Bistum

Machtmissbrauch und (Ohn-)Macht der Liebe

Redaktion am 02.04.2026

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Bischof Stefan Oster feierte mit zahlreichen Gläubigen im Stephansdom, vor den TV-Bildschirmen und im Internet die Feier des letzten Abendmahls am Gründonnerstag und sprach in seiner Predigt über Machtmissbrauch und die wahre Freiheit des Menschen.

Bei der Pre­digt am Grün­don­ners­tag im Ste­phans­dom sprach Bischof Oster über Macht, Erlö­sung und die wah­re Frei­heit des Men­schen. Wenn man die Mensch­heits­ge­schich­te betrach­te, sehe man gro­ße und schö­ne Ereig­nis­se, aber auch vie­le Tra­gö­di­en. Fast immer hät­ten die­se Tra­gö­di­en mit dem Miss­brauch von Macht und Gewalt zu tun“, so Bischof Ste­fan. Gleich­zei­tig brau­che jede Gemein­schaft Auto­ri­tät und Lei­tung, also auch Macht. Doch durch das gebro­che­ne Mensch­sein lie­ge in uns allen die Ver­su­chung, Macht zu miss­brau­chen, ande­re klein zu hal­ten und sich selbst groß zu machen. 

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Gott habe sein Volk Isra­el aus der Unter­drü­ckung des Pha­rao in Ägyp­ten befreit und in die Frei­heit geführt. Den­noch sei die­se Befrei­ung zunächst eine äuße­re Befrei­ung gewe­sen. Des­halb sei im Volk Isra­el die Sehn­sucht nach einer tie­fe­ren Befrei­ung gewach­sen, nach einer Erneue­rung des Herzens.

Wenn die Welt aus dem Miss­brauch von Macht ihre Tra­gö­di­en erlebt, dann dient der Erlö­ser, der auf dem Höhe­punkt sei­nes Wir­kens in die­ser Welt ist, mit dem letz­ten Skla­ven­dienst in der Fuß­wa­schung. Und mit einem noch grö­ße­ren Skla­ven­dienst, indem er frei­wil­lig aus Lie­be sich fol­tern, kreu­zi­gen und töten lässt.”

Bischof Stefan

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Im Neu­en Tes­ta­ment wer­de Jesus als der neue Befrei­er dar­ge­stellt. Er füh­re die Men­schen nicht in ein eige­nes Land, son­dern in das Reich Got­tes. Die eigent­li­chen Mäch­te, die den Men­schen gefan­gen hiel­ten, sei­en Sün­de, Tod und das Böse. Jesus über­win­de die­se Mäch­te nicht durch Gewalt, son­dern durch Demut und Lie­be. In der Fuß­wa­schung und am Kreuz zei­ge sich die­se Lie­be, die­ser unglaub­li­che Skla­ven­dienst des Sohn Got­tes, in radi­ka­ler Weise.

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Bischof Stefan Oster bei der rituellen Fußwaschung am Gründonnerstag im Passauer Stephansdom.

Bit­te glaubt mir, ich bin da. Bit­te glaubt mir, dass ihr euch von mir und mei­ner Gegen­wart wirk­lich näh­ren könnt. Bit­te glaubt mir, dass Mei­ne demü­ti­ge, lie­ben­de Gegen­wart euch durch alles hin­durch trägt, was auch kom­men mag. Bit­te glaubt mir. Tut es zu mei­nem Gedächtnis.”

Bischof Stefan

Der Bischof zitier­te sinn­ge­mäß die Wor­te Jesu, man sol­le ihm glau­ben, dass er mit sei­ner Lie­be alle Tage da sei, bis ans Ende der Welt“. Unse­re Ret­tung, so Bischof Ste­fan, hängt vom Ver­trau­en auf den ab, der durch den dun­kels­ten Tun­nel der Mensch­heit vor­aus­ge­gan­gen ist“, damit am Ende wie­der das Licht erscheine.

Nach der ritu­el­len Fuß­wa­schung und der Eucha­ris­tie­fei­er führ­te Bischof Ste­fan eine Pro­zes­si­on in die Andre­as­ka­pel­le an, wo des Lei­dens Jesu am Ölberg gedacht wur­de. Für die fei­er­li­che musi­ka­li­sche Gestal­tung des Got­tes­diens­tes sorg­te das Frau­en­stim­men­en­sem­ble der Dom­mu­sik unter Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Andre­as Unter­gug­gen­ber­ger sowie Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruckdeschel.

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