Das glauben wir

Du bist gut genug!

Redaktion am 03.07.2026

Info Icon Foto: Stefanie Hintermayr / pbp

Anders als bei dem aktuell vielgespielten Lied „Du bist gut genug!“ haben die Apostel Jesu die Erfahrung gemacht: Er ist gut genug, das Kreuz für mich zu tragen. Und wenn ich ihm nachfolge, dann verändert er mich und lässt meine Seele zur Ruhe kommen. Und zwar ohne beruhigende Worte wie in dem bekannten Lied. Ein Impuls zum 5. Juli 2026 von Kaplan Tobias Asbeck.

Du bist gut genug!“ Die­se Lied­zei­le träl­lern mei­ne Schü­le­rin­nen und Schü­ler momen­tan immer wie­der. Du bist gut genug!“ Falls Sie das Lied noch nicht ken­nen, geht es Ihnen wie mir vor zwei Wochen. Ich habe die Zei­le von mei­nen Schü­lern auf­ge­schnappt, gegoo­gelt und mir das Lied ange­hört. Dabei habe ich her­aus­ge­fun­den: Die­ses Lied geht gera­de um die Welt. Eine ein­gän­gi­ge Melo­die mit Ohr­wurm­po­ten­ti­al und eine Bot­schaft, die vie­le Men­schen anspricht. Und ich gebe zu: Auch ich erwi­sche mich jetzt immer wie­der, dass ich das Lied sum­me oder lei­se singe.

Trotz­dem tue ich mich als Christ mit der Kern­aus­sa­ge etwas schwer. Im Evan­ge­li­um sagt Jesus: Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Her­zen demü­tig; und ihr wer­det Ruhe fin­den für eure See­le.“ Das klingt nicht nach: Du bist gut genug.“ Nicht weil wir gut genug sind, hat Jesus das Kreuz getra­gen, son­dern weil er gut genug ist – weil er gütig und von Her­zen demü­tig ist.

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So moti­vie­rend die Lied­zei­le auf den ers­ten Blick auch wir­ken mag: Letzt­lich trägt sie im Leben nicht weit. Die Erfah­rung der Chris­ten von Anfang an, die Erfah­rung des Petrus, der Jesus ver­leug­net hat, die Erfah­rung des Pau­lus, der die Chris­ten ver­folgt hat, die Erfah­rung der Jün­ger, die bis zum Tod Jesu nicht wirk­lich ver­stan­den haben, was er von ihnen woll­te, und sich immer wie­der um sich selbst gedreht haben – ihre gemein­sa­me Erfah­rung lau­tet nicht: Ich bin gut genug.“ Sie lau­tet: Er ist gut genug!“

Jesus ist gut genug, für mich das Kreuz zu tra­gen. Und wenn ich ihm auf die­sem Weg nach­fol­ge, dann ver­än­dert er mich. Dann wer­de ich mehr und mehr so, wie Gott mich gut gedacht hat. Und dann brau­che ich kei­ne bloß beru­hi­gen­den Wor­te mehr, son­dern fin­de tat­säch­lich Ruhe für mei­ne Seele.

Tobi­as Asbeck
Kaplan Pfarr­ver­band Grafenau

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