Das glauben wir

Du hast die Wahl!

Stefanie Hintermayr am 13.03.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Man hat oft die Wahl im Leben. Religion, Beruf, Familienform, Freizeitgestaltung. Vieles kann man selbst entscheiden. Beim Glauben ist das nicht anders. Man kann sich gegen Gott und damit für die Finsternis entscheiden. Oder aber man wählt den Weg mit Gott und erfährt sein Licht. Ein Impuls zum 4. Fastensonntag Laetare am 15. März 2026 von Domvikar Bernhard Kirchgessner.

Im Leben hat man oft­mals die Wahl. Das beginnt schon in frü­hen Jah­ren, wenn man vor die Fra­ge gestellt wird, wel­chen Schul­ty­pus man besu­chen möch­te und setzt sich dann bei der Berufs­wahl fort. Und schließ­lich kom­men wei­te­re exis­ten­zi­el­le Fra­gen auf einen zu. Etwa, ob man eine Ehe, eine Part­ner­schaft ein­ge­hen oder Sin­gle blei­ben möch­te. Wo man sich ein­mal ört­lich nie­der­las­sen möch­te, was natür­lich wie­der mit der Berufs­wahl zusam­men­hängt. Heut­zu­ta­ge stel­len sich Eltern die Fra­ge, ob ihr Kind getauft wer­den soll oder nicht. Tau­fe bald nach der Geburt ist nicht mehr selbst­ver­ständ­lich. Die Eltern bzw. der nicht Getauf­te haben die Wahl: Tau­fe ja oder nein?

Immer­zu sind wir Men­schen vor die Wahl gestellt und sol­len uns ent­schei­den. Auch jetzt wie­der, wo es nach den Kom­mu­nal­wah­len des ver­gan­ge­nen Sonn­tags für eine gan­ze Rei­he von Kan­di­da­ten in die Stich­wahl geht. Da heißt es Augen auf, wo man sein Kreuz­chen setzt. Vor einer Wahl ganz beson­de­rer Art stellt der Apos­tel Pau­lus die frü­he Chris­ten­ge­mein­de in Ephe­sus, aber auch eine jede und einen jeden von uns, wenn er uns heu­te auf­for­dert: Wäh­le zwi­schen Licht und Fins­ter­nis!“ Und die Ephe­ser wie uns for­dert er dezi­diert auf: Lebt als Kin­der des Lich­tes!“ Wer unvor­ein­ge­nom­men in die Welt unse­rer Tage schaut, wer die Zei­tung auf­schlägt, Radio oder Fern­se­hen zu den Nach­rich­ten auf­dreht, der sieht, hört und liest, dass unse­re Welt der­zeit vol­ler Fins­ter­nis ist. Ja, es scheint, als tri­um­phie­re die Fins­ter­nis gera­de­zu über das Licht, das Böse über das Gute.

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Und dar­um ermu­tigt uns Pau­lus: Habt nichts gemein mit den Wer­ken der Fins­ter­nis, die kei­ne Frucht brin­gen. Deckt sie viel­mehr auf!“ Die jüngs­te Auf­de­ckung der Epstein-Akten bestä­tigt, wie berech­tigt des Pau­lus‘ Ermah­nung ist. Was bis dato auf­ge­deckt wur­de – Vie­les ist ja noch in den Akten geschwärzt –, offen­bart, dass im Epstein-Impe­ri­um Frau­en als Ware im Selbst­be­die­nungs­la­den von rei­chen, berühm­ten, berüch­tig­ten und ein­fluss­rei­chen Män­nern, deren Tes­to­ste­ron­spie­gel außer Kon­trol­le gera­ten war, degra­diert wur­den. Und dahin­ter stand ein ganz raf­fi­nier­ter Strip­pen­zie­her, der wuss­te, dass Sex der Speck in der Mau­se­fal­le von Macht­gier, Ein­fluss und Reich­tum ist. Ein Speck, dem sich offen­sicht­lich kaum einer damals ver­wei­gert hat. Und wie­der ist es Pau­lus, der die pas­sen­den Wor­te hier­zu fin­det: Von dem, was sie heim­lich tun, auch nur zu reden, ist schändlich.“

Wir sind inzwi­schen weit in der Fas­ten­zeit vor­an­ge­schrit­ten. Eine Zeit, die uns eine ein­ma­li­ge Chan­ce der Selbst­re­fle­xi­on anbie­tet bei der die Fra­ge, auf wel­che Sei­te sich ein jeder von uns gestellt hat, im Mit­tel­punkt steht. Soll­te man ent­de­cken, bis dato mehr die Fins­ter­nis als das Licht gewählt zu haben, so böte sich nun die pas­sen­de Gele­gen­heit, sich genau davon zu ver­ab­schie­den. Wer bis jetzt im Halb­dun­kel dahin­dös­te, dem ruf Pau­lus zu: Wach auf, du Schlä­fer, steh auf von den Toten und Chris­tus wird dein Licht sein!“

Bern­hard Kirch­gess­ner
Lei­ter Spec­trum Kir­che Passau

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