Das glauben wir

Wundervoll, einzigartig, besonders!

Redaktion am 10.04.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Am sogenannten „weißen Sonntag“ wird vielerorts die Erstkommunion gefeiert. Kinder empfangen zum ersten Mal den Leib Christi und spüren dabei, dass in der Eucharistie etwas Einzigartiges passiert. Das dürfen auch wir uns immer wieder in Erinnerung rufen, wenn wir an diesen besonderen Tag denken. Ein Impuls zum 12. April 2026 von Gemeindereferentin Jennifer Kinder.

Am ers­ten Sonn­tag nach Ostern, auch ​„wei­ßer Sonn­tag“ genannt, wird in vie­len Pfar­rei­en Erst­kom­mu­ni­on gefei­ert. Sei­nen Namen hat er von den wei­ßen Alben, den Gewän­dern, die die Kin­der an die­sem Tag, in Erin­ne­rung an ihre Tau­fe, tra­gen. Am Tag mei­ner Erst­kom­mu­ni­on wars bewölkt. Das berich­ten mir Fotos. Die­se erzäh­len außer­dem von einem lan­gen Kir­chen­zug durch die Ort­schaft, mei­ne Klas­sen­leh­re­rin war da und wir waren beim Foto­gra­fen. Mei­ne Erin­ne­run­gen an die­sen Tag sind blass. Unser Erst­kom­mu­ni­on­mot­to weiß ich aber noch: der ​„Ich­tys“ – das ​„Geheim­sym­bol“ der ers­ten Chris­ten und eines der frühs­ten Glaubensbekenntnisse.

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Zuge­ge­ben: Dass ich das noch weiß, liegt ver­mut­lich dar­an, weil ich eine Für­bit­te lesen durf­te. Dabei durf­te ich auch einen Fisch, der auf einen klei­nen Stab gesteckt war, hoch­hal­ten. Stolz war ich, weil ich lesen durf­te und stolz hielt ich mei­nen ​„Ich­tys“ nach oben – so wie es mir die Gemein­de­re­fe­ren­tin damals gezeigt hat. Als ich mei­ne Für­bit­te begon­nen hat­te, segel­te der Fisch zu Boden, er war nicht fest­ge­klebt – den klei­nen Stab hielt ich immer noch nach oben – nur ohne Fisch – das brach­te mir vie­le Lacher – die ich aber ÜBER­HAUPT nicht haben woll­te. Weil ich es PER­FEKT machen wollte!

Obwohl ich zwar nicht wirk­lich ver­stan­den habe, was bei mei­ner Erst­kom­mu­ni­on pas­siert, wuss­te ich, dass es etwas ​„Beson­de­res“ ​„Ein­zig­ar­ti­ges“ ​„Wich­ti­ges“ ist und dass es mir ERNST war. Da gabs nichts zu lachen! Heu­te darf ich ver­su­chen mein Leben aus dem Geschenk der Eucha­ris­tie her­aus zu gestal­ten – was mir mal mehr und oft weni­ger gut gelingt. Und trotz­dem geht mein Weg mit Gott. Weil ich spü­ren durf­te: da IST etwas. Etwas Beson­de­res, Wich­ti­ges und Einzigartiges.

Bei allem Lamen­tie­ren und bei aller Besorg­nis, dass die Kin­der die ​„heut­zu­ta­ge“ zur Erst­kom­mu­ni­on gehen ja ​„gar nichts mehr ver­ste­hen“ muss ich ehr­li­cher­wei­se geste­hen: ver­stan­den hab ich es auch nicht – und bis heu­te ver­su­che ich immer wie­der neu die­ses wun­der­vol­le Geheim­nis zu ver­ste­hen. Und des­halb wün­sche allen Erst­kom­mu­ni­on­kin­der aber auch uns allen, dass wir die­ses ​„Gefühl“ immer wie­der spü­ren kön­nen – dass in der Eucha­ris­tie etwas ganz Wun­der­vol­les, Ein­zig­ar­ti­ges und Beson­de­res passiert. 

Jen­ni­fer Kin­der
Gemein­de­re­fe­ren­tin in Fürstenzell

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