Das glauben wir

Einer von uns

Redaktion am 02.04.2026

Info Icon Foto: Bayer / pbp

War Jesus einer von uns, ein Mensch unter Menschen, der all die Freude und das all Leid des menschlichen Lebens genauso gefühlt hat wie wir, oder war er von Anfang an über alle Dinge erhaben? Die Antwort auf diese Frage gibt Florian Kandler, Referent für Sakramentenpastoral und Ehe-Familie-Kinder in seinem Impuls zum Ostersonntag.

What if god was one of us? sang Joan Osborn 1995. Was, wenn Gott einer von uns wäre? Für uns Chris­ten ist die­se Fra­ge schon lan­ge beant­wor­tet – und doch bleibt sie aktu­ell. Im Lied wer­den Begeg­nun­gen skiz­ziert – was, wenn wir Gott im Nächs­ten, all­zu mensch­li­chen Gesicht erken­nen wür­den? Wir wer­den auf­ge­for­dert, unse­ren Mit­men­schen ins Gesicht zu schau­en, hin­ter selbst auf­ge­zo­ge­ne Fas­sa­den zu bli­cken und das gött­li­che in ihnen zu erken­nen. Kön­nen wir die­se Gren­zen über­win­den? Wie wür­den wir Gott da begegnen?

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Jesus pro­vo­zier­te in sei­nem Auf­tre­ten ganz ähn­li­che Begeg­nun­gen. Er ver­ein­te gött­li­che Bot­schaft mit all­zu mensch­li­chem Han­deln. Doch gera­de sei­ne Zuwen­dung zu den Ärms­ten und Aus­ge­sto­ße­nen, sein Mit­füh­len und das gro­ße Leid, dass er auf sich nimmt, offen­bart die Grö­ße Got­tes. Was ist das für ein Gott, der sich nie­der­kniet um sei­nen Freun­den die Füße zu waschen? War­um lässt er sich von der Trau­er Mar­tas und Mari­as berüh­ren und weint vor dem Grab des Laza­rus? War­um lässt sich die­ser all­mäch­ti­ge Gott ans Kreuz schla­gen? Weil er einer von uns ist. Für uns, um unser Heil wil­len, um uns das Tor in sei­ne Ewig­keit zu öff­nen, geht er den Weg eines Menschen. 

Als Maria von Mag­da­la wei­nend vor dem lee­ren Grab sitzt, und den Auf­er­stan­de­nen nicht sofort erkennt, spricht sie die­ser auf zutiefst mensch­li­che Art an. Er sieht sie, sieht ihre Trau­er und spricht ihren Namen aus. Die­se mensch­li­che Begeg­nung führt zur Got­tes­be­geg­nung, wenn sie ihn, und das Wun­der, das hier gesche­hen ist, erkennt. Gott, der den Men­schen nah sein will, damit sie ihm nahe sind. 

Im Lied heißt es wei­ter: Wür­dest du das Gesicht Got­tes wirk­lich sehen wol­len? Gott ins Gesicht schau­en bedeu­tet: Wahr­haft zu glau­ben an sei­ne Macht, sein Reich und die Auf­er­ste­hung aus dem Tod. 

Ich wün­sche ihnen von Her­zen ein fro­hes, geseg­ne­tes Ostern! Auf das wir gemein­sam hin­ein­schau­en in Got­tes mensch­li­ches Gesicht, das er uns bereit­wil­lig hin­hält – damit wir wahr­haf­tig an die fro­he Oster­bot­schaft glau­ben können. 

Flo­ri­an Kand­ler, Refe­rent für Sakra­men­ten­pas­to­ral und Ehe-Familie-Kinder

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