Das glauben wir

Einfach mega!

Redaktion am 24.04.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Jahresevent, Jahrhundertkatastrophe, Weltrekorde, Jahrhundertkrisen. Oder nur: „Einfach mega!“ Wir leben in einer Zeit der Superlative. Von einem völlig anderen Superlativ lesen wir im Evangelium, wenn Jesus sagt: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10). Der biblische Superlativ: Fülle und Überfluss. Ein Impuls zum 26. April 2026 von Papsthaus-Leiter Franz Haringer.

Unse­re Zeit ist um Super­la­ti­ve nicht ver­le­gen. Da gibt es das Event des Jah­res oder die Kata­stro­phe des Jahr­zehnts. Da wer­den Welt­re­kor­de gefei­ert oder Jahr­hun­dert­kri­sen befürch­tet. Wir hören von mas­si­ven Pro­ble­men und gigan­ti­schen Aus­sich­ten. Und ande­re sagen zu fast allem und jedem nur noch: ​„Ein­fach mega!“

Ein Super­la­tiv ganz eige­ner Art steht auch im Evan­ge­li­um des heu­ti­gen 4. Sonn­tags der Oster­zeit. Der Herr Jesus sagt von sich: ​„Ich bin gekom­men, damit sie das Leben haben und es in Fül­le haben“ (Joh 10,10). Das ist der bibli­sche Super­la­tiv: Die Fül­le, der Über­fluss. Da spricht einer von Leben im Über­fluss, von Leben in Fül­le, das er schen­ken kann. Darf er so spre­chen? Oder ist das nur eine rie­si­ge Anmaßung?

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Der Glau­be der Chris­ten sagt: In der Fül­le, in der Mit­te der Zeit tritt der auf, der ganz von Gott erfüllt war. In Jesus von Naza­ret woll­te Gott mit sei­ner gan­zen Fül­le woh­nen. Die gan­ze Geschich­te Got­tes mit den Men­schen läuft auf die­se Er-Fül­lung zu: Gott wird Mensch und erfüllt so alle Hoff­nun­gen und Ahnun­gen der Men­schen – grö­ßer und reich­hal­ti­ger, als es zu erwar­ten war.

Jesus Chris­tus nimmt dann auch den Kampf auf mit der Mega-Kri­se der Mensch­heit: mit dem Tod. An Ostern wird der Tod besiegt und nun hat wirk­lich jeder Super­la­tiv sei­ne Berech­ti­gung: Die Fül­le des Lebens und der Freu­de ist uns geschenkt. Der Auf­er­stan­de­ne steht höher als alle Mäch­ti­gen und Herr­scher die­ser Welt. Und doch ist er ganz inmit­ten sei­ner Gläu­bi­gen und erfüllt und trägt die Kir­che von innen her.

Wer sein Leben fest im auf­er­stan­de­nen Chris­tus ver­an­kert, der kann dann auch die lau­ten Töne die­ser Welt gelas­sen hören: die gro­ßen Befürch­tun­gen und die rei­ße­ri­schen Ver­spre­chen. Wer dem auf­er­stan­de­nen Herrn Jesus traut, der weiß: ​„Ein­fach mega“ – ein­fach groß ist nur er, weil er gekom­men ist, damit wir das Leben haben und es in Fül­le haben.

Ich wün­sche Ihnen einen geseg­ne­ten Sonntag.

Franz Harin­ger
Lei­ter Papst-Geburts­haus Marktl a.I.

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