sei, so Oster, die Hal­tung, die auch für die Tele­fon­seel­sor­ge wesent­lich sei. Ein hören­des Herz ist wie eine geöff­ne­te Tür, in die ein Mensch ein­tre­ten darf, ohne beur­teilt oder ver­ur­teilt zu wer­den.“ Wer so zuhö­re, ermög­li­che ande­ren, weni­ger angst­voll und frei­er zu wer­den. Oster beton­te, dass wirk­li­ches Zuhö­ren anstren­gend sein kön­ne: Manch­mal denkt man: Wie lan­ge hal­te ich das noch aus? Wie brin­ge ich das Gespräch zu Ende?“ Doch genau hier lie­ge die Kunst des Diens­tes – nicht in der schnel­len Ant­wort, son­dern in der inne­ren Offenheit.

Hier können Sie sich die Predigt anhören:

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Ich glau­be, Jesus war der größ­te Zuhö­rer, der je über die­se Erde gegan­gen ist“, sag­te Oster. Drei­ßig Jah­re lang habe er in Stil­le gelebt und den Men­schen zuge­hört. Wenn ich mich in die­sen Raum Jesu stel­le, kann ich selbst offe­ner, vor­be­halt­lo­ser, frei­er wer­den.“ Zum Abschluss dank­te der Bischof allen Enga­gier­ten in der Tele­fon­seel­sor­ge. Ihr Dienst sei einer der kost­bars­ten in der Kir­che“. Denn jeder Mensch, egal woher er kom­me, dür­fe bei ihnen anru­fen und fin­de – ein hören­des Herz“. Für die musi­ka­li­sche Gestal­tung des Fest­ot­tes­diens­tes sorg­te der Chor der Tele­fon­seel­sor­ge unter Lei­tung von Robert Kabuye.

Der zwei­te Teil der Fei­er­lich­kei­ten fand im Fest­saal St. Valen­tin statt. Durch das abwechs­lungs­rei­che Pro­gramm führ­te Mode­ra­to­rin Sabi­ne Mül­ler, die auf der Büh­ne zahl­rei­che Gäs­te inter­view­te, die sich in beson­de­rer Wei­se um die Tele­fon­seel­sor­ge ver­dient gemacht haben – dar­un­ter die lang­jäh­ri­ge haupt­amt­li­che Mit­ar­bei­te­rin Gabrie­le Döl­zer, Pater Georg Gal­ke, Dipl.-Theologe Josef Feigl, Pas­to­ral­re­fe­ren­tin Moni­ka Win­ter, Pater Lud­ger Wer­ner, Lei­ter der Tele­fon­seel­sor­ge, sowie Eli­sa­beth Peter­hoff, Spre­che­rin der Tele­fon­seel­sor­ge Bayern.

Für die musi­ka­li­schen Höhe­punk­te sorg­te Musi­ker Robert Kabuye gemein­sam mit sei­ner Fami­lie, die den Abend mit schwung- und gefühl­vol­len Klän­gen berei­cher­ten. Nach dem gemein­sa­men Fest­essen nutz­ten die Gäs­te die Gele­gen­heit, die­ses beson­de­re Jubi­lä­um in ent­spann­ter Atmo­sphä­re aus­klin­gen zu las­sen und sich über ihre Erfah­run­gen und ihr Enga­ge­ment in der ehren­amt­li­chen Arbeit auszutauschen.

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