Kirche vor Ort

Ein Juwel erstrahlt in neuem Glanz

Redaktion am 11.09.2025

Info Icon Foto: Konrad Hochhäusl
Nach dem Festgottesdienst zur Neusegnung der Pfarrkirche Perach stellen sich die Verantwortlichen und Ehrengäste dem Fotografen: (vorne v.l.n.r.) Domkapitular Josef Ederer, Kreisheimatpflegerin Renate Heinrich, Schwester Romenia Trenker, Kirchenmaler Adam Riedel sen. und Ortspfarrer Ludwig Samereier. Hinten (v.l.n.r.) Bürgermeister Georg Eder, PGR-Vorsitzender Klaus Hiefinger, MdL Martin Huber, Kirchenmaler Adam Riedel jun. und Kirchenpfleger und Hauptorganisator Kurt Plewan

Nach rund viermonatiger Dauer konnte die Renovierung der Peracher Pfarrkirchen „Mariae Himmelfahrt“ nun abgeschlossen werden. Am vergangenen Sonntag erhielt das Gotteshaus durch den Stellvertreter des Bischofs, Domkapitular Josef Ederer, seine Neu-Segnung. 

Neben den vie­len Got­tes­dienst­be­su­chern waren auch Abord­nun­gen der Orts­ver­ei­ne mit ihren Fah­nen ver­tre­ten. Der vor­ge­se­he­ne Kos­ten­rah­men konn­te ein­ge­hal­ten wer­den und durch vie­le Spen­den war die­ser ​„Kraft­akt für die Pfar­rei“ auch finan­zi­ell zu stemmen.

Zu Beginn des Fest­got­tes­diens­tes blick­te Bischöf­lich Geist­li­cher Rat Lud­wig Samerei­er auf die ver­gan­ge­nen Mona­te zurück. Anfang Mai wur­de mit vie­len frei­wil­li­gen Hel­fern die Kir­che aus­ge­räumt und das Gerüst auf­ge­stellt. Dann konn­te Kir­chen­ma­ler­meis­ter Adam Rie­del mit sei­nen Leu­ten die Arbeit begin­nen. Der gesam­te Kir­chen­raum wur­de neu gestri­chen und die Figu­ren beka­men einen ​„neu­en Glanz“. Dabei wur­den auch im Außen­be­reich der Kir­che der ​„goti­sche Kranz“ und die Son­nen­uhr restau­riert. Pfar­rer Lud­wig Samerei­er dank­te beson­ders Kir­chen­pfle­ger Kurt Ple­wan und dem Vor­sit­zen­den des Pfarr­ge­mein­de­ra­tes Klaus Hie­fin­ger für ihr Enga­ge­ment bei die­ser Reno­vie­rung: ​“Das ist euer Werk, ihr habt eine gro­ße Auf­ga­be gemeis­tert“. Beson­ders dank­te der Pfar­rer dem Herr­gott, dass die­se Reno­vie­rung unfall­frei ver­lau­fen ist. Nun sei er dank­bar, dass die­ses Gemein­schafts­werk ter­min­ge­recht zum Kir­chen­pa­tro­zi­ni­um, dem Fest­tag Mariae Him­mel­fahrt am 15. August, abge­schlos­sen wer­den konn­te. Bei die­sem Fest­got­tes­dienst, der vom Per­a­cher Kir­chen­chor und Anne­ma­rie Grab­mai­er an der Orgel fei­er­lich gestal­tet wur­de, waren auch Bür­ger­meis­ter Georg Eder mit Gat­tin, Kreis­hei­mat­pfle­ge­rin Rena­te Hein­rich, die aus Per­ach stam­men­de Schwes­ter Rome­nia Tren­ker, sowie MdL und CSU-Gene­ral­se­kre­tär Mar­tin Huber zugegen.

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Mit einem Weihegebet und dem anschließenden Besprengen mit Weihwasser erteilte Domkapitular Josef Ederer der neu renovierten Pfarrkirche den Segen.

In Bezug auf das Tages­evan­ge­li­um ver­glich Dom­ka­pi­tu­lar Josef Ede­rer die­se Reno­vie­rung mit dem Bau eines Tur­mes: ​„Setzt sich der Bau­herr nicht zuerst hin und berech­net die Kos­ten, ob sei­ne Mit­tel für das Vor­ha­ben aus­rei­chen?“ Dies haben auch die Ver­ant­wort­li­chen in Per­ach gemacht. In sei­ner Fest­an­spra­che stell­te er fest, dass durch die Arbeit vie­ler Hän­de ein gro­ßer Bei­trag zu Got­tes Ehre geleis­tet wur­de, um eine zukunfts­fä­hi­ge Kir­che zu schaf­fen. Er erin­ner­te dar­an, dass ein ers­ter Antrag für die­se Reno­vie­rung von der Bischöf­li­chen Finanz­kam­mer abge­lehnt wur­de. Erst als deut­lich gemacht wur­de, dass durch viel Eigen­leis­tung und auch die kos­ten­lo­se Über­las­sung des Bau­ge­rüs­tes die Gesamt­kos­ten auf maxi­mal 110.000 Euro gesenkt wer­den kön­nen, wur­de die­ser Antrag geneh­migt und ein För­der­be­trag von fünf­zig Pro­zent zuge­sagt. Die Per­a­cher haben Wort gehal­ten und mit drei­hun­dert geleis­te­ten frei­wil­li­gen Arbeits­stun­den, sowie 30.000 Euro an Spen­den viel Enga­ge­ment gezeigt. 

Die­se Kir­che wur­de vor Jahr­hun­der­ten von den Vor­fah­ren an einer domi­nie­ren­den Stel­le im Dorf erbaut, so der Pre­di­ger. Sie soll ein Ort sein, wo Men­schen hin­ge­hen und ihre Nöte und Bedürf­nis­se abla­den kön­nen. Mit die­ser Reno­vie­rung wur­de dafür gesorgt, dass dies auch in Zukunft noch lan­ge mög­lich sein sol­le. Mit einem Wei­he­ge­bet und dem Bespren­gen mit Weih­was­ser erteil­te Dom­ka­pi­tu­lar Josef Ede­rer dem Got­tes­haus, das nun in neu­em Glanz erstrahlt, den Segen. 

Abschlie­ßend dank­te Orts­pfar­rer Lud­wig Samerei­er noch­mals allen ganz herz­lich, die zum Gelin­gen die­ser Reno­vie­rung bei­getra­gen haben.

Text: Kon­rad Hochhäusl

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