Bistum

Auseinandersetzung mit Pastoralen Räumen

Pressemeldung am 16.02.2026

Info Icon Foto: Monika Zieringer / pbp

Zum 01. September 2026 werden im Bistum Passau die 19 Pastoralen Räume umgesetzt. Als Pastoraler Raum (PR) wird der ...

Zum 01. Sep­tem­ber 2026 wer­den im Bis­tum Pas­sau die 19 Pas­to­ra­len Räu­me umge­setzt. Als Pas­to­ra­ler Raum (PR) wird der Zusam­men­schluss meh­re­rer benach­bar­ter Pfarr­ver­bän­de bezeich­net. Der Pas­to­ra­le Raum soll es mög­lich machen, dass Pfar­rei­en und Pfarr­ver­bän­de in den Auf­ga­ben der Seel­sor­ge inten­si­ver zusam­men arbei­ten und Seel­sorgs­aufaben gemein­sam orga­ni­sie­ren und gege­be­nen­falls neu aus­ge­stal­ten. Damit will die Diö­ze­se der sich ver­än­dern­den Wirk­lich­keit kirch­li­chen Lebens begeg­nen und neue Wege kon­struk­ti­ver Zusam­men­ar­beit ermöglichen.

Vie­le Fra­gen bewe­gen all die­je­ni­gen, die sich um die Aus­ge­stal­tung die­ser Räu­me vor Ort ein­set­zen: Wo wol­len wir in unse­rem Pas­to­ra­len Raum die Schwer­punk­te set­zen? Wie sol­len wir mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren? Wie ver­net­zen wir uns mit den Ehren­amt­li­chen, die in so vie­len Berei­chen ihren wert­vol­len Dienst ein­brin­gen? Und gibt es Mög­lich­kei­ten finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung für neue Pro­jek­te? Sol­che und wei­te­re Fra­gen wur­den und wer­den inten­siv dis­ku­tiert. Damit stan­den die Pas­to­ra­len Räu­me und ihre Ent­wick­lung im Fokus der dies­jäh­ri­gen Tagung des Bis­tums­ra­tes von 09. bis 12. Febru­ar im Haus der Begeg­nung in Burghausen. 

Der Bis­tums­rat mach­te sich zunächst ein aus­führ­li­ches Bild dar­über wie es um die Ent­wick­lung der pas­to­ra­len Räu­me in der Flä­che des Bis­tums steht. 

Pastorale Räume tragen erste Früchte

Wäh­rend man sich in man­chen die­ser Räu­me bereits vor fünf Jah­ren auf den Weg gemacht habe, ist eine Groß­zahl der 19 Räu­me erst seit zwei Jah­ren an der Pla­nung, man­che begin­nen erst jetzt ers­te Gesprä­che zu füh­ren. Die Unter­schied­lich­keit wird ein Merk­mal blei­ben“, betont Gene­ral­vi­kar Josef Ede­rer. Wich­tig ist: Es braucht eine Ver­bind­lich­keit aller Teil­neh­men­den und es braucht ein gutes Mit­ein­an­der zwi­schen Haupt — und Ehren­amt, das gemein­sam neue Wege ein­schlägt und ent­spre­chen­de Ent­schei­dun­gen gemein­sam fällt“, so Ede­rer wei­ter. Über Pfarr­ver­bands­gren­zen hin­weg wer­den bereits gemein­sa­me Klau­sur­ta­ge und Got­tes­dienst­plä­ne, zum Teil gemein­sa­me Firm­vor­be­rei­tun­gen, ein­la­den­de Infor­ma­ti­ons­ta­ge für Ehren­amt­li­che oder Kon­zep­te für den Pas­to­ra­len Raum auf die Bei­ne gestellt. Bischof Ste­fan Oster erin­ner­te ange­sichts der inten­si­ven Debat­ten an die Ein­füh­rung der Ver­wal­tungs­zen­tren vor rund 10 Jah­ren, die damals nicht von allen begrüßt wur­den. Heu­te schät­zen die aller­meis­ten den hohen Wert unse­rer Ver­wal­tungs­zen­tren und wir sind längst sehr froh, dass wir sie haben, weil sie über­all – wo erfolg­reich eta­bliert – eine Ent­las­tung für den Pfar­rer und die pas­to­ra­le Arbeit bie­ten.“ Das macht auch Hoff­nung für die Zukunft der pas­to­ra­len Räu­me, in denen wir eben­falls ler­nen­de Orga­ni­sa­ti­on sind und im Gehen des Weges auch immer wie­der nach­bes­sern kön­nen.”, ergänzt Gene­ral­vi­kar Ede­rer. Bischof Ste­fan appel­lier­te an die Soli­da­ri­tät unter den Pfar­rern, die zusam­men mit dem Pas­to­ral­team auch einen Pas­to­ral­raum­lei­ter haben. Es braucht die Bereit­schaft zur Zusam­men­ar­beit und wir spü­ren bereits jetzt: Vor­be­hal­te neh­men ab und die Klar­heit wächst“, so der Bischof. Es stim­me hoff­nungs­voll, dass die Pas­to­ra­len Räu­me ers­te Früch­te tra­gen. In die­sem Zusam­men­hang dank­ten Bischof und Gene­ral­vi­kar auch den Gemein­de­be­ra­te­rin­nen und ‑bera­tern des Bis­tums: Damit sich die Teams aus Haupt- und Ehren­amt­li­chen gut in die neue Struk­tur ein­fin­den kön­nen, habe sich die inten­si­ve Gemein­de­be­ra­tung in den PR Teams vor Ort als unver­zicht­bar erwiesen.

Strategische Schwerpunkte im Bistum Passau

Finan­zi­ell gestärkt wer­den im lau­fen­den Jah­res­haus­halt die Qua­li­fi­zie­rung des Ehren­amts sowie die pas­to­ra­len Räu­me, für die neue Zuschuss­mög­lich­kei­ten geschaf­fen wur­den, wie Finanz­di­rek­tor Josef Sonn­leit­ner beton­te. Zugang und Teil­ha­be sol­len ver­stärkt für die ehren­amt­lich Mit­wir­ken­den des Bis­tums aus­ge­baut wer­den, auch durch das Social Intra­net WIR, durch das bereits eini­ge hun­dert Ehren­amt­li­che mit dem Haupt­amt im Bis­tum ver­netzt wer­den konn­ten. Die Finan­zie­rung die­ser Struk­tu­ren trägt das Bis­tum“, so der Finanzdirektor.

Inten­si­ve Dis­kus­sio­nen wur­den um die künf­ti­gen stra­te­gi­schen Schwer­punk­te im Bis­tum geführt. Gro­ße Einig­keit herrsch­te dar­über, dass die Grund­voll­zü­ge der Kir­che Ver­kün­di­gung, Lit­ur­gie und Dia­ko­nie” unein­ge­schränkt für die Men­schen im Bis­tum gesi­chert sein müs­sen. Die Lai­en­ver­tre­te­rin­nen und ‑ver­tre­ter des Bis­tums­rats freu­ten sich, dass die Stär­kung des Ehren­am­tes beson­ders her­vor­ge­ho­ben wur­de. Es ist jedoch unver­zicht­bar ange­sichts der finan­zi­el­len Ent­wick­lun­gen genau hin­zu­se­hen wie sich die Kir­che von Pas­sau für die Zukunft auf­stellt, um die fro­he Bot­schaft zu allen Men­schen zu brin­gen und für die Men­schen da zu sein in all ihren Nöten, die die gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen heu­te mit sich brin­gen. Dar­an wer­den wir gemein­sam im Bis­tums­rat inten­siv wei­ter­ar­bei­ten”, so Bischof Oster. 

Über den Bistumsrat:

Der Bis­tums­rat ist das wich­tigs­te Bera­tungs­gre­mi­um der Diö­ze­se Pas­sau. Dar­in ver­tre­ten sind die Deka­ne, die Dom­ka­pi­tu­la­re, die Ordi­na­ri­ats­rä­tin­nen und –räte, sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter des Pas­sau­er Diö­ze­san­ra­tes und der Caritas. 

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