Foto: Fotobox Bistum Passau/Treitner Design
„Hab Mut, steh auf“ – unter diesem Leitwort kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum 104. Deutschen Katholikentag nach Würzburg, um ihren Glauben gemeinsam zu feiern, neue Impulse mitzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Mitten unter ihnen war auch der Passauer Bischof Stefan Oster: „Für mich war der Katholikentag eine große Freude“, resümierte Bischof Oster. „Hier kommen Menschen zusammen, die ihren Glauben leben, Gemeinschaft suchen und offen sind für neue Impulse. Man spürt die Sehnsucht vieler nach mehr – nach Begegnung, nach Gebet und nach einem lebendigen Miteinander.“ Besonders beeindruckt zeigte sich der Passauer Bischof von der Vielfalt der Veranstaltungen und den zahlreichen persönlichen Begegnungen: „Überall kommt man mit Menschen ins Gespräch, feiert gemeinsam Gottesdienst und setzt sich mit spannenden Themen auseinander. Ich bin sehr dankbar, hier gewesen zu sein.“
„Man spürt die Sehnsucht vieler nach mehr – nach Begegnung, nach Gebet und nach einem lebendigen Miteinander.”
Zu den besonderen Momenten gehörten für den Passauer Bischof zwei eindrucksvolle Gottesdienste: ein inklusiver und bewegter Gottesdienst sowie ein Nachtgottesdienst im Zirkuszelt der Salesianer Don Boscos. Dieser war dem Salesianer-Missionar Pater Rudolf Lunkenbein und Simão Bororo gewidmet. Dort erinnerte Oster in seiner Predigt daran, dass sich Lunkenbein vor allem als „Freund Jesu“ verstanden habe. Daraus habe er die Kraft geschöpft, Menschen am Rand der Gesellschaft offen und respektvoll zu begegnen – und vor ihnen gewissermaßen innerlich auf die Knie zu gehen. Der Missionar wirkte unter den indigenen Bororo in Brasilien und habe sich für deren Kultur eingesetzt, ihnen neue Hoffnung gegeben und sie bewusst in die Liturgie einbezogen.
Bischof Oster betonte, christliche Mission bedeute nicht Belehrung von oben herab, sondern gegenseitiges Lernen und echtes Interesse am anderen. Jeder Mensch sei „Gabe und Geber zugleich“. Zum Abschluss rief er die Gläubigen dazu auf, für eine baldige Seligsprechung Pater Rudolf Lunkenbeins zu beten.
Auch das Bistum Passau und der Gnadenort Altötting waren vertreten und kamen an ihren Ständen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch, tauschten sich über Erfahrungen aus oder schossen Erinnerungsfotos: „Die Stimmung am Katholikentag war super – ein Come-together der katholischen Art“, so Ramona Würdinger, die den Passauer Stand betreute. „Bei uns konnten die Besucherinnen und Besucher schöne Fotos am Stand machen. Im Mittelpunkt stand jedoch weniger nur das Foto, sondern vielmehr das, was die Menschen im Herzen bewegt und was sie mitbringen – und jeder hat seine eigene Geschichte, die er bei uns am Stand erzählen durfte. Und so haben wir uns über jeden gefreut, der da war.“
Auch Wallfahrtsrektor Klaus Metzl resümierte: „Katholikentage sind ein Treffpunkt, an dem sich viele austauschen und zahlreiche Stände besuchen. Und wir sind dankbar, dass wir uns hier auch als Marienwallfahrtsort präsentieren können. Denn ich denke, dass wir gerade von Maria viel für eine gute Zukunft der Kirche in Deutschland lernen können.“



