Das glauben wir

Da ist Gott zuhause!

Redaktion am 17.04.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Die Jugendfußwallfahrt nach Altötting – heuer am 17./ 18. April – ist eines der größten gemeinschaftlichen Glaubensbekenntnisse v. a. junger Menschen in unserem Bistum. In ihr steckt tiefe Gläubigkeit und eine spürbare Liebe zu Jesus und seiner Kirche. Und das macht Hoffnung! Ein Impuls zum 19. April 2026 von Dompropst i. R. Hans Striedl.

Die Oster­fei­er­ta­ge und auch der Oster­ur­laub sind längst vor­bei. Wir sind wie­der in den All­tag zurück­ge­kehrt. Auch im Evan­ge­li­um an die­sem Sonn­tag erle­ben wir die Jün­ger, wie sie wie­der ihrer Arbeit nach­ge­hen – wie frü­her als Fischer. Und da, mit­ten in der Arbeit, begeg­nen sie Jesus, dem Auf­er­stan­de­nen. Am Oster­mon­tag waren es die Emma­us­jün­ger, die den Auf­er­stan­de­nen erlebt haben. Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag war es Tho­mas, der zum Bekennt­nis gekom­men ist: Mein Herr und mein Gott.“ Und heu­te begeg­nen wei­te­re Jün­ger mit­ten in der Arbeit ihrem Jesus. Jetzt kön­nen auch sie in das Bekennt­nis ein­stim­men: Der Herr ist wirk­lich auferstanden.“

Zwei­tau­send Jah­re schon geht die­se Bot­schaft um die Welt. Doch immer wie­der gibt es auch den Kom­men­tar des Dok­tor Faus­tus: Die Bot­schaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glau­be.“ Schau­en Sie: Ande­re haben dem Tho­mas die Bot­schaft über­bracht: Jesus lebt.“ Aber die­se Infor­ma­ti­on hat ihn nicht über­zeugt. Er muss­te dem Auf­er­stan­de­nen selbst begeg­nen. Das heißt doch: Wor­te kön­nen den Glau­ben nur vor­be­rei­ten. Erst die Erfah­rung im eige­nen Leben kann die Bot­schaft leben­dig machen und zum Bekennt­nis führen.

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Wie käme es sonst, dass jun­ge Men­schen nach zig Reli­gi­ons­stun­den nicht zu einem Bekennt­nis wie dem des Tho­mas durch­sto­ßen? Mein Herr und mein Gott“ – das heißt: Nur in der Erfah­rung des eige­nen Lebens und in der Gemein­schaft der Glau­ben­den kann mein Glau­be wach­sen. An die­sem Wochen­en­de sind wie­der an die 8.000 jun­ge Men­schen unter­wegs nach Alt­öt­ting, bei der Wall­fahrt – wie jedes Jahr. Was haben wir doch für groß­ar­ti­ge jun­ge Men­schen in unse­rer Diö­ze­se Pas­sau! Das hat nicht nur mit sport­li­chem Ehr­geiz zu tun. Nein, dahin­ter steckt tie­fe Gläu­big­keit und eine spür­ba­re Lie­be zu Jesus und zu sei­ner Kirche.

Ist das nicht ein groß­ar­ti­ges Bekennt­nis unse­rer jun­gen Men­schen – in einer Zeit, in der vie­les im Umbruch ist, in Kir­che und Gesell­schaft? Ich traue mir sogar zu behaup­ten: Noch nie haben die Men­schen so sehr nach der Bot­schaft Jesu Chris­ti gehun­gert – nach der Bot­schaft, die froh macht und zum Leben ermu­tigt. Ja, wir haben allen Grund zur Hoff­nung. Ich wün­sche Ihnen allen enga­gier­ten Mut und Freu­de am Glau­ben. Viel­leicht kön­nen wir mit­hel­fen, dass wie­der vie­le ande­re Men­schen sagen: Wir möch­ten auch zu euch gehö­ren. Bei euch spürt man: Gott ist zu Hause.“

Hans Striedl
Dom­propst i. R.

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