Das glauben wir

Aus wenig mehr machen

Redaktion am 31.07.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Die wundersame Brotvermehrung Jesu ist eine bekannte Geschichte: 5.000 Menschen werden von fünf Broten und zwei Fischen satt – und es bleibt sogar noch etwas übrig. Die Botschaft an uns: Selbst, wenn wir meinen, wenig zum Teilen zu haben, können wir mehr daraus machen, als wir berechnen können. Ein Impuls zum 2. August 2026 von Jugendpfarrer Hubertus Kerscher.

Wir hören heu­te im Evan­ge­li­um eines der bekann­tes­ten Wun­der Jesu: Fünf­tau­send Män­ner und dazu noch Frau­en und Kin­der wer­den von zwei Fischen und fünf Bro­ten satt. Die Jün­ger woll­ten die Men­schen weg­schi­cken, weil die vor­han­de­nen Ratio­nen nie­mals rei­chen wür­den, als Jesus for­dert: Gebt ihnen zu essen!“. Das Weni­ge reich­te dann sogar so weit, dass am Ende zwölf Kör­be voll übrigblieben.

Sol­che Spei­se­wun­der fin­den sich bereits im Alten Tes­ta­ment. Im zwei­ten Buch der Köni­ge hören wir fol­gen­de Erzäh­lung: Der Pro­phet Eli­scha will dort hun­dert Män­ner spei­sen, aber es sind nur zwan­zig Gers­ten­bro­te da. Doch auch er for­dert sei­nen Die­ner auf Gib den Leu­ten zu essen“ und pro­phe­zeit im Namen des Herrn Man wird essen und noch übrig­las­sen.“ Wir mer­ken bereits: Bei­de Erzäh­lun­gen tei­len sich eini­ge Schlag­wor­te, obwohl bei Jesus im Neu­en Tes­ta­ment die Zah­len noch ein­mal deut­lich gestei­gert werden.

Ihnen entgeht ein toller Beitrag!

Ohne die Ver­wen­dung von Coo­kies kann die­ser Bei­trag nicht ange­zeigt wer­den. Coo­kies sind klei­ne Datei­en, die von Ihrem Web­brow­ser gespei­chert wer­den, um Ihnen ein opti­ma­les Erleb­nis auf die­ser Web­site zu bieten.

Manch­mal wer­den die­se Wun­der­erzäh­lun­gen so erklärt, als hät­ten ein­fach alle ihre Vor­rä­te mit­ein­an­der geteilt. Tei­len gehört sicher zur Bot­schaft der Bibel. Die Tex­te wol­len uns aber noch mehr sagen. Jesus wird zwei Kapi­tel spä­ter mit sei­nen Jün­gern noch ein­mal über die Bedeu­tung des Bro­tes spre­chen. Es steht auch für sei­ne Leh­re und sei­ne Bot­schaft, die er mit gött­li­cher Voll­macht ver­kün­det. Hubert Fran­kem­öl­le weist uns dar­auf hin, dass es dem Evan­ge­li­um, wie schon der Eli­scha-Erzäh­lung nicht zuletzt um die Leben spen­den­de Kraft des gött­li­chen Wor­tes und der Gemein­schaft unter­ein­an­der und mit Gott geht.

Manch­mal kommt es uns viel­leicht auch so vor, als hät­ten wir nur wenig anzu­bie­ten, als müss­ten wir es für uns behal­ten, weil es sowie­so nicht reicht. Der Mat­thä­us­evan­ge­list macht uns heu­te Mut über Zwei­fel und Berech­nung hin­aus­zu­ge­hen: Was wird gesche­hen, wenn ich mein Weni­ges, mei­ne klei­nen Res­sour­cen, Fähig­kei­ten und Kon­tak­te in die Gemein­schaft mit Gott ein­brin­ge? Mat­thä­us ver­spricht nicht, dass jeder Man­gel sofort ver­schwin­det, aber er lädt uns ein, auf den zu hören, der aus unse­rem Weni­gen mehr machen kann, als wir berech­nen können.

Huber­tus Ker­scher
Jugend­pfar­rer

Weitere Nachrichten

Bistum
10.08.2026

OB Rother besichtigt Baustellen im Dom

Auf Einladung von Dompropst Dr. Michael Bär besichtigte Oberbürgermeister Andreas Rother, der gerade 100 Tage…

Bistum
10.08.2026

Zwei Kronjuwelen, drei Eiserne und ein Diamant

Deutschordensschwestern feiern in der Universitätskirche St. Nikola Passau 405 Jahre gelebte Berufung.

Bistum
10.08.2026

Mariä Himmelfahrt in Altötting

Am 15. August feiert Altötting das Patrozinium der Heiligen Kapelle – traditionell am Hochfest Mariä…

Das glauben wir
07.08.2026

Im Kleinen den Großen entdecken

Die Predigt zum 9. August 2026 mit einem Impuls zur Offenbarung Gottes von Pfarrer Peter Kieweg.