Foto: Konrad Hochhäusl
Nach rund viermonatiger Dauer konnte die Renovierung der Peracher Pfarrkirchen „Mariae Himmelfahrt“ nun abgeschlossen werden. Am vergangenen Sonntag erhielt das Gotteshaus durch den Stellvertreter des Bischofs, Domkapitular Josef Ederer, seine Neu-Segnung.
Neben den vielen Gottesdienstbesuchern waren auch Abordnungen der Ortsvereine mit ihren Fahnen vertreten. Der vorgesehene Kostenrahmen konnte eingehalten werden und durch viele Spenden war dieser „Kraftakt für die Pfarrei“ auch finanziell zu stemmen.
Zu Beginn des Festgottesdienstes blickte Bischöflich Geistlicher Rat Ludwig Samereier auf die vergangenen Monate zurück. Anfang Mai wurde mit vielen freiwilligen Helfern die Kirche ausgeräumt und das Gerüst aufgestellt. Dann konnte Kirchenmalermeister Adam Riedel mit seinen Leuten die Arbeit beginnen. Der gesamte Kirchenraum wurde neu gestrichen und die Figuren bekamen einen „neuen Glanz“. Dabei wurden auch im Außenbereich der Kirche der „gotische Kranz“ und die Sonnenuhr restauriert. Pfarrer Ludwig Samereier dankte besonders Kirchenpfleger Kurt Plewan und dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Klaus Hiefinger für ihr Engagement bei dieser Renovierung: “Das ist euer Werk, ihr habt eine große Aufgabe gemeistert“. Besonders dankte der Pfarrer dem Herrgott, dass diese Renovierung unfallfrei verlaufen ist. Nun sei er dankbar, dass dieses Gemeinschaftswerk termingerecht zum Kirchenpatrozinium, dem Festtag Mariae Himmelfahrt am 15. August, abgeschlossen werden konnte. Bei diesem Festgottesdienst, der vom Peracher Kirchenchor und Annemarie Grabmaier an der Orgel feierlich gestaltet wurde, waren auch Bürgermeister Georg Eder mit Gattin, Kreisheimatpflegerin Renate Heinrich, die aus Perach stammende Schwester Romenia Trenker, sowie MdL und CSU-Generalsekretär Martin Huber zugegen.
Foto: Konrad Hochhäusl
In Bezug auf das Tagesevangelium verglich Domkapitular Josef Ederer diese Renovierung mit dem Bau eines Turmes: „Setzt sich der Bauherr nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob seine Mittel für das Vorhaben ausreichen?“ Dies haben auch die Verantwortlichen in Perach gemacht. In seiner Festansprache stellte er fest, dass durch die Arbeit vieler Hände ein großer Beitrag zu Gottes Ehre geleistet wurde, um eine zukunftsfähige Kirche zu schaffen. Er erinnerte daran, dass ein erster Antrag für diese Renovierung von der Bischöflichen Finanzkammer abgelehnt wurde. Erst als deutlich gemacht wurde, dass durch viel Eigenleistung und auch die kostenlose Überlassung des Baugerüstes die Gesamtkosten auf maximal 110.000 Euro gesenkt werden können, wurde dieser Antrag genehmigt und ein Förderbetrag von fünfzig Prozent zugesagt. Die Peracher haben Wort gehalten und mit dreihundert geleisteten freiwilligen Arbeitsstunden, sowie 30.000 Euro an Spenden viel Engagement gezeigt.
Diese Kirche wurde vor Jahrhunderten von den Vorfahren an einer dominierenden Stelle im Dorf erbaut, so der Prediger. Sie soll ein Ort sein, wo Menschen hingehen und ihre Nöte und Bedürfnisse abladen können. Mit dieser Renovierung wurde dafür gesorgt, dass dies auch in Zukunft noch lange möglich sein solle. Mit einem Weihegebet und dem Besprengen mit Weihwasser erteilte Domkapitular Josef Ederer dem Gotteshaus, das nun in neuem Glanz erstrahlt, den Segen.
Abschließend dankte Ortspfarrer Ludwig Samereier nochmals allen ganz herzlich, die zum Gelingen dieser Renovierung beigetragen haben.
Text: Konrad Hochhäusl

