Was kann Hoffnung geben, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gedenkgottesdienstes für verstorbene Patientinnen und Patienten am Dienstagabend in der Kapelle des Klinikums. Mit dem Seelsorge-Team des Krankenhauses gedachten Ehrenamtliche des Hospizvereins, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Mitglieder der „Gelbe Engel“ sowie Freunde und Familienmitglieder derjenigen, die in den vergangenen zwölf Monaten verstorben waren. „Kein Leben war vergebens“, sagte Krankenhausseelsorgerin Barbara Stadlberger in ihrer berührenden Predigt im Wortgottesdienst, „trotz der Erfahrung der Vergeblichkeit lohnt es sich zu hoffen“.
„Ein Raum für Trauer, für Zweifel und Fragen, aber auch für Dankbarkeit und Hoffnung, dass Gott hier in unserer Mitte ist“ sollte der Gottesdienst sein, so Pfarrer Stephan Schmoll in seinen Begrüßungsworten. Am Altar der vollbesetzten Kapelle stand ein symbolisches Foto des Sterbebuchs des Krankenhauses. Mit Bezug auf das bekannte biblische Gleichnis sprach Barbara Stadlberger von der schmerzhaften Erfahrung, dass „manche Samen nicht zur Reife kommen“, wenn jemand früh verstirbt. Doch ein Teil der Körner falle stets auf guten Boden, deswegen sei kein Leben vergebens. Trotzdem bleibe es schwer auszuhalten, „dass es meistens nicht wir selbst sind, die diese ernten. An uns ist es nur, Gutes auszusähen“, so die Seelsorgerin. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst mit Orgelspiel und dem Klinikumschor.
Am Klinikum bilden katholische und evangelische Seelsorger gemeinsam das Team der Krankenhausseelsorge. Sie sind ansprechbar für Patienten, aber auch für die Mitarbeiter, stehen für Gespräche zur Verfügung und gestalten Gottesdienste in der fast hundert Jahre alten Kapelle im Klinikum.
Text: Klinikum Passau

