Kirche vor Ort

Dem Herrgott für die Ernte danken

Redaktion am 29.09.2025

Info Icon Foto: Marianne Hahn
Mit einem Festgottesdienst wurde bei der Gerner Fraternität das Erntedankfest gefeiert. Mit auf dem Bild von links Angelika Gabriel, Irene Drasch, die Ministranten Magdalena, Linda und Simon sowie Domprost i. R. Hans Striedl, Pater Viswasam und der Kommunionhelfer Tomas Kurba.

Feierlicher Gottesdienst mit Dompropst Hans Striedl 

Hirsch­horn. Mit einem erhe­ben­den Got­tes­dienst durch Dom­propst i.R Hans Striedl sowie Pater Vis­wa­sam hat die Ger­ner Fra­ter­ni­tät im Land­gast­hof Frei­lin­ger in Hirsch­horn das dies­jäh­ri­ge Ern­te­dank­fest gefeiert. 

Als gro­ßen Freu­den­tag bezeich­ne­te Hans Striedl die­se Zeit, wenn die viel­fäl­ti­gen Ern­te­ga­ben reif wer­den zum Ver­zehr. Beson­ders die Wich­tig­keit des Glau­bens stell­te er dabei in den Vor­der­grund und mein­te, wer glaubt nicht mehr dan­ken zu wol­len begibt sich in die Ein­sam­keit. Sehr bild­lich und anschau­lich zeich­ne­te er dabei als Bei­spiel das Leben der Mut­ter The­re­sa als Ordens­frau in Kal­kut­ta ab, die sich vor allem um Kin­der küm­mer­te, aber auch um Men­schen, denen es schlecht ging. Als Vor­bild für Kin­der gel­ten in hohem Maße die Erwach­se­nen, denn gera­de die Kin­der bli­cken in vie­len Momen­ten des täg­li­chen Lebens auf die Erwach­se­nen, um die vie­len posi­ti­ven Ein­flüs­se zu ler­nen. Dies gilt zum Bei­spiel auch für ein Gebet vor dem Essen um Dan­ke zu sagen. Denn wenn Kin­der Gott nicht mehr dan­ken, wer­den sie mor­gen ihren Eltern und Groß­el­tern nicht mehr dan­ken, weil alles selbst­ver­ständ­lich ist. Jeder Gesun­de zum Bei­spiel hat vie­le Wün­sche – ein Kran­ker nur einen, näm­lich Gesund­heit. Zufrie­den­heit ist eben­so ein wich­ti­ger Fak­tor für jeden Men­schen, denn jam­mern ist aktu­ell für ihn noch kei­ne Opti­on. Mit dem Spruch von Don Bosco ​„s’Herz im Him­mel, die Füße auf der Erde“ kom­me man als Christ stets posi­tiv durch den All­tag. Sein Wunsch war außer­dem, dass wir Men­schen sein sol­len, die für ande­re Glücks­brin­ger sind und jeder Mut und anpackt. 

Ein­drucks­voll umrahm­te Ire­ne Drasch an der Gitar­re und mit Gesang die Erntedankfeier. 

In der Lesung brach­te Ange­li­ka Gabri­el beson­de­re Gedan­ken zum Ern­te­dank zum Aus­druck, wäh­rend in den Für­bit­ten Mar­tin Lang­rei­ter und Clau­dia Panit­schek um den Bei­stand Got­tes baten. Ehrend gedacht wur­den den Ver­stor­be­nen Emma Mül­ler Schwan­dorf, Anna Strobl Schön­au, Bian­ca Schie­bels­ber­ger Wurm­anns­quick, Mar­got Wirth Land­au a. d. Isar, Edmund Stu­cken­ber­ger Fron­ten­hau­sen, Josef Sper­mann Per­ach und Peter Schacht­ner Mit­ters­kir­chen. Mit dem gemein­sam gesun­ge­nen Lied ​„Gro­ßer Gott wir loben dich“ ende­te die Eucharistiefeier.

Vor dem abschlie­ßen­den gesel­li­gen Teil dank­te im Namen aller Anwe­sen­den Ange­li­ka Gabri­el der Geist­lich­keit für die Fei­er der Eucha­ris­tie und der gro­ßen Dank­sa­gung und der kurz­fris­tig ein­ge­sprun­ge­nen Musi­ke­rin Ire­ne Drasch für den schö­nen Got­tes­dienst. Dan­ke sag­te sie aber auch an die vie­len flei­ßi­gen Hän­de zur wun­der­vol­len Deko­ra­ti­on des Saa­les. Groß war die Freu­de von ihr, dass sie so vie­le bekann­te Gesich­ter begrü­ßen konn­te, dar­un­ter die drit­te Bür­ger­meis­te­rin der Stadt Eggen­fel­den Moni­ka Hade­rer, die ehe­ma­li­ge Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Reserl Sem und wei­te­re Ver­tre­ter der Kom­mu­nal- und Land­kreis­po­li­tik. Außer­dem hat­te sie in ihrer wei­te­ren Ern­te­dank­re­de viel Lob für die Per­so­nen übrig, wel­che sich in hohem Maße rund um die Fra­ter­ni­tät im gesam­ten Jah­res­kal­an­der enga­gie­ren und natür­lich an alle Spon­so­ren und Gön­ner, wel­che über den gesam­ten Jah­res­ka­len­der die Fra­ter­ni­tät unter­stüt­zen. Vie­le kom­men wenn sie geru­fen wer­den und das ist ein Zei­chen, dass alles passt in die­ser Run­de. An ein sehr ereig­nis­rei­ches Jahr mit vie­len Aktio­nen, Fahr­ten und Begeg­nungs­mög­lich­kei­ten erin­ner­te sie im Zeit­raf­fer, eben­so an die regel­mä­ßi­gen Tref­fen an den Stamm­ti­schen. Dan­ke sag­te sie an den Herrn, dass alle von den Fahr­ten gesund zurück­ge­kom­men sind und kei­ne grö­ße­ren Unfäl­le pas­siert sind und an alle Orga­ni­sa­to­ren und ehren­amt­li­chen Begleit- und Pfle­ger­per­so­nen. Sie dank­te aber auch allen, die uns mit einer Behin­de­rung ein gro­ßes Vor­bild sind, denn gelin­gen­des Leben ist so viel mehr als ohne kör­per­li­che Ein­schrän­kung zu sein. Das soll allen Mut geben in schwie­ri­gen und belas­ten­den Zei­ten. In ihrem Gruß­wort dank­te Reserl Sem den Aktiv­pos­ten der Fra­ter­ni­tät für ihr groß­ar­ti­ges Enga­ge­ment im Sin­ne der Gemein­schaft und über­reich­te eine Spende. 

Nach dem gemein­sa­men Mit­tag­essen stan­den dann die Gesel­lig­keit und vie­le net­te Gesprä­che im Vor­der­grund der Zusammenkunft. 

Beim Blick auf die nächs­ten Ter­mi­ne steht vom 5. bis 11. Okto­ber die reli­giö­se Woche des FKA zum The­ma ​„Wun­der“ im Haus St. Eli­sa­beth in Alt­öt­ting an. Am 19. Okto­ber geht es zum Thea­ter der Lin­den­tha­ler, wäh­rend am 27. Novem­ber die Niko­laus­fei­er der Inte­gra­ti­ven Gemein­schaft im Gast­haus Frei­lin­ger in Hirsch­horn statt­fin­det. Die Advents­zu­sam­men­kunft ist für 29. Novem­ber ange­setzt, die Weih­nachts­fei­er des Mit­tags­stamm­ti­sches am 18. Dezember.

Text: Mari­an­ne Hahn

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