Foto: Sybille Würfl
In der Lobpreiskirche Auferstehung Christi in Passau‑Neustift fand am Dienstag, den 24. Februar 2026, zum 4. Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine, ein interreligiöses Friedensgebet statt, das zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionen und Weltanschauungen zusammenführte. Rund zwei Stunden lang erlebten die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm aus Liedern, Momenten der Stille, spirituellen Impulsen und einem gemeinsamen Gebet für den Frieden.
Stimmen der Verbundenheit
Viele Besucherinnen und Besucher zeigten sich tief berührt von der Atmosphäre des Abends. Ein Teilnehmer fasste seine Eindrücke so zusammen:
„Ich hab es als sehr stimmig erlebt und obwohl es 2 Stunden waren, als sehr abwechslungsreich und wohltuend. Das Konzept mit Liedern, Schweigen, Friedensgedanken der Gruppen und dem gemeinsamen Friedensgebet hat gut gepasst.“
Besonders hervorgehoben wurde die Vielfalt der Beiträge. Vertreterinnen und Vertreter aus Islam, Sikh‑Gemeinschaft, Hare‑Krishna‑Bewegung, verschiedenen christlichen Kirchen, Freimaurern, Unity of Man und weiteren Gruppen brachten jeweils Gedanken und Gebete aus ihrem eigenen spirituellen Kontext ein.
„Es waren sehr schöne Friedensgedanken aus den verschiedenen Religionen und Weltanschauungsgruppen dabei“, so der Teilnehmer weiter.
Auch das gemeinsame Musizieren mit der Peace-Project-Band unter der Leitung von Martin Göth hinterließ Eindruck:
„Unser gemeinsames Musizieren mit den Hare Krishna Leuten hat mir viel Freude gemacht: Es waren ‚Good Vibrations‘ zu spüren.“
Ein Abend der Vielfalt
Der Ablauf des Abends war bewusst so gestaltet, dass sich Musik, Stille und Wortbeiträge abwechselten. Nach der Begrüßung durch Doris Zauner, Weltanschauungsbeauftragte, und Robert Guder, Leiter der Lobpreiskirche, stellte Zauner die anwesenden Gruppen vor. Lieder wie „Sing das Lied vom Frieden“, „Shalom aleikum“ oder „Frieden, Frieden mit allen hier“ schufen einen gemeinsamen Klangraum, bevor die Friedensgebete der verschiedenen Gemeinschaften folgten.
Zwischen den Beiträgen sorgten Gemeindelieder und musikalische Stücke – darunter ein Friedenslied von Roswitha Gruber – für verbindende Momente.
Höhepunkt: Das gemeinsame Friedensgebet
Zum Abschluss vereinten sich alle Anwesenden im gemeinsamen Friedensgebet, das die Sehnsucht nach Frieden in Gedanken, Herzen, Worten und Taten ausdrückte. Die Worte „Mache uns zu Werkzeugen des Friedens“ bildeten dabei einen zentralen Gedanken, der die spirituelle Verbundenheit der unterschiedlichen Traditionen sichtbar machte.
Ein Teilnehmer lobte besonders die Auswahl dieses Gebets:
„Sehr gut gefallen hat mir das gemeinsam gesprochene Friedensgebet.“
Ein starkes Zeichen für Frieden und Miteinander
Mit den Schlussworten von Robert Guder und Doris Zauner sowie den abschließenden Liedern „Kleines Lied vom Frieden“, „Herr, gib uns Deinen Frieden“ und „Give peace a chance“ endete ein Abend, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Das interreligiöse Friedensgebet setzte ein kraftvolles Zeichen dafür, dass Frieden dort beginnt, wo Menschen einander zuhören, miteinander beten, singen und sich in ihrer Vielfalt respektvoll begegnen.
Text: Doris Zauner



