Bistumsblatt

„Ich male, seit ich denken kann!“

Redaktion am 21.08.2025

Info Icon Foto: Uschi Friedenberger
Ihrer Kunst verbunden ist Ruslana Halushko – auf dem Bild mit Domvikar Dr. Anton Morhard und Ortspfarrer Wolfgang Reincke (von rechts).

Ikonenmalerin aus Leidenschaft: Ruslana Halushko (51) aus Lwiw (Lemberg) in der Ukraine lebt derzeit in der Flüchtlingsunterkunft in Tann – Ihre Kunst begleitet sie auf ihrem Lebensweg.

Ich male, seit ich den­ken kann!“ Rus­la­na Halush­ko gerät ins Schwär­men, wenn sie über ihre Beru­fung erzählt: ​„Schon in der 1. Klas­se sag­te mei­ne Leh­re­rin zu mei­ner Mut­ter: ​‚Ihre Toch­ter hat eine beson­de­re Bega­bung zum Zeich­nen!‘“ Das ist nun schon vie­le Jah­re her und der Lebens­weg führ­te die heu­te 51-Jäh­ri­ge aus Lwiw (Lem­berg) in der west­li­chen Ukrai­ne nach Tann im Land­kreis Rot­tal-Inn. Hier bewohnt sie der­zeit ein Zim­mer in der Flücht­lings­un­ter­kunft. Kla­rer Fall, dass auch die Mal­uten­si­li­en dabei sind.

Ihre Mut­ter hat­te damals auf die Leh­re­rin gehört und so durf­te das Mäd­chen Kunst­stu­di­os und spä­ter die Kunst­schu­le in Lem­berg besu­chen. Schon wäh­rend der Schul­zeit berei­te­te Rus­la­na sich dar­auf vor, an das Staat­li­che Insti­tut für Ange­wand­te und Deko­ra­ti­ve Kunst zu gehen. Ihr Stu­di­um als Mode­de­si­gne­rin been­de­te sie 1999 mit Aus­zeich­nung. Eben­so schloss sie die Schu­le für Iko­nen­ma­le­rei erfolg­reich ab. Dane­ben arbei­te­te sie in der Werk­statt ihres Vaters für die Her­stel­lung von Grab­stei­nen als Gra­ve­u­rin auf Gra­nit mit. ​„Dank mei­ner Arbeit konn­te ich mir alles Not­wen­di­ge für mein Leben und mei­ne künst­le­ri­sche Arbeit leis­ten“, so die Künst­le­rin. Seit 20 Jah­ren wid­met sie sich der Ikonenmalerei.

Dann kam der Krieg und damit änder­te sich abrupt ihr Leben. Sie ver­ließ die Ukrai­ne. Am 21. Febru­ar ist Rus­la­na Halush­ko in Tann ange­kom­men und hat dies in äußerst guter Erin­ne­rung: ​„Als ich mei­nen Fuß auf die­sen Boden setz­te, hat­te ich das Gefühl, ich bin zu Hau­se! Als ich zum ers­ten Mal die Kir­che in Tann betrat, dach­te ich: Oh, mei­ne lie­ben Hei­li­gen, ihr seid alle hier!“ Die Ukrai­ne­rin erzählt wei­ter ​„Ich habe …

Weitere Nachrichten

Das glauben wir
23.10.2026

Es kommt anders als man denkt!

Die Predigt zum 25. Oktober 2026 von Jennifer Kinder, Gemeindereferentin in Fürstenzell.

Bistumsblatt
21.10.2026

Gemeinsam durchs Wallfahrtsjahr

Der neue „Wallfahrtskalender Unserer Lieben Frau von Altötting“ ist ab sofort erhältlich.

Bistum
21.10.2026

Neue Wege gehen

Der Auftaktgottesdienst zum „Pastoralen Raum Osterhofen“ in der ...

Weltkirche
21.10.2026

25. Oktober - Weltmissionssonntag

Im Weltmissionsmonat Oktober ist Erzbischof Gustavo Bombín Espino aus Madagaskar zu Gast im Bistum Passau.