„Großartige Gestalt in Wort und Tat“: So umschrieb Pfarrer Anton Haslberger zu Beginn seiner Predigt den Apostel Johannes den Täufer, „der sich auch noch ausdrücken kann, sodass es den Menschen hilfreiche Worte sind, die ihnen tatsächlich im Leben tragend beistehen.“ Jesaja lade uns am zweiten Adventssonntag zu einem „großen Miteinander“ ein. Zwar gebe es auch immer wieder Streit und Unfrieden, so Haslberger. „Wir sind aber eingeladen, darüber hinauszugehen und neu einen Schritt zur Versöhnung, zum Miteinander, zum Frieden zu gehen (…). Auch jetzt in unserer Welt, die gerade einiges an Verunsicherung, an Schwerem, an Durcheinander zu bieten hat.“
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Da kommt ihm die Skulptur des Johannes vor dem UNO-Gebäude in New York in den Sinn, so Haslberger, die ihn als kräftigen Mann zeigt, der das Schwert zum Pflug umschmiedet. „Nicht mehr die Waffen gegeneinander erheben, sondern sie umschmieden zum Frieden. Da braucht es viel dazu.“ In dieser Figur habe ein sowjetischer Künstler zu Ende des zweiten Weltkriegs das „große Miteinander“ verewigt – ein Geschenk der Sowjetunion an die UNO –, und damit auch ausgedrückt, dass es dafür Mut, Kraft und Anstrengung braucht, erklärte Haslberger. „Dieser Hammer schlägt das Schwert nicht allein. Es braucht Menschen, die anpacken, Mut beweisen und sich für Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Den Hammer in die Hand nehmen und sich kräftig einsetzen für dieses Miteinander.“ Er lud schließlich dazu ein, in der Gemeinschaft mit Gott selbst ein Licht in der Welt zu sein. „Dahinein dürfen wir vor allem auch in Gedanken unterwegs bleiben, wie wir uns dafür einsetzen, für Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung.“
Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Rhythmix-Chor des Gesangvereins Neustift unter der Leitung von Rainer Hesse gestaltet, unterstützt von Organist Georg Bauer, die gemeinsam für eine stimmungsvolle Umrahmung sorgten.



