Kirche vor Ort

Zwei Stunden voller Verbundenheit, Vielfalt und „Good Vibrations“

Redaktion am 06.03.2026

Info Icon Foto: Sybille Würfl

In der Lobpreiskirche Auferstehung Christi in Passau‑Neustift fand am Dienstag, den 24. Februar 2026, zum 4. Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine, ein interreligiöses Friedensgebet statt, das zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionen und Weltanschauungen zusammenführte. Rund zwei Stunden lang erlebten die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm aus Liedern, Momenten der Stille, spirituellen Impulsen und einem gemeinsamen Gebet für den Frieden.

Stim­men der Verbundenheit

Vie­le Besu­che­rin­nen und Besu­cher zeig­ten sich tief berührt von der Atmo­sphä­re des Abends. Ein Teil­neh­mer fass­te sei­ne Ein­drü­cke so zusam­men:
Ich hab es als sehr stim­mig erlebt und obwohl es 2 Stun­den waren, als sehr abwechs­lungs­reich und wohl­tu­end. Das Kon­zept mit Lie­dern, Schwei­gen, Frie­dens­ge­dan­ken der Grup­pen und dem gemein­sa­men Frie­dens­ge­bet hat gut gepasst.“

Beson­ders her­vor­ge­ho­ben wur­de die Viel­falt der Bei­trä­ge. Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Islam, Sikh‑Gemeinschaft, Hare‑Krishna‑Bewegung, ver­schie­de­nen christ­li­chen Kir­chen, Frei­mau­rern, Unity of Man und wei­te­ren Grup­pen brach­ten jeweils Gedan­ken und Gebe­te aus ihrem eige­nen spi­ri­tu­el­len Kon­text ein.
Es waren sehr schö­ne Frie­dens­ge­dan­ken aus den ver­schie­de­nen Reli­gio­nen und Welt­an­schau­ungs­grup­pen dabei“, so der Teil­neh­mer weiter.

Auch das gemein­sa­me Musi­zie­ren mit der Peace-Pro­ject-Band unter der Lei­tung von Mar­tin Göth hin­ter­ließ Ein­druck:
Unser gemein­sa­mes Musi­zie­ren mit den Hare Krish­na Leu­ten hat mir viel Freu­de gemacht: Es waren Good Vibra­ti­ons‘ zu spüren.“

Ein Abend der Vielfalt

Der Ablauf des Abends war bewusst so gestal­tet, dass sich Musik, Stil­le und Wort­bei­trä­ge abwech­sel­ten. Nach der Begrü­ßung durch Doris Zau­ner, Welt­an­schau­ungs­be­auf­trag­te, und Robert Guder, Lei­ter der Lob­preis­kir­che, stell­te Zau­ner die anwe­sen­den Grup­pen vor. Lie­der wie Sing das Lied vom Frie­den“, Shalom alei­kum“ oder Frie­den, Frie­den mit allen hier“ schu­fen einen gemein­sa­men Klang­raum, bevor die Frie­dens­ge­be­te der ver­schie­de­nen Gemein­schaf­ten folgten.

Zwi­schen den Bei­trä­gen sorg­ten Gemein­de­lie­der und musi­ka­li­sche Stü­cke – dar­un­ter ein Frie­dens­lied von Ros­wi­tha Gru­ber – für ver­bin­den­de Momente. 

Höhe­punkt: Das gemein­sa­me Friedensgebet

Zum Abschluss ver­ein­ten sich alle Anwe­sen­den im gemein­sa­men Frie­dens­ge­bet, das die Sehn­sucht nach Frie­den in Gedan­ken, Her­zen, Wor­ten und Taten aus­drück­te. Die Wor­te Mache uns zu Werk­zeu­gen des Frie­dens“ bil­de­ten dabei einen zen­tra­len Gedan­ken, der die spi­ri­tu­el­le Ver­bun­den­heit der unter­schied­li­chen Tra­di­tio­nen sicht­bar machte.

Ein Teil­neh­mer lob­te beson­ders die Aus­wahl die­ses Gebets:
Sehr gut gefal­len hat mir das gemein­sam gespro­che­ne Friedensgebet.“

Ein star­kes Zei­chen für Frie­den und Miteinander

Mit den Schluss­wor­ten von Robert Guder und Doris Zau­ner sowie den abschlie­ßen­den Lie­dern Klei­nes Lied vom Frie­den“, Herr, gib uns Dei­nen Frie­den“ und Give peace a chan­ce“ ende­te ein Abend, der vie­len noch lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben dürfte.

Das inter­re­li­giö­se Frie­dens­ge­bet setz­te ein kraft­vol­les Zei­chen dafür, dass Frie­den dort beginnt, wo Men­schen ein­an­der zuhö­ren, mit­ein­an­der beten, sin­gen und sich in ihrer Viel­falt respekt­voll begegnen.

Text: Doris Zauner

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