Bistum

Besuch aus Arequipa/ Peru

Redaktion am 08.04.2026

Info Icon Foto: Susanne Simperl / pbp
Arbely und Alicia überreichten eine Urkunde mit Danksagung an das Bistum für die großartige Unterstützung (finanziell, im konkreten Arbeitseinsatz der Freiwilligen und nicht zuletzt für die Freundschaft) für den Unterhalt der Kinderhäuser und die Stipendien, die 90 Jugendlichen ein Studium ermöglichten.

Das Referat Mission & Weltkirche im Bistum Passau hatte über Ostern Gäste aus Arequipa in Peru zu Besuch. 

Are­qui­pa ist eine Stadt auf 2.400 Meter Höhe in der Nähe des Titi­ca­ca­see mit einem akti­ven Vul­kan im Zen­trum. Die Stadt hat ca. 1,5 Mil­lio­nen Ein­woh­ner. Ali­cia lei­tet dort eine Ein­rich­tung von CIR­CA-MAS, einer Schul­ge­mein­schaft für Kin­der aus sehr armen Stadt­rand­re­gio­nen und Kin­der­hei­men für Wai­sen. Arbe­ly koor­di­niert ein Sti­pen­di­en­pro­jekt für mit­tel­lo­se Jugend­li­che vor Ort. Mit der Hil­fe von Spen­de­rin­nen und Spen­dern aus dem Bis­tum Pas­sau konn­ten in den letz­ten Jah­ren ca. 90 jun­ge Men­schen ihr Stu­di­um beenden.

Im Radiointerview erzählen beide von ihren Projekten:

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Die Ein­rich­tung CIR­CA-MAS, die Ali­cia lei­tet, wid­met sich vor allem der Aus­bil­dung von Kin­dern und Jugend­li­chen, aber auch der Auf­nah­me von Kin­dern aus vul­ner­ablen Fami­li­en­ver­hält­nis­sen oder Wai­sen­kin­dern sowie der spi­ri­tu­el­len Bil­dung. Die Schu­len und Hei­me sind Anlauf­stel­len für Tau­sen­de Kin­der und Jugend­li­che. Ein Schul­geld muss nicht bezahlt wer­den, vie­le Eltern schät­zen die CIR­CA-Schu­len aber ins­be­son­de­re wegen der ganz­heit­li­chen Bil­dung mit einem Schwer­punkt auf Wer­te­er­zie­hung. In den Schu­len sind rund 1.200 Lehr­kräf­te beschäf­tigt. In den Kin­der­hei­men sind zahl­rei­che Ehren­amt­li­che tätig, die dafür sor­gen, dass die Kin­der dort Unter­kunft, war­mes Essen, Hil­fe bei den Haus­auf­ga­ben und letzt­lich eine neue, klei­ne Hei­mat“ fin­den kön­nen, so Ali­cia. Die spi­ri­tu­el­le Säu­le der Ein­rich­tun­gen tra­gen zudem Pries­ter vor Ort. Finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für die Ein­rich­tun­gen kommt auch aus dem Bis­tum Pas­sau. Eine unver­zicht­ba­re Hil­fe für die Orga­ni­sa­ti­on, so Ali­cia: Wir wüss­ten nicht, was wir ohne die Unter­stüt­zung aus Pas­sau mit all unse­ren Kin­dern tun wür­den. Sie wären wie­der auf der Stra­ße. Aber mit der Hil­fe aus Pas­sau kön­nen die­se Kin­der ein neu­es Heim gewin­nen. Sie fan­gen wie­der an zu träu­men und zu hof­fen, in Bezug auf ihre Zukunft ein­fach ein Licht zu sehen.“ Bis zur Been­di­gung der Frei­wil­li­gen­ent­sen­dun­gen waren in Are­qui­pa jedes Jahr auch fünf Frei­wil­li­ge aus Pas­sau im Ein­satz. Die­se hät­ten es ermög­licht, einen Erfah­rungs­aus­tausch zwi­schen den Kul­tu­ren anzu­sto­ßen. Trotz anfäng­li­cher kul­tu­rel­ler Unter­schie­de sei es immer ein gutes Mit­ein­an­der gewe­sen und eine Freu­de, zusammenzuarbeiten.

Ich dan­ke Gott dafür, dass mei­ne Jugend­li­chen aus die­sem Sti­pen­di­en­pro­jekt eine gute Zukunft vor sich haben. Ich bin so dank­bar für die Unter­stüt­zung aus Passau.”

Arbely, Koordinatorin des Stipendienprojekts

Das Sti­pen­di­en­pro­jekt in Are­qui­pa, das Arbe­ly koor­di­niert, hat in der Ver­gan­gen­heit knapp 90 Jugend­li­chen, die in der Schu­le zu den Bes­ten ihres Jahr­gangs gehört haben und aus armen Ver­hält­nis­sen stam­men, zu einem Stu­di­en­platz ver­hol­fen. Sie alle haben einen guten Beruf gefun­den, ver­die­nen jetzt ihr eige­nes Geld und sind in Peru geblie­ben. So erzählt Arbe­ly zum Bei­spiel von Micha­el, der mit sei­ner Fami­lie in der Kind­heit nur mit Müh und Not ein Dach über dem Kopf hat­te und des­sen Mut­ter von sei­nem Stief­va­ter geschla­gen wur­de. Durch das Sti­pen­di­um hat Micha­el Geo­phy­sik stu­diert und einen guten Job gefun­den. Heu­te rufe er Arbe­ly regel­mä­ßig an und fra­ge: Wie kann ich die Kin­der in den Kin­der­hei­men unter­stüt­zen? Was kann ich euch geben? Was braucht ihr?“ Das Sti­pen­di­en­pro­jekt ist mitt­ler­wei­le zu Ende gegan­gen. Zwei Sti­pen­dia­ten, Pie­ro und Julika, been­den gera­de noch ihr Stu­di­um in Ernäh­rungs­wis­sen­schaf­ten bzw. Wirt­schaft. Arbe­ly habe nun die Hoff­nung, dar­auf etwas Neu­es auf­zu­bau­en, auch mit der Unter­stüt­zung der Sti­pen­dia­ten, die etwas von dem zurück­ge­ben möch­ten, was sie erhal­ten haben. Ich dan­ke Gott dafür, dass mei­ne Jugend­li­chen aus die­sem Sti­pen­di­en­pro­jekt eine gute Zukunft vor sich haben. Ich bin so dank­bar für die Unter­stüt­zung aus Pas­sau“, so Arbe­ly. Die Sti­pen­dia­ten haben natür­lich erfah­ren, dass ich nach Pas­sau ein­ge­la­den wur­de. Und sie sag­ten oft mit Trä­nen in den Augen, ich soll vie­le Grü­ße bestel­len und soll den Dank über­brin­gen, denn ohne die Unter­stüt­zung hät­ten sie kei­ne beruf­li­che Zukunft, kei­ne Zukunft für ihre alte Fami­lie, aus der sie kom­men, aber auch kei­ne Zukunft für Ihre Fami­lie, die sie grün­den werden.“ 

Info Icon Foto: Christine Krammer
v.l.: Msgr. Hettler, Arbely Alvarez, Alicia Medina, Romy Schmied, Pfr. Martin Prellinger

Knapp eine Woche haben Ali­cia und Arbe­ly nun im Bis­tum Pas­sau ver­bracht. Neben einem Aus­tausch mit Bischof Ste­fan Oster und Gene­ral­vi­kar Josef Ede­rer stan­den eini­ge wei­te­re Begeg­nun­gen, auch mit ehe­ma­li­gen Frei­wil­li­gen, auf dem Plan. So zum Bei­spiel in der Pfar­rei Hals, die mit dem gesam­ten Pfarr­ver­band Ilz­stadt und Grub­weg sowie dem Frau­en- und Müt­ter­ver­ein eine Spen­de über 1.300€ für das Pro­jekt CIR­CA über­reich­te. Mit den Spen­den wer­den die Kin­der­häu­ser, in denen Kin­der von 0 – 18 Jah­ren leben, die aus pre­kä­ren Fami­li­en­si­tua­tio­nen kom­men, unter­stützt. Romy Schmied aus der Pfar­rei Hals kennt CIR­CA aus ihrer Zeit als Welt­wärts-Frei­wil­li­ge. Ein Jahr arbei­te­te sie in den CIR­CA-Schu­len und in den Kin­der­häu­sern mit, begeis­tert sich bis heu­te für die Ein­rich­tung und initi­ier­te die Spendenaktion.

Treffen mit Spendern

Arbe­ly und Ali­cia tra­fen sich in Straß­kir­chen mit einer Grup­pe von Spen­de­rIn­nen, die über vie­le Jah­re enga­giert und treu die Sti­pen­dia­ten aus sehr armen Fami­li­en unter­stütz­ten. Am Abend nach einer gemein­sa­men Gebets­zeit in der Pfarr­kir­che Straß­kir­chen erzähl­ten Sie über die erfolg­reich abge­schlos­se­nen Stu­di­en der Sti­pen­dia­ten und wie sich damit neue Chan­cen für die Zukunft, die vor­her für sie undenk­bar gewe­sen wären, eröffneten.

Treffen mit ehemaligen Freiwilligen aus dem Bistum Passau

Bis zur Pan­de­mie 2021 ent­sand­te das Bis­tum Pas­sau jedes Jahr 5 Frei­wil­li­ge, die in CIR­CA in den Kin­der­hei­men und an den Schu­len mit­ar­bei­te­ten und inten­siv mit­leb­ten. Dabei ent­stan­den vie­le Freund­schaf­ten, aber auch ein tie­fes Ver­ständ­nis für die Lebens­ver­hält­nis­se in einem armen Land und die Situa­ti­on der Kin­der, die aus sehr armen Fami­li­en stam­men oder oft auch ohne Fami­lie auf­wach­sen müs­sen. Das Wie­der­se­hen mit Arbe­ly und Ali­cia hier in Pas­sau war für alle eine gro­ße Freu­de und eine Gele­gen­heit, die kuli­na­ri­schen Beson­der­hei­ten unse­rer Hei­mat (Weiß­würs­te, Bier, süßer Senf und Bre­zen) mit­ein­an­der zu probieren.

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