Das glauben wir

Zeit für Erholung!

Redaktion am 24.07.2026

Info Icon Foto: Wolfgang Bayer / pbp

Endlich beginnen auch in Bayern die Sommerferien. Zeit für Ruhe und Erholung! Wie oft hetzen wir durch unseren Alltag. Unseren meist gut gefüllten Terminkalender haben wir stets im Blick. Dabei schenkt uns Gott nicht nur in den Ferien, sondern jede Woche am Sonntag Zeit für Erholung, zum Verschnaufen und zum Leben. Ein Impuls zum 26. Juli 2026 von Dompropst i. R. Hans Striedl.

Nächs­te Woche begin­nen end­lich auch in Bay­ern die Feri­en für Schü­ler und Leh­rer. Auch vie­le Betrie­be machen Urlaub. Män­ner und Frau­en, die täg­lich ein­ge­spannt sind ins Räder­werk von Beruf und Arbeit, die stän­dig gefor­dert und nicht sel­ten über­for­dert wer­den, wir alle brau­chen Zei­ten der Ruhe und der Erholung.

Ja, es stimmt, was ich neu­lich gele­sen habe: ​„In Zeit­not gera­ten wie in ein Netz ist der Mensch; atem­los hetzt er durchs Leben und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Ein Fluch des Jahr­hun­derts ist die­se Eile! Begrei­fe end­lich, wie bekla­gens­wert der ist, der dahin­eilt ohne Bes­se­rung, wie groß aber der ist, der inne­hal­ten kann. Den Staub aller Eitel­kei­ten fege ab, die Ewig­keit lass Dir end­lich wie­der in den Sinn kom­men!“ Ja, es stimmt: Wenn wir nicht auf­pas­sen, dann neh­men uns die vie­len Auf­ga­ben in Fami­lie und Beruf, im Ver­ein und im öffent­li­chen Leben sozu­sa­gen in den Wür­ge­griff und neh­men uns die Kraft und die Lust zum Leben.

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Ich möch­te kurz demons­trie­ren, wie der Mensch vom Tyran­nen Ter­min­ka­len­der in Beschlag genom­men und durchs Leben gejagt wer­den kann: Ein Mann hat­te einen gro­ßen Ter­min­ka­len­der; den­noch wur­de er zu klein. Er kauf­te sich einen grö­ße­ren – mit Ein­tei­lungs­mög­lich­kei­ten auch der Nacht­stun­den; er dis­po­nier­te noch ein­mal: trug sorg­fäl­tig alle Tagun­gen, Sit­zun­gen, Kon­fe­ren­zen ein und sag­te zu sich: Nun sei ruhig, lie­ber Freund! Du hast alles gut ein­ge­plant – ver­säu­me nur nichts!! Eines Tages war es dann so weit — und Gott sag­te: ​„Du Narr, die­se Nacht stehst Du in mei­nem Terminkalender!“

Wir fei­ern wie­der Sonn­tag: Der Tag zur Ehre Got­tes, ein Fei­er­tag — uns geschenkt zur Erho­lung, zum Ver­schnau­fen, zum Leben. Ich wün­sche Ihnen einen geseg­ne­ten Sonn­tag! Und wenn Sie in den nächs­ten Tagen Urlaub machen: Sie haben sich die­se frei­en Tage ver­dient. Genie­ßen Sie Ihren Urlaub – und freu­en Sie sich an unse­rer wun­der­schö­nen Umgebung!

Hans Striedl
Dom­propst i. R.

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