Verena Holzbauer stellte an ihrem Stand die Arbeit der Stabsstelle Umwelt und Gemeinwohlorientierung vor. U.a. machte sie Werbung für die im Juli neugeschaffene FÖJ-Stelle, die ab sofort besetzt werden kann. Inhaltlich wird die FÖJ-Stelle in Zusammenarbeit mit der KLJB, der KLB und dem Waldreferat inhaltlich gestaltet. Interessierte können sich jeder Zeit per Email an umweltbeauftragte@bistum-passau.de wenden und sich unter FÖJ in Bayern | Freiwilliges ökologisches Jahr in Bayern über die Rahmenbedingungen informieren.
Am Stand zur Gemeinwohlökonomie informierten Dr. Melanie Hackenfort und Franziska Löw, von der GWÖ Regionalgruppe Unterer Bayerischer Wald über die Arbeit, die Ziele und Visionen der Gemeinwohlökonomie Bewegung im Allgemeinen und ganz konkret hier vor Ort in Passau. Um einen Eindruck zu gewinnen, wie gemeinwohlorientiert das eigene alltägliche Verhalten ist, hatten die Besucher*innen die Möglichkeit den GWÖ-Selbsttest durchzuführen. Für so manch einen war damit ein Aha-Erlebnis verbunden. Während ein Besucher Bestätigung für die Mühen fand, die er im Alltag für ökologische und soziale Gerechtigkeit auf sich nimmt, war eine Besucherin überrascht, wie viel Spielraum und Entwicklungspotential es noch in ihrem eigenen Handeln gibt. Den GWÖ Selbst-Test gibt es digital unter Werte-Selbst-Test I Jetzt Online! — Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland. Informationen und Kontakte zur Arbeit der GWÖ Bayern und der GWÖ Regionalgruppe finden sich unter Regionalverein Bayern — Gemeinwohl-Ökonomie Bayern / DE.
Gleich neben den Ständen der Stabsstelle präsentierte die KEB in Zusammenarbeit mit dem katholischen Bildungswerk Traunstein (KBW) den Kurs „Klimafreundlich leben“. Der Kurs ermöglicht den Teilnehmenden auf spielerische Art und Weise, sich mit dem eigenen CO²-Fußabdruck zu beschäftigen und für das eigene Lebensumfeld, Pfarrei oder Gemeinde Ideen zu entwickeln, wie Handlungen ökologischer und sozialgerechter verändert werden können. Möglichkeiten wären z.B. eine häufigere Nutzung des Fahrrads, der Wechsel zu einer gemeinnützigen Bank, die Mitgliedschaft bei einer solidarischen Landwirtschaft oder der Bau einer Photovoltaik-Anlage. In diesem Kurs bekommen Ideen Raum und Ermutigung zur konkreten Umsetzung. Insofern bietet „Klimafreundlich leben“ insbesondere für kirchliche Umweltauditor*innen eine spielerische Möglichkeit zur Entwicklung des Umweltprogramms. Wer den Kurs in seiner Pfarrgemeinde oder im pastoralen Team einmal durchführen möchte, kann sich für weitere Infos an umweltbeauftragte@bistum-passau.de oder die KEB Passau wenden. Weitere Infos gibt’s unter Klimafreundlich Leben — Startseite — Klimafreundlich Leben. Die Durchführung des Kurses wird durch die KBW gefördert.
Nach dem Festivalauftakt auf der Domplatte folgte die Teilnahme an der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zum Thema „10 Jahre Laudato si – Zeitenwende für Theologie, Mensch und Natur“. Für die Stabsstelle besonders erfreulich war die Aussage von Dr. Stefan Einsiedel, wie wichtig es wäre, dass die Stabsstelle Umwelt und GWO in den zentralen Entscheidungsgremien des Bistums mit einer Stimme vertreten ist. Bischof Stefan Oster betonte, dass bei allem sozialökologischem Engagement auch die persönliche Haltung und die Hinwendung des Herzen zu den Menschen und zur Schöpfung nicht vergessen werden darf. So bedarf es – und da waren sich die Podiumsteilnehmer einig – einer ehrlichen Begegnung und einem Austausch auf Augenhöhe mit den Menschen aller sozialer Schichten, hier vor Ort gleichermaßen wie an anderen Orten der Weltkirche. Ziel müsste es sein, lokales Wissen zu teilen um gemeinsam Lösungen zu finden für die drängenden Fragen unserer Zeit.
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Verena
Holzbauer
Leitung Stabsstelle Umwelt und Gemeinwohlorientierung
Dr.
Melanie
Hackenfort
Stabsstelle Umwelt und Gemeinwohlorientierung



